Im Januar erst der Ausstieg von Aston Martin, jetzt das für 2021 angekündigte Aus von Audi: Die DTM steht inmitten der Coronakrise vor dem endgültigen Aus.

Wie Audi mitteilte, wurde die Entscheidung auch „vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Herausforderungen infolge der Corona-Pandemie beschlossen“. Stattdessen setzt man in Zukunft nur noch auf die Elektroserie Formel E und den Kundensport.

„Heute ist ein schwieriger Tag für den Motorsport in Deutschland und Europa“, sagte DTM-Chef Gerhard Berger. Audis Entscheidung sei zu respektieren, sagte der Österreicher, kritisierte jedoch die Kurzfristigkeit: „Hier hätten wir uns – gerade in Corona-Zeiten – ein Vorgehen im Sinne unserer gemeinsamen Gesellschaft gewünscht.“

Die Situation habe sich nun „zusätzlich verschärft, und die Zukunft der DTM wird sehr stark davon abhängen, wie die Partner und Sponsoren auf diese Entscheidung reagieren“, sagte Berger.

Die Saison 2020, die aufgrund der Pandemie ausgesetzt ist, würde Audi noch bestreiten. Wenn denn überhaupt gefahren wird. Als Saisonstart ist Mitte Juli auf dem Norisring angepeilt, doch Berger hatte im Vorfeld bereits erklärt, dass Geisterrennen wirtschaftlich schwierig sind. Der Ausschluss der Öffentlichkeit dürfte angesichts des Virus für die nächsten Monate aber die einzige Möglichkeit sein, überhaupt Rennen zu fahren.

Mitstreiter BMW wurde ebenfalls auf dem falschen Fuß erwischt. „Wir haben gemeinsam mit der Dachorganisation ITR immer leidenschaftlich für die Zukunft und die Weiterentwicklung der DTM gekämpft. Wir werden die Situation und mögliche Konsequenzen jetzt aus allen Blickwinkeln bewerten“, heißt es aus München. mid