Mercedes-Benz testet automatisierte Fahrfunktionen in Shanghai
Zebrastreifen auf der Autobahn, eigene Tempolimits je Fahrspur, Verkehrsschilder mit chinesischen Schriftzeichen je Fahrspur – der Straßenverkehr in China unterscheidet sich in vielen Aspekten vom europäischen oder US-amerikanischen. Daher ist für ausländische Autofahrer ein chinesischer Führerschein erforderlich, und auch automatisierte und autonome Fahrzeuge müssen ihre Tauglichkeit für diesen Markt vorab unter Beweis stellen.

So sind beispielsweise kurze weiße Linien, die weltweit als Zebrastreifen bekannt sind, auch auf Autobahnen zu finden. Dort markieren sie allerdings keinen Fußgängerübergang, sondern den Mindestabstand zwischen den Fahrzeugen. Dies muss die Sensorik erkennen und richtig interpretieren, ebenso wie Tempolimits, die sich von Fahrspur zu Fahrspur unterscheiden können. Eine weitere Herausforderung: Parkplätze haben die unterschiedlichsten Formen und sind oft voller Hindernisse, die für Sensoren schwer zu erkennen sind.
Im Fokus der ersten Erprobungsfahrten des „Intelligent World Drive“ in Deutschland stand die Bewertung des spezifischen Fahrverhaltens auf Autobahnen und in Stausituationen, ein wichtiger Baustein für die Entwicklung künftiger Technologien. Nach der zweiten Etappe in der Millionenmetropole Shanghai folgen im November Testfahrten in Australien und im Dezember in Südafrika. In Australien liegt der Schwerpunkt auf der Validierung des aktuellen, digitalen Kartenmaterials von Here, wogegen in Südafrika die Fußgängererkennung in vielen ungewohnten Situationen eine große Rolle spielen wird. Endstation des Programms wird im Januar die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas sein. Die Testfahrt im Großraum Los Angeles und anschließend nach Las Vegas konzentriert sich auf die Bewertung des Fahrverhaltens im dichten amerikanischen Stadtverkehr und in Stausituationen sowie bei rechts überholendem Verkehr auf Highways.
Fotos: Daimler
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