Passat GTE - Plug-In-Hybrid nun auch für den VW-Dauerbrenner

Passat GTE – Plug-In-Hybrid nun auch für den VW-Dauerbrenner

Der neue Passat GTE und Passat Variant GTE

Mit seinen über 40 Jahren ist der Passat einer der Dinos in der Volkswagen Modellpalette. Dass man bei den Wolfsburgern konsequent auf die Zukunft setzt, zeigt sich auch daran, dass jetzt auch der Passat eine wichtige Rolle in der Elektromobilitätsstrategie des Konzerns einnimmt. Im Klartext heißt das, dass nun auch der Modellklassiker als Plug-In-Limousine und -Variant Premiere auf dem europäischen Markt feiert.

Passat GTE 2015 Mit dem 1,4 Liter-TSI-Benzin-Motor und E-Maschine plus Hochvoltbatterie ausgestattet, ist der Passat neben XL1, e-Golf, e-Up und Golf GTE, das fünfte Modell aus Wolfsburg, das sich emissionsfrei bewegen lässt. Zumindest dann, wenn sein Strom aus erneuerbaren Quellen gewonnen wurde. Das ökologisches Bewusstsein des GTE-Fahrers spiegelt sich auch im besonderen Design des Stromers wieder. Die Kühlergrillmaske aus Chrom wird von einer zusätzlichen blauen Linie unterstrichen. Stilprägend sind das C-förmige LED-Tagfahrlicht und die Querspangen im Lufteinlass. Blau steht bei VW als Farbe für Elektromobilität und damit auch für den Plug-in-Hybrid.


Passat GTE 2015Bis zu 50 Kilometer rein elektrisch fahren

Fährt man den umweltfreundlichen Passat und stärksten Plug-in-Hybrid im Volkswagen Angebot, sollte man sich zunächst mit seinen Betriebsmodi auseinandersetzen. Im rein elektrischen Betrieb erklimmt der GTE theoretisch die 50 Kilometer-Reichweite-Marke. In diesem Modus kann man maximal 130 Stundenkilometer schnell fahren. Der Fahrer kann entscheiden, ob er rein elektrisch oder kombiniert fahren werden.

IMG_7643Auf den ersten Testfahrten bin ich rein elektrisch betrieben jedoch kaum über 40 Kilometer weit gekommen. Aber das reicht nach statistischen Erhebungen den meisten von uns aus, um die übliche Tagesstrecke zu bewältigen. Der „GTE Mode“  ist übrigens die ultimative Spaß-Taste und damit für mich ein Highlight dieses Autos. Hier stehen dem Motor 160 Kilowatt  bzw. 218 PS (Systemleistung) zur Verfügung, die zu Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h führen können. Gasannahme und Lenkung werden in diesem Modus  sportlicher abgestimmt. Das macht richtig Laune. Das maximale Drehmoment von 400 Newtonmetern spricht eine durchzugskräftige Sprache. Effizienz ist die Tugend des GTE. Denn der NEFZ-Norm-Verbrauch des Hybrid-Passat liegt bei nur 1,6 Litern und 12.2 Kilowattstunden bei lediglich 37 Gramm CO2-Emision auf 100 Kilometer.

IMG_7634In diesen genormten Verbrauchswert wird der Stromverbrauch jedoch nicht eingerechnet, weil davon ausgegangen wird, dass ausschließlich CO2-neutral gewonnener Strom verwendet wird. Auf Basis der Normwerte ergibt sich eine Reichweite pro Tankfüllung von 1.114 Kilometern. Also die Strecke Paris-London und zurück. Ohne Tankstopp wohlgemerkt. Der Innenraum unterscheidet sich, bis auf den Fahrmodi-Schalter, nur unwesentlich von den Passat-Brüdern. 180 Liter Stauraum gehen der 1,7 Tonnen Passat-Limousine allerdings durch die unter dem Ladeboden verbauten Akkus verloren. Erstmals bei VW wird im Passat ein Head-up-Displays eingebaut. Mit Apps wie der Car-Net e-Remote lässt sich per Smart-Phone unter anderem der Ladevorgang überwachen oder die Steuerung der Innenraum-Temperatur vornehmen, egal ob man sich im Auto oder außerhalb befindet.

Fazit:

Der Passat GTE besitzt mit dem Hybridantrieb das Rüstzeug für die Zukunft. Denn noch gibt es keine City auf der Welt, in der der Betrieb von Verbrennungsmotoren verboten ist. Noch nicht! Der rein elektrische Antrieb ist heute schon für die üblichen Kurz-Strecken-einsätze ausreichend. Dabei müssen die Kunden auch auf ihre Langstrecken-Ambitionen nicht verzichten. Dem Hybrid-Antrieb sei Dank. Fahrkomfort und Raumangebot unterscheiden sich nicht von den Passat, die mit reinen Verbrennungsmotoren ausgerüstet sind. Durch den „GTE-Schalter“ und dem phänomenalen  Kick-down-Effekt des Stromers ist der GTE für mich in Puncto Fahrdynamik und Fahrspaß der aufregendste Passat. Doch wie so oft ist auch hier der Preis das Problem. Mit einem Startpreis von 44.250 Euro (inklusive dem serienmäßigen Doppelkupplungsgetriebe) muss man ordentlich tief in die Tasche greifen.