Maserati Levante Trofeo – Sturm über Modena
Maserati Levante Trofeo – Aus Wind wird Sturm
Der Levante hat seit seiner Markteinführung vor rund 4 Jahren frischen Wind ins Produktportfolio der Italiener gebracht. 55.000 Stück des Luxus SUVs gingen seither über den Tresen der Maserati Händler. Nun kommt der Levante als Trofeo, der mit seiner überbordenden Kraft aus Wind einen Sturm macht. Wir haben das 580 PS leistende Luxus-SUV im Rahmen einer internationalen Presse-Vorstellung in der Region um Modena bereits gefahren.

Zur Markteinführung hatte Maserati eine edle Launch-Edition des Levante Trofeo kreiert, die 175.000 Euro kostete. Die auf 100 Stück limitierte Edition ist jedoch bereits ausverkauft. Nun kann der Serien-Trofeo bestellt werden, der mit 155.000 Euro ein wenig günstiger ist. Neben der gewaltigen Leistung von 580 PS kann der Levante Trofeo mit seinem 8-Zylinder-Benziner bis zu 730 Newtonmeter Drehmoment auf die Straße bringen. Damit ist der Levante Trofeo der stärkste Maserati aus Serienproduktion aller Zeiten.
Der bei bei Ferrari gebauten 3,8-Liter-Twin-Turbo-V8-Motor nutzt zur Kraftübertragung ein Achtgang-Automatikgetriebe (von ZF).
In nur 4,1 Sekunden beschleunigt dieser Power-Train aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 299 Stundenkilometer. Serienmäßig ist ein Allradsystem an Bord.

Stärkster Serien-8-Zylinder von Maserati
Eine Launch-Controll ermöglicht dem Trofeo einen fulminanten Start aus dem Stand. Sie lässt den Trofeo gleichsam aus den Startlöchern schießen. Ein beeindruckendes Getöse, bei dem man jedoch den Eindruck bekommt, dass dieses Urgewalt der Technik nicht wirklich gut tun kann. Unser Trofeo hat die Aktion jedoch klaglos überstanden.
Aus drei Fahrmodi kann der Trofeo-Fahrer wählen. Je nachdem ob er innerlich im Renn-Modus oder im Familien-Modus ist. Für die Ausfahrt am Sonntagmorgen bietet sich der Corsa-Modus an. Er macht den Sound noch monströser, die Gasannahme noch direkter und das Fahrwerk noch ein Stück sportlicher. So werden kurvenreiche Landstraßen zum Paradies. Nur geringe Wankneigungen reduzieren das Vergnügen im schweren und hochbauenden SUV. Der Normal-Modus ist ein schöner Mix für Fahrten mit der Familie. Wem der Sinn mal nach Spritsparen steht, für den hat Maserati sogar einen Eco-Modus eingebaut. Apropos Spritsparen. Wenn man den Levante Trofeo artgerecht bewegen möchte, sollte man Verbrauchswerte um die 20 Liter einkalkulieren. Für kundige Zeitgenossen sollte dieser Verbrauch für einen so starken 8-Zylinder mit 3,8 Liter Hubraum keine Überraschung sein. Wir halten diesen Verbrauch jedenfalls für leistungsgerecht.

Zurückhaltende Eleganz
Ein speziell gestalteter Kühlergrill charakterisiert die Exklusivität des Trofeo an der Schnauze. Carbon-Teile an der Front und am Heck stehen auch optisch für dynamischen Vortrieb. Seitenschürzen mit Carbon-Einsätzen prägen die Flanken. Auch die Lufteinlässe auf der Motorhaube unterstreichen die sportlichen Ambitionen des Trofeo. Vier runde V8-Abgasendrohre deuten am Heck auf die gewaltige Power hin.







Auch im Innenraum geht es hochwertig zu. Auch hier sorgen Carbon-Teile für Sportwagen-Feeling. Spezielle Nähte in Wagenfarbe runden das detailverliebte Ambiente ab.
Fazit:
Wer das nötige Spielgeld zur Verfügung hat und eine nahezu perfekte Verbindung aus Sportwagen und familientauglichem SUV möchte, der ist beim Maserati Levante Trofeo genau richtig. Bei aller Potenz – was Leistung und Sound betrifft – ist er zwar präsent, aber nicht aufdringlich. Maserati hat es mit dem Levante geschafft, die italienische Traditionsmarke unter den Fans luxuriöser SUVs zu etablieren und die verkauften Stückzahlen massiv nach oben zu treiben. Mit dem Trofeo sollte der Absatz des seit 2016 verkauften Maserati einen neuen Schub bekommen. Übrigens: 90 Prozent der Levante Käufer hatten davor eine andere Marke in der Garage. 63 Prozent fuhren davor einen SUV anderer Marken. Erwähnenswert am Rande: Nur 9 Prozent der Levante Fahrer sind weiblich. Ab September werden die ersten Trofeo voraussichtlich in Deutschland ausgeliefert.
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