Unter dem Hammer: Tucker 48 – ein Oldtimer für Kenner
Tucker. Tucker? Ein Automobilunternehmen mit diesem Namen spielte gegen Ende der 1940er Jahre nur eine winzige Rolle und dürfte inzwischen nur wenigen Oldtimer-Enthusiasten etwas sagen. Insgesamt schaffte es die Tucker Corporation aus Chicago in den USA innerhalb ihrer kurzen Existenz, ein einziges Modell auf die Räder zu stellen und davon gerade einmal 51 Exemplare zu produzieren. 47 haben bis heute überlebt. Eines davon soll Mitte Januar versteigert werden. Experten gehen davon aus, dass es wesentlich mehr als eine Million Euro kosten wird.
Sein großer Wurf gelang Preston Tucker kurz nach Kriegsende mit der Präsentation des Tucker 48, des ersten und einzigen von ihm herausgebrachten Autos. Doch das Schicksal meinte es nicht gut – weder mit Tucker noch mit seinem Auto. So wie 20 Jahre später der NSU Ro 80 in Deutschland, war der Tucker 48 in den USA seiner Zeit um Längen voraus. „Car of Tomorrow“, Auto von morgen, lautete der Werbeslogan.

Den Großen Drei aus Detroit – Chrysler, Ford und General Motors – war der unwillkommene Newcomer mehr als nur ein Dorn im Auge. Sie versuchten, ihn mit allen legalen und illegalen Mitteln aus dem Weg zu räumen und hatten Ende der 1940er Jahre mit ihren Schmutzkampagnen Erfolg. Preston musste sich wegen angeblicher Steuerhinterziehung in Höhe von 30 Millionen Dollar vor Gericht verantworten. Er wurde zwar freigesprochen, konnte sich aber von dem Schlag bis zu seinem Lebensende 1956 nicht mehr erholen. Den amerikanischen Regisseur Francis Ford Coppola faszinierte das Leben von Preston Tucker und die Geschichte seines Autos so sehr, dass er darüber 1988 den Spielfilm „Ein Mann und sein Traumauto“ (im englischen Original „The Man and his Dream“) mit Jeff Bridges in der Hauptrolle drehte.

Nähere Informationen zur Geschichte des Tucker 48 und zur Versteigerung in Phoenix, wo mehr als 100 Chromjuwelen, darunter eine Reihe von Ferraris in jeweils siebenstelligem Wert und ein Jaguar D-Type von 1954 für geschätzte 15 Millionen Dollar (12,5 Millionen Euro) stehen, sind im Internet unter https://www.rmsothebys.com/en/home/ zu finden. ampnet
Fotos: Sotheby’s
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