BMW 230i Cabrio – Kompakt, offen und kraftvoll
Mitte 2017 erhielt das BMW 2er Cabrio eine Auffrischung, um gut gerüstet in den Kampf um die Gunst der frischluft-affinen Kunden fahren zu können. Das Blechkleid des 4-sitzigen Kompakt-Cabrios erhielt dazu nur leichte, erst im direkten Vergleich erkennbare, Retuschen an der Front. BMW-typische Doppelscheinwerfer prägen die Front. Serienmäßig sind das BMW 2er Coupé und das BMW 2er Cabrio jetzt mit neuen Bi-LED-Scheinwerfern ausgestattet. 
Stärkere Änderungen im Innenraum
Im Innenraum sind die Veränderungen deutlicher zu erkennen. So ist das Armaturenbrett nun sichtbar horizontaler angelegt als bisher.
Die Mittelkonsole sucht ihren optischen Weg nicht mehr nach unten, sondern zu den Seiten. Das bisher prominent erkennbare Handschuhfach ordnet sich nun dem Gesamtdesign unter. Der Bildschirm ist nun als Touchscreen ausgeführt. Alternativ kann weiterhin über einen Dreh-/Drück-Regler bedient werden. Ich bin ein Fan dieser kinderleichten Art der Steuerung, auch wenn heute scheinbar überall die Bedienung per Touch-Screen Einzug hält. Die Instrumente hinter dem Lenkrad werden weiterhin analog ausgeführt, erstrahlen aber in neuem Design und mit integrierten Digitalinformationen. Wertvoll nicht nur für Internetfans ist die Integration der aktuellen BMW Connektivtäts-Systemen in den 2er. Gegen den nicht gerade geringen Aufpreis von 2.750 Euro bekommt der geneigte 2er Käufer das Navigationspaket mit Connected Drive.
Freude am Fahren
Die Fahrwerksabstimmung kann der Fahrer leicht über die Fahrmodi (Eco, Komfort, Sport und Sport+) wählen. Wir haben nun das 230i Cabrio über 14 Tage hinweg unter die Lupe genommen. Die Preise für das Cabrio beginnen zwar bei 34.750 Euro (218i). Aber der 230i kostet mit seinem 8-Gang-Automatikgetriebe beachtliche 47.750 Euro. Mindestens! Unser gut ausgestatteter Testwagen liegt allerdings in Summe bei runden 60.000 Euro. Das ist sehr viel Holz für einen offenen Kompaktwagen. Sein Fahrverhalten ist über jeden Zweifel erhaben und vermittelt in allen Fahrmodi Freude am Fahren. Dass der Eco-Modus den Verbrauch, wie man vielleicht erwarten möchte, deutlich senkt, können wir nicht bestätigen.
Eingeschränkte Alltagstauglichkeit
Die Alltagstauglichkeit des 2er Cabrios konnte zwar gesteigert werden, weil das Kofferraumvolumen gewachsen ist und, dank der umklappbaren Rücksitzbank, sogar die obligatorischen Golfbags verstaut werden können. Aber durch die hohe Ladekante, das tief sitzende Gepäckabteil und die relativ geringe Höhe des Gepäckraums ergeben sich jedoch Einschränkungen in der Nutzung. Selbst ein Kasten (bayrisches) Bier wird hier zum Problem. Wo ein viertüriges Cabrio den Zugang auf die zweite Sitzreihe auch für Gepäck erleichtert, kann die Rückbank beim zweitürigen BMW 2er nur über rückenunfreundliches Verbiegen nutzbar gemacht werden. Das 2er Cabrio ansonsten gern als Ganzjahres-Auto bezeichnet werden, nicht zuletzt, weil sein Stoffverdeck bestens gedämmt ist. Vier Personen finden im 2er Cabrio indes nur auf kurzer Strecke Platz – hinten ist für mittlere Entfernungen einfach zu wenig Fußraum.
Eher elegant als sportiv
Für die gezeigte Fahrdynamik fällt das Design des 2er Cabrios in unseren Augen etwas zu brav aus. Die Linien des 2er Cabrios betonen eher die Eleganz als die Sportlichkeit. Übrigens: Auch der Motorsound des 4-Zylinders dürfte für unser Gefühl noch kerniger klingen. Andererseits sind Cabrio-Fahrer bekanntlich Genussmenschen, die gerne genüsslich und komfortabel dahingleiten wollen. Apropos Komfort: Die Stoffhaube öffnet und schließt vollautomatisch binnen 20 Sekunden. Das funktioniert bei Geschwindigkeiten bis zu 50 Stundenkilometern. Auch komfortabel: Der Cabrio-Modus der Klimaanlage. In Kombination mit der drei-stufigen Sitzheizung und dem Windschott (gegen Aufpreis) lässt es sich selbst an sonnigen Wintertagen offen fahren. Eine Nackenheizung würde das perfekte Klima wunderbar ergänzen.
Wichtigste technische Daten:
BMW 2er-Reihe 230I Steptronic Cabrio M Sport
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