Während der Automarkt immer noch unter Corona leidet, kennt der Motorradmarkt in Deutschland seit Mai nur eine Richtung – nach oben. Im September wurde mit 18.268 Neuzulassungen über 50 Kubikzentimeter Hubraum ein Plus von über 65 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat registriert. Hinter den ersten drei Quartalen steht kurz vor Saisonschluss, ein Wachstum von 21,5 Prozent. 182.254 Neuzulassungen bedeuten über 32.000 Verkäufe mehr, als in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres. Wer sind die Marktführer?

Zwar entfällt ein Großteil des Wachstums auf die kleine Klasse (Leichtkrafträder und -roller) zurück, die von der neuen B196-Führerscheinregelung profitiert, aber auch das klassische Motorradsegment kennt in diesem Jahr Steigerungen von bis zu 50 Prozent.

Unangefochtener Marktführer im Segment über 125 Kubikzentimeter Hubraum bleibt nach Zahlen des Industrieverbands Motorrad (IVM) BMW. Jedes fünfte verkaufte Motorrad über (20,8 Prozent) stammt von dort. Dahinter folgen nahezu gleichauf Honda, Kawasaki und KTM mit jeweils um die zwölf Prozent Marktanteil. Yamaha belegt nach den ersten neun Monaten Platz fünf (9,9 Prozent) vor Harley-Davidson (8,3 %), Suzuki (4,8 %) und Triumph (4,6 %). Es folgen Ducati (4,3 %) und Husqvarna (2,9 %). Auf Platz zehn gibt es mit Royal Enfield eine echte Überraschung. Die Inder konnten dank neuer Modelle wie der Himalayan und der 650er ihren Marktanteil auf 1,7 Prozent ausbauen und verkauften bis September fast 1900 Maschinen. Das ist eine Absatzsteigerung von 39,1 Prozent.

Nimmt man den Gesamtmarkt einschließlich der 125er in den Blick, bleiben BMW mit 23,2 Prozent und Honda mit 11,9 Prozent immer noch Marktführer. Da aber immerhin fünf Leichtkraftroller und -räder zu den zehn verkaufstärksten Modellen überhaupt gehören, geht Platz drei mit 10,9 Prozent an den Piaggio-Konzern. Bei den weiteren Marken der Top Ten des Gesamtmarktes gibt es dann nur marginale Platzverschiebungen: Es folgen KTM (9,9 %), Yamaha (9,8 %) und Kawasaki (8,8 %) sowie Harley-Davidson (5,1 %), Suzuki (4,0 %), Triumph (2,8 %) und Ducati (2,8 %). Von diesen sieben Marken führen drei gar keine Leichtkrafträder im Programm. ampnet