Der neue Kia Optima II – Die koreanische Limousine ist gewachsen!
Die neue Limousine des südkoreanischen Autobauers Kia läuft ab Januar 2016 vom Band. Der neue Optima besticht durch sein europäisches Design, moderne Technologien, ausgewogenen Komfort und Sicherheitsattribute auf der Höhe der Zeit. Außerdem ist der Optima nun länger, höher und breiter.

Trotzdem bleiben die Koreaner bescheiden. Das macht sie sympathisch und gehört genauso zur südkoreanischen Kultur wie Spätzle zu den Schwaben oder das Oktoberfest zu Bayern. Allzu große Stückzahlen erwarten die Asiaten im deutschen Markt auch weiterhin nicht von ihrer Limousine. Sie sehen den Optima eher als Markenbotschafter, denn als Kassenschlager. Der Optima soll die Strahlkraft der Marke nach vorne bringen. Trotzdem würde man sich über einen Überraschungserfolg mit steigenden Absatzzahlen selbstredend freuen. Wenn in rund einem Jahr der Optima „Wagon“, also Kombi des Optima, in Deutschland auf den Markt kommt, könnte sich das ändern. Denn für die bekanntlich kombi-liebenden Deutschen könnte der Wagon ein spannendes Modell werden. Die Limousine könnte bis dahin der Wegbereiter für den Wagon sein und Marke wie Modell ins Bewusstsein der Menschen rücken.




Motoren:
Zum Marktstart stehen zwei Motoren für den Optima zur Verfügung. Das ist zum einen ein 1,7 Liter Diesel mit 141 PS und zum anderen ein 2.0 Liter Benziner mit 163 PS. Einstiegsausstattungsvariante für den Benziner ist die „Edition 7“. Sie kostet in Verbindung mit dem Benzin-Motor 24.990 Euro und hat, wie oben bereits erwähnt, ein 7-Zoll-Touchscreen-Navi, Knieairbags, Klimaanlage und Rückfahrkamera serienmäßig an Bord. Den Diesel gibt es erst in der nächst höheren Ausstattungsvariante „Vision“. Bei ihr ist darüber hinaus eine Klimaautomatik, beheizbare Vordersitze und ein Spurhalteassistent inklusive. So kostet der Optima 27.690 Euro als Benziner und 29.990 Euro mit dem Diesel-Motor. Das schnell und ohne erkennbare Schubunterbrechung schaltende Doppelkupplungsgetriebe ist für Vielfahrer beinahe unerlässlich und für alle anderen meine Empfehlung. Es kostet zwar 2.000 Euro extra, macht das Fahren aber deutlich komfortabler ohne negativen Einfluss auf den Verbrauch. Mit dem Diesel befeuert verspricht Kia übrigens einen Normverbrauch von 4,4 Liter auf 100 Kilometer. In der Realität dürfte dieser Wert rund 1,5 Liter höher liegen. In 11 Sekunden ist der Optima mit dem Diesel auf 100. Der Benziner gönnt sich einen DIN-Verbrauch von 7,4 Liter je 100 Kilometer. Im Alltagsbetrieb sollte in starker Abhängigkeit vom Fahrstil um die 9 Liter auf dem Bordcomputer des 1.600 Kilo wiegenden Optima II erscheinen. Mit dem Benziner versehen beschleunigt er in 9,4 Sekunden auf Tempo 100.
Wer auf eine kabellose Smartphone Ladestation nicht verzichten kann, der muss die teuerste Ausstattungsvariante „Spirit“ ordern und zusätzlich 150 Euro berappen.
Da man bei Kia weiß, dass Limousinen in dieser Fahrzeugklasse zu etwa 44 Prozent von Gewerbekunden gekauft werden, hat man für diese Zielgruppe zwei zusätzliche Ausstattungs-Varianten definiert. Die Intention dabei war, den Brutto-Listenpreis weiter zu drücken, um die Steuerlast durch den geldwerten Vorteil zu minimieren. Mit dem Business-Paket (25.290 Euro) und dem Business-Supreme-Paket (29.290 Euro) bekommen die Gewerbekunden sehr viel Ausstattung, die speziell für Vielfahrer interessant ist.
Fazit: Geringere Innenraum-Geräusche, moderne Technologie, mehr Raum, höherer Komfort, klares Design und überzeugenden Fahreigenschaften. Das ist der Kia Optima II. Sein Einstiegspreis von 24.990 Euro sollte den Weg zu einer Probefahrt beim Kia Händler noch leichter machen. 7 Jahre Garantie und ein 7-jähriges Mobilitätsversprechen lassen die Folgekosten zudem kalkulierbarer werden. Warum eigentlich nicht mal einen Kia ins Auge fassen …
Jan Weizenecker
Absolvent der Volks- und Betriebswirtschaftslehre der Albert-Ludwigs Universität Freiburg. Mal in kleinerem, mal in weiterem Radius, aber immer mit der nötigen Portion Humor, berichte ich seit 2012 über die Neuerscheinungen der Automobilwelt.
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