Stellantis zündet „HVO Aurora“ – das Speiseöl, das Flotten klimafreundlicher macht
Wenn aus altem Frittierfett plötzlich Hightech wird, nennt man das wohl Mobilitätsmagie. Stellantis hat sein Projekt „HVO Aurora“ vorgestellt – eine Lösung, die Flottenbetreibern nicht nur erlaubt, erneuerbaren HVO-Kraftstoff zu tanken, sondern dessen tatsächliche Nutzung auch beweisen zu können. Und genau das ist der Knackpunkt: Klimafreundlich unterwegs sein ist das eine – es auch zertifiziert belegen können, das andere.
Das Ganze stammt aus dem internen Innovationsprogramm Star*Up, in dem Stellantis-Mitarbeitende Ideen für eine sauberere Zukunft schmieden. Bei „HVO Aurora“ geht es darum, zu zeigen, wie CO₂-Reduktion sofort möglich ist – und zwar mit Fahrzeugen, die längst auf der Straße sind.
Was steckt dahinter?
HVO Aurora überwacht, verifiziert und dokumentiert die Nutzung von Hydrotreated Vegetable Oil – also Kraftstoff aus recycelten Fetten wie Altspeiseöl oder tierischen Reststoffen. Ein Cloud-basiertes Tracking-System hält fest, was getankt wurde, wie weit ein Fahrzeug gefahren ist und wie viel es verbraucht hat. Unternehmen können damit ihre CO₂-Einsparungen erstmals transparent und in Echtzeit darlegen.
„HVO Aurora zeigt, wie wir Well-to-Wheel-Emissionen sofort reduzieren können“, sagt Luca Marengo, Innovationchef bei Stellantis Pro One. Ein Ziel: schnelle, praxistaugliche Lösungen für reale Flotten – nicht erst irgendwann in der Zukunft.
Europa-Tour als Praxistest
Um zu beweisen, dass das auch im Alltag funktioniert, starten ein Citroën Berlingo und ein Fiat Ducato zu einer einmonatigen Testfahrt quer durch Europa. Mit an Bord: der FluidBOX-Micro-Sensor des französischen Unternehmens SP3H, der den Kraftstoff analysiert und jede HVO-Nutzung live dokumentiert.
Die Botschaft: Sauberer tanken geht jetzt – ohne neue Fahrzeuge, ohne neue Tankstellen, ohne Kopfzerbrechen.
Gute Nachrichten für Stellantis-Fahrer
Alle aktuellen Diesel-Pkw und leichten Nutzfahrzeuge von Stellantis sind bereits HVO-kompatibel (EN 15940). Viele Euro-5- und Euro-6-Modelle ebenfalls – ganz ohne Umbauten.
Warum das wichtig ist
Unternehmen suchen nach Wegen, CO₂ schnell zu reduzieren, ohne ihre komplette Flotte auszutauschen. Genau hier setzt „HVO Aurora“ an: Es verbindet erneuerbare Kraftstoffe mit messbarer Transparenz – und macht Klimaschutz sauber nachvollziehbar.
Ein Schritt, der zeigt: Manchmal reicht ein Sensor, etwas Cloud-Intelligenz und – ja – ein Schuss altes Speiseöl, um Mobilität klimafreundlicher zu machen.
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