VW Sportsvan – Ein Plus an Vorteilen
An einer Stelle unterscheidet sich der neue Golf Sportsvan optisch wesentlich von allen Golf Baureihen. Seit der Golf 1974 die Nachfolge des Käfers angetreten hat, markiert ihn eine besonders breite C-Säule. Auch der direkte Vorgänger des Golf Sportsvan, der Golf Plus, hat dieses optische Golf-Gen getragen. Erst durch die fette C-Säule wurde ein Golf zum Golf. Das ist nun anders! Denn der Sportsvan ist nur von vorn auf den ersten Blick als Golf zu erkennen. Hinten gibt es jetzt seitliche Fensterscheiben, die den Rundblick erleichtern. Der Sportsvan sieht deutlich besser aus als der Golf Plus. Klare, scharfe Kanten und ein homogenes Design aus einem Guss lassen das Plus an Raum dabei sogar schöner werden. Beim ersten Gang um den Neuen denke ich an Premium, so wertig kommt dieser große Golf daher. Chromleisten rahmen die Seitenfenster stilvoll ein. Die Spaltmaße finden sich auf Audi Niveau wieder.
Ein Plus an Vorteilen
Bislang haben sich rund 20 Prozent der Golf Käufer für die etwas höher bauende Variante mit der bequemeren Sitzposition entschieden. Dieser Anteil könnte mit dem neuen Design weiter wachsen, nicht zuletzt, weil der Name des Neuen das Senioren-Image des Golf Plus hinter sich lässt. Auch bei den inneren Werten hat der Golf mit dem Plus an Nutzwert gewonnen. So sind nun die Sitze in der 2. Reihe um jeweils 18 Zentimeter verschiebbar. Je nachdem, wo mehr Platz gebraucht wird, im Gepäckraum oder auf den Rücksitzen. Um 76 Liter hat das Kofferraumvolumen zugelegt. Neue Ablagemöglichkeiten wurden gesucht und gefunden. W-LAN hält Einzug und verbindet bis zu 5 Geräte, die sich nun leicht in das Kommunikationssystem des Autos einbinden lassen. Wer seinen Sportsvan luxuriöser machen möchte, hat nun neue Möglichkeiten. So ist ein Panoramaschiebedach bestellbar (mein Tipp!) das auf Wunsch Luft und Licht in den Innenraum bringt. Wer möchte, bekommt ein beheizbares Lenkrad. Sogar Massagesitze stehen auf der Zutatenliste. Empfehlenswert ist auch das System mit adaptiven Dämpfern, mit dem man die Härte des Fahrwerks nach Wunsch einstellen lässt. Alle Assistenz-Systeme des Golf sind übrigens auch für den Sportsvan verfügbar. Neue Motoren, die sämtlich die Euro-6-Norm einhalten, verbrauchen im Schnitt 20 Prozent weniger, als beim Vorgänger.
Liegt prima auf der Straße – Kein Gedanke an einen Van
Trotz der etwas höheren Bauweise lässt sich der Sportsvan dynamisch bewegen. Auf meinen ersten Testfahrten mit dem 1,4 Liter Benzin-Motor (92 kW (125 PS) hat mich der praktischste Golf in jeder Hinsicht überzeugt. Ich hatte nie den Eindruck, in einem Van zu sitzen. Wenn das kein Lob ist. Die Preise für den Sportsvan beginnen bei 19.625 Euro. Dafür bekommt der geneigte Kunde einen 63 kW (85 PS) leistenden 1,2 Liter Benzin-Motor. Ab 24.125 Euro gibt es aktuell den günstigsten Dieselantrieb, der maximal 81 kW (110 PS) auf die Straße bringt. Beide Basis-Motoren sind serienmäßig mit einem manuellen 5-Gang-Getriebe kombiniert. Für allen Motoren, außer dem kleinsten Benziner, steht wahlweise das empfehlenswerte 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe zur Wahl. Stärkste Motorisierung ist bei den Benzinern und den Dieselaggregaten eine 110 kW (150 PS) bereit stellende Maschine. Wer zudem bei den zahlreichen Optionen zuschlägt, kann den Golf Sportsvan leicht in Preisbereiche zwischen 40.000 und 45.000 Euro „heben“.
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