Vor 3 Jahren hat Hyundai den Ioniq eingeführt. Es war die erste Modellreihe, die mit 3 alternativen Antriebskonzepten angeboten wurde. Nun bekommt die reine E-Variante einen neuen Motor, der anstatt 120 PS nun 136 PS bereitstellt.

Auch die Reichweite legt deutlich zu, nicht zuletzt weil die Batteriekapazität um ein Drittel erhöht worden ist, nämlich von 28 auf 38,2 Kilowattstunden. Das führt dazu, dass die Reichweite des E-Ioniq um runde 30 Prozent auf nun 311 Kilometer (nach WLTP) zunimmt.

Und auch die Leistungsfähigkeit der Ladetechnik wurde verbessert. Nun können 7,2 Kilowatt geladen werden. Daraus resultiert eine Ladedauer von circa 6 Stunden. Weiterhin sind die Stecker nach Typ 2 und auch die für CCS an Bord. 

Neue Technik verbessert die Effektivität

Mit den Wippen am Lenkrad kann der Fahrer nun die Rekuperationsstärke aktiv wählen. 4 Stufen entscheiden, wie stark rekuperiert wird. Daneben ist der Ioniq mit einer smarten Rekuperationstechnik ausgestattet. Ohne willentlichen Einfluss des Fahrers nimmt sie Einfluss auf Rekuperationsstärke. Das funktioniert über den radargesteuerten Abstandsregeltempomaten und über die Messung des Neigungswinkels.

Fährt das Auto eine Steigung hoch, wird nicht rekurriert, rollt der Ioniq den Berg runter, wird stark rekuperiert. 

Leichtes Facelift

Der Ioniq fährt nun mit einem neuen „Kühlergrill“ vor, in den aktive Air-Flaps eingebaut sind, die den Luftdurchsatz steuern. Neu gezeichnet wurden auch die Scheinwerfer und die Tagfahrlichter.  Neue 16-Zoll-Felgen in der Optik eines Schaufelrads ergänzen den Feinschliff.

Nur wenig verändert zeigt sich der Innenraum. Ein 10,25 Zoll großer Bildschirm mit sogenannter Blue Link thront auf dem A-Brett. Blue Link ermöglicht den Zugriff auf Funktionen des Autos von einer kostenfreien App aus. So kann unter anderem die Raumtemperatur voreingestellt werden und Navi Ziele können schon von zuhause aus eingegeben werden. Auch der Ladestatus des Fahrzeugs kann von extrem abgerufen werden. Funktioniert nach einem etwas nervenden Anmeldevorgang (der zum Glück nur ein Mal ablaufen muss) bestens.

Praktische Sache: Stau-Assistent 

Durch die Kombination des Sparhalte-Assistenten mit dem Abstandsregeltempomat kann der Ioniq in Stau-Situationen teilautonom fahren. Dabei bremst er bei Bedarf bis zum Stillstand der Räder herunter und beschleunigt selbsttätig wieder, sofern das Signal dafür innerhalb von 3 Sekunden kommt. Ansonsten muss der Fahrer den Vorgang wieder aktivieren. Die Bilder, die die Rückfahrkamera liefert, können nun auf Wunsch des Fahrers auch während der Fahrt auf dem 10,25 Zoll-Display Dispaly betrachtet werden.

Fazit

Ich bin sehr gut mir dem neuen Hyundai Ioniq EV klar gekommen. Wie in jedem Hyundai fühle ich mich auf Anhieb wohl und komme mit der intuitiven Bedienung bestens klar. Das Fahrverhalten des schweren Fahrzeugs ist unauffällig, ich habe sein Mehrgewicht gegenüber einem Verbrenner kaum wahr genommen. Tatsächlich sind die 300 Kilometer Reichweite ohne weiteres möglich. Das hat mich beeindruckt. Vor allem, weil mein Fahrstil nicht auf Sparen ausgelegt war.

Ich habe alle Fahr-Modi – auch den Sport-Modus – genutzt. Der Kaufpreis des Ioniq EV von mindestens 36.000 Euro scheinen aktuell noch marktgerecht. Bleibt abzuwarten, wie sich das mit Markteinführung des VW ID entwickeln wird. Denn das neue E-Auto der Wolfsburger soll es mit ähnlicher Reichweite ab 30.00 Euro geben.

Technische Daten: Hyundai Ioniq EV

Hyundai Ioniq, Technische Daten