Führerscheinklasse B: Diese Gewichtsgrenzen gelten für Anhänger
Wer einen Führerschein der Klasse B besitzt, darf einen Pkw mit bis zu 3.500 kg zulässiger Gesamtmasse fahren. Beim Anhänger kommt es darauf an, wie schwer er laut Papieren sein darf.
- Bis 750 kg zulässige Gesamtmasse: Solche Anhänger dürfen mit einem geeigneten Pkw der Klasse B gezogen werden. Das Gespann darf dann insgesamt auf bis zu 4.250 kg zulässige Gesamtmasse kommen.
- Über 750 kg zulässige Gesamtmasse: Auch das ist mit Klasse B möglich, allerdings nur, wenn Auto und Anhänger zusammen höchstens 3.500 kg zulässige Gesamtmasse haben.
Die 750 kg markieren also nicht das Ende dessen, was mit einem normalen Autoführerschein erlaubt ist. Entscheidend ist, welche der beiden Regeln für das Gespann gilt.
Für viele Alltagsaufgaben ist ein leichter Anhänger besonders praktisch. Wer nach „Anhänger kaufen 750 kg“ sucht, findet bei Unitrailer verschiedene Modelle für den privaten Einsatz. Der Garden 201 KIPP ALU mit Aluminiumbordwänden eignet sich beispielsweise für Gartenarbeiten und kleinere Transporte, während der Garden Trailer 230 FD mit seiner längeren Ladefläche bei Umzügen oder beim Transport sperriger Gegenstände Vorteile bietet. Wer eine besonders kompakte Lösung sucht, kann zum Garden Trailer 150 KIPP greifen, der sich für kleinere Ladungen anbietet.
Anhänger über 750 kg mit Klasse B: Zwei Rechenbeispiele
Nehmen wir einen Pkw mit 2.000 kg zulässiger Gesamtmasse. Dazu kommt ein Anhänger, der laut Papieren bis zu 1.300 kg wiegen darf. Zusammen sind das 3.300 kg. Für diese Kombination reicht die Klasse B aus, sofern das Auto den Anhänger technisch ziehen darf.
Bei einem größeren Pkw mit 3.000 kg zulässiger Gesamtmasse sieht die Rechnung anders aus. Ein Anhänger mit 750 kg ist weiterhin erlaubt, obwohl das Gespann zusammen auf 3.750 kg kommt. Hat der Anhänger dagegen eine zulässige Gesamtmasse von 800 kg, reicht die Klasse B nicht mehr.
Ein häufiger Denkfehler: Für den Führerschein zählt nicht, wie schwer der Anhänger gerade beladen ist. Maßgeblich ist die eingetragene zulässige Gesamtmasse. Die findet man in der Zulassungsbescheinigung Teil I unter F.2. Die Nutzlast sagt dagegen aus, wie viel Gewicht tatsächlich zugeladen werden darf.
Anhängelast und Stützlast beim Pkw-Anhänger prüfen
Dass man einen Anhänger fahren darf, heißt noch nicht, dass das eigene Auto ihn auch ziehen kann. Vor dem Ankuppeln lohnt sich deshalb ein Blick auf drei Angaben:
- Anhängelast: Unter O.1 der Zulassungsbescheinigung Teil I steht der Wert für gebremste, unter O.2 der für ungebremste Anhänger. Gerade bei kleineren Pkw kann die Grenze deutlich unter 750 kg liegen.
- Stützlast: Sie bezeichnet die senkrechte Kraft, mit der die Deichsel des Anhängers auf die Anhängerkupplung wirkt. Maßgeblich ist der niedrigste zulässige Wert von Fahrzeug, Kupplung und Anhänger.
- Gesamtgewicht des Gespanns: Auch eine vom Hersteller vorgegebene Begrenzung für die gesamte Fahrzeugkombination muss eingehalten werden.
Anders als bei der Führerscheinregelung spielt bei der Anhängelast das tatsächliche Gewicht eine Rolle. Schwere Gegenstände sollten möglichst tief und nahe an der Achse liegen. Außerdem muss die Ladung so gesichert sein, dass während der Fahrt nichts verrutscht.
Welcher 750-kg-Anhänger passt zum eigenen Bedarf?
Nicht jeder braucht denselben Anhänger. Für Gartenabfälle, Werkzeug oder Baumaterial ist ein offener Kastenanhänger eine praktische Lösung. Beim Möbeltransport sind dagegen eine ausreichend große Ladefläche und ein passender Wetterschutz wichtig. Wer ein Motorrad mitnehmen möchte, ist mit einer dafür ausgelegten Transportlösung gut beraten.
Der Garden 201 KIPP ALU mit Aluminiumbordwänden bietet sich etwa für Arbeiten rund ums Haus an. Der Garden Trailer 230 FD bietet eine geräumige Ladefläche für sperrige Gegenstände. Für Motorradfahrer gibt es den MOTO 3 mit drei Motorradschienen. Er kann bis zu drei Motorräder aufnehmen, sofern deren Abmessungen und Gewicht zur verfügbaren Nutzlast passen.

B96 und BE: Wann braucht man einen Anhängerführerschein?
Wer einen großen Wohnwagen oder einen schweren Transportanhänger ziehen möchte, stößt mit Klasse B irgendwann an Grenzen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten.
Mit der Schlüsselzahl B96 darf man Gespanne mit einem Anhänger über 750 kg zulässiger Gesamtmasse fahren, wenn die zulässige Gesamtmasse der Kombination mehr als 3.500 kg, aber höchstens 4.250 kg beträgt. Eine besondere Fahrerschulung genügt, eine zusätzliche praktische Fahrprüfung ist nicht erforderlich.
Die Klasse BE erlaubt Anhänger mit bis zu 3.500 kg zulässiger Gesamtmasse hinter einem Zugfahrzeug der Klasse B. Hierfür muss eine praktische Prüfung abgelegt werden. Natürlich darf das Auto auch mit BE nicht mehr ziehen, als technisch zulässig ist.
Für viele Transporte im Alltag genügt der normale Autoführerschein. Wer die Gewichtsangaben seines Autos kennt und den Anhänger passend zum Einsatzzweck auswählt, gewinnt eine praktische Transportmöglichkeit für ganz unterschiedliche Vorhaben. Ob Gartenprojekt, Renovierung oder Ausflug mit dem Motorrad: Mit dem richtigen Anhänger lässt sich vieles einfacher organisieren.
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