Nissan Leaf als Zwischenspeicher für Solarstrom
Start frei für das von Nissan initiierte Projekt „i-rEzEPT“: Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) unterstützt das Projekt finanziell im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität. Das gemeinsam mit den Fraunhofer-Instituten für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM ins Leben gerufene Projekt lotet Chancen und Geschäftsmodelle für eine Integration von Elektrofahrzeugen in öffentliche und private Stromnetze aus. Der nicht Duden-taugliche, aber aussprechbare Name „i-rEzEPT“ steht für „intelligente rückspeisefähige Elektrofahrzeuge zur Eigenstrommaximierung und Primärregelleistungsmarkt-Teilnahme“.
Nissan stellt für das Projekt unter anderem die Fahrzeuge und die Lade-Infrastruktur zur Verfügung. Im Rahmen von Feldtests soll gezeigt werden, dass sich Elektrofahrzeuge mit dem Stromnetz sowie mit Immobilien jeglicher Art koppeln lassen. Die Batterien der Elektrofahrzeuge können dabei als Pufferspeicher für überschüssige Energie etwa aus lokalen regenerativen Quellen dienen. Solarenergie, zum Beispiel auf den Dächern von Einfamilienhäusern gewonnen, lässt sich so in den privaten Elektrofahrzeugen der Anwohner zwischenspeichern.

Zugleich könnten die Besitzer von E-Fahrzeuge am finanziell attraktiven Primärregelleistungsmarkt teilnehmen. Ab einer kritischen Masse von rückspeisefähigen Elektrofahrzeugen kann eine Bereitstellung von Primärregelleistung und damit eine zuverlässige Energieversorgung garantiert werden. Mit dem Projekt wollen die Partner herausfinden, wie hoch die kritische Masse in Abhängigkeit der Fahrzeugnutzung und des jeweiligen Gebäudes ist.
Für das Rückspeisen von Energie in lokale oder öffentliche Stromnetze benötigen Elektrofahrzeuge prinzipiell eine bidirektionale Ladetechnologie, oft als Vehicle-to-Grid (V2G)-Technologie bezeichnet. Der Nissan Leaf bringt diese technischen Voraussetzungen mit: Er kann nicht nur Strom aus dem Netz beziehen und in der Traktionsbatterie speichern, sondern bei Bedarf auch wieder zurückspeisen.
„Bei der Elektromobilität geht es nicht nur um die Frage, wie wir möglichst sauber und umweltverträglich von A nach B kommen“, erläutert Nissan Geschäftsführer Guillaume Pelletreau. „Wir brauchen ein ganzheitliches Konzept, das alle Akteure auf dem Strommarkt und in der Energieversorgung berücksichtigt. Elektroautos mit bidirektionaler Ladetechnik wie unser Nissan Leaf spielen dabei eine wichtige Rolle. Wir freuen uns darauf, diese Rolle mit Hilfe unserer Projektpartner und der Unterstützung durch die Bundesregierung zu erforschen.“
Der Förderbescheid wurde jetzt im Rahmen der 6. BMVI Fachkonferenz „Elektromobilität vor Ort“ in Bad Cannstatt überreicht. Das Projekt „i-rEzEPT“ wird im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität mit insgesamt 2.391.517,30 Euro durch das Bundesministerium gefördert. Das gesamte Projektbudget des Konsortiums beläuft sich auf 3 839 059 Euro. ampnet
Ähnliche Beiträge
28. August 2025
YANGWANG U9 knackt 472 km/h und schreibt Geschichte!
Atemberaubender Rekord im Norden Deutschlands: Die Luxusmarke YANGWANG, ein Premium-Label von BYD, hat mit dem neuen…
3. Januar 2019
Der neue BMW Individual M850i Night Sky ist ein Unikat
In der BMW Individual Manufaktur in Garching bei München entstehen seit mehr als 25 Jahren außergewöhnliche…
2. März 2018
Genf 2018: Das Premierenfieber grassiert (Teil 2)
Auch wenn ein paar Kandidaten die Messe schwänzen: Mit den 180 vertretenen Ausstellern sind die sieben Hallen des…
7. August 2018
Das a-Car – Elektro-Mobil für Afrika
Mobilität ist für uns Europäer ein normales Gut - wie Essen oder Trinken. Wenn wir es wollen, können wir in kürzester…
16. April 2017
Das 150.000ste Hybrid-Fahrzeug von Toyota geht an einen Stuttgarter
Geliebäugelt hat Wolfgang Locher mit dem neuen Toyota Crossover C-HR schon seit er die ersten Fotos gesehen hat. „Das…







