Was die Wagenfarbe über „ihn“ verrät
Was die Wagenfarbe verrät …
In Deutschland werden überwiegend Graue, Silberne und Schwarze Autos gekauft. Aber warum kauft der eine ein rotes Auto und der andere ein weißes Auto? Da liegt die Vermutung nahe, die Wahl der Farbe könnte doch mit der Persönlichkeit des Käufers in Verbindung stehen. Und tatsächlich, Wissenschaftler haben interessante Zusammenhänge herausgefunden. So wählen weibliche Singles meist auffallendere Farben als Verheiratete. Vielleicht ist es ja ein Ur-Instinkt, aber bestimmt ein Weg, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Junggesellen wählen übrigens überdurchschnittlich oft einen schwarzen Wagen.
Selbstbewusste Erfolgstypen
Für schwarze Autos entscheiden sich autoritäre, selbstbewusste Erfolgstypen. Sie wollen das Sagen haben, nicht nur im Straßenverkehr. Das bedeutet nicht, dass sie nicht auch mal großzügig auf die Vorfahrt verzichten können. Schwarz lässt kleinere Privatwagen wie prestigeträchtige Staatslimousinen aussehen. So können die Besitzer von Kleinwagen ihr Auto allein durch die Farbe aufwerten. Wer verheiratet ist, entscheidet sich eher für gediegenes Silber. Der Silber-Typ legt viel Wert auf Status. Das kühle Silber steht aber auch für Technikverliebtheit. Wobei der Trend aktuell weg von den Silbertönen geht. An ihre Stelle tritt verstärkt Grau. Eine Vorliebe für Grau verrät die Suche nach Wertigkeit und Zeitlosigkeit. Auf Grau fahren umsichtige Sicherheitsfanatiker ab.

Makellose Puristen
Weiß wählen hierzulande zurückhaltende, sensible Verkehrsteilnehmer, die gerne makellos vorfahren. Sie streben nach Purismus und einfachen Strukturen. Geparkt wird ausschließlich an erlaubten Stellen, nur aus Versehen wird die Geschwindigkeit übertreten. Fragt sich nur, was wir aus dem aktuellen Trend zu weißen Autos ableiten? Die Liebe zu weißen Mobilen schwappte übrigens aus Asien und dem Nahen Osten zu uns. Blau signalisiert einerseits den Ästheten, andererseits Zuverlässigkeit. Der Blau-Typ möchte nicht anecken. Sie sind die treuesten aller Fahrer. Darüber hinaus sind sie zuverlässig, pünktlich und vorausschauend. Der Blau-Fan ist besonnen, diplomatisch und vernünftig. Manchmal kann man ihm jedoch Sturheit unterstellen. Dunkelgrün drückt traditionelles Statusdenken und ein großes Maß an Selbstsicherheit aus. Das dunkle Grün kommt dem Blau sehr nah, steht aber für mehr Kontinuität und Toleranz. So sind Dunkel-Grün-Fahrer verlässliche Freunde und Ratgeber. Sucht man nach negativen Eigenschaften, könnte man eine gewisse Passivität anführen. Indes weißt ein helles Grün auf Kontaktfreudigkeit hin. Ihr Fahrer ist frisch und vielleicht noch grün hinter den Ohren. Ein leuchtendes Grün gilt auch als Farbe des Gifts.
Extrovertierte Genussmenschen
Der Rot-Fahrer will immer und überall auffallen, er gibt sich gern als extrovertierter Genussmensch. Er ist lebensfroh, liebt es sportlich und weil er gern im Mittelpunkt steht, lässt er es bisweilen auf den ein oder anderen Zweikampf ankommen – nicht nur auf der Straße. Rot-Fahrer wissen was sie wollen und wie sie sich durchsetzen, Kritikfähigkeit ist jedoch nicht ihre Stärke. Pastell-Gelb lässt indes auf eine depressive Veranlagung schließen, während von Knall-Gelb Optimismus pur ausgeht. Leidenschaftliche Autofahrer bevorzugen nicht selten leuchtende Gelbtöne. Beige-Töne stehen für das Bedürfnis nach Harmonie, ihre Fahrer wollen sich wohlfühlen. Bei Fahrern von Autos in Gold-Tönen soll das Sicherheitsdenken an erster Stelle stehen.
Biedere Traditionalisten
Bei Brauntönen fährt wohl oder übel die Biederkeit mit. In braunen Autos drückt sich auch die Rückbesinnung auf traditionelle Werte wie Familie und Freunde aus. Ein neuer Trend sind extrem reflektierende Karossen, sie werden von Fahrern bevorzugt, die auffallen wollen.
Nun wissen wir mehr zu den Autofarben und wie sie zu deuten sind. Das gibt uns die Chance, beim nächsten Flirt mal zu schauen, mit welcher Wagenfarbe sich unser Schwarm umgibt. Oder sollten wir gar unser Auto verkaufen und uns einen Wagen in der „richtigen“ Farbe zulegen? Vermutlich sollten wir ganz cool bleiben, sonst sind wir am Ende noch unausgeglichen.
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