Fordert der neue Opel Astra den Golf heraus?
Was waren das doch für Zeiten. Als Opel und Ford bei jedem neuen Kompaktmodell mit dem Golf um die Vorherrschaft in Europa gerungen haben. Längst sind die Kuchenstücke im Groben verteilt. Während Ford mit dem Focus global betrachtet die Nase vorn hat, dominiert Volkswagen mit dem Golf und seinen Derivaten den Markt in Europa. Und Opel? Opel hat zuletzt stark unter den Unsicherheiten gelitten, die von der Konzernmutter aus den Amerika nach Europa schwappten.
Opel Astra
Zum Glück für Deutschland und die Arbeitsplätze hierzulande gab es am Ende ein Bekenntnis zu Opel. Chevrolet musste vom deutschen Markt weichen. Und mit dem Adam kam schnell ein Auto auf den Markt, mit dem Opel das angestaubte Image aufpolieren konnte. Nun steht der neue Astra in den Starlöchern. Zur IAA im September soll der neue Astra der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Ausgewählte Autojournalisten hatten heute schon die Gelegenheit, den Astra in Augenschein zu nehmen.
Opel möchte in der Kompaktklasse mit emotionalem Design und deutscher Ingenieurskunst punkten. Aus der Oberklasse bekannte Innovationen wie das Matrix-Licht sollen dem Astra helfen, neue Kunden zu gewinnen. Ob sich auch das angekündigte sportliche Fahrverhalten beweisen kann, wird sich auf der Fahrvorstellung im Herbst erweisen. Ein erster Blick auf den neuen Astra macht deutlich, dass sich die positive Designevolution, die mit dem Adam begann, auch im Astra fortsetzt. Trotzdem ist der Astra 2015 auf Anhieb als Opel zu erkennen. Sein nach hinten abfallendes Dach und markanten Linien versprechen schon im Stand Fahrdynamik. An der Front lächelt mir das aus dem Adam bekannte Smile-Gesicht freundlich zu. Das Heck kommt kraftvoll breit daher. Ausdrucksstark empfinde ich die LED-Heckleuchten, die die Designlinie der Karosserie wunderbar aufnehmen. Feine Details wie die beiden kleinen seitlichen Spoiler an der Heckscheibe haben auch funktionale Bedeutung. Hier soll die Luft besser abreisen können.
Im Innenraum fällt das ipad-artige Zentraldisplay mit seinem matten Metallrahmen positiv auf. Auch die hochwertigen und präzise verarbeiteten Materialien sind wohl eine Kampfansage an den Golf. Opel möchte seinen Astra Kunden künftig ein bisschen Luxus gönnen, wer bereit ist, dafür zu bezahlen, kann sogar belüftete Sitze mit Massagefunktion ordern. Mit „Android Auto“ und „Apple CarPlay“ lassen sich Smartphones unkompliziert in null-komma-nix auf das Display des Astra spiegeln. Mit dem OnStar genannten System kann unter anderem auch ein W-Lan-Netz im Auto aufgebaut werden. Das wird nicht nur die Kids freuen.
Nur 1.150 Euro soll das Matrix-Licht im Astra kosten. Das bisher ausschliesslich in Premiumfahrzeugen für richtig viel Geld erhältliche Licht macht den Lichtkegel vor dem Auto sichtbar länger und breiter. 16 individuell ansteuerbare LED-Elemente sorgen dafür, dass entgegenkommende Objekte ausgeblendet und niemand geblendet wird. Daneben gibt es ein System zum freihändigen Parken genauso wie einen Notbremsassistenten und einen Kollisionswarner.
Von 100 bis 150 PS reicht die Leistungsspanne der für den Astra zum Marktstart verfügbaren Motoren, die ihre Kraft aus 3- und 4-Zylinderaggregaten ziehen. Ein Diesel-Motor wird mit den Leistungsstufen 95 , 110 oder 136 PS ab Herbst bestellbar sein. Die Preise für den neuen Astra starten bei 17.260 Euro für den 100 PS-Benziner in der niedrigsten Ausstattungsstufe. Mit einem Diesel (95 PS) versehen beginnen die Preise des Opel Astra bei 20.260 Euro. Erst knapp unterhalb der 30.000 Euro Marke ist Schluss. Wer sich den ein oder anderen Luxus gönnt, kann leicht über 35.000 Euro erreichen.
Fazit: Mein erster Eindruck? Der neue Astra ist gelungen! Bei reduzierten Aussenmassen wirkt er innen geräumiger. Was mir nicht gefällt? Mhhh? Ich hätte anstatt den Wandler-Automatikgetrieben auch bei Opel im Astra Doppelkupplungsgetriebe (optional) erwartet, mit denen das Schalten getrost der Vergangenheit zugeordnet werden kann. Sie schalten schneller und sogar verbrauchsgünstiger, als die meisten von uns das können. Der Boden im Kofferraum ist rund 25 cm tiefer als die Ladekante. Das hilft dem Ladevolumen, belastet aber den Rücken. Opel prüft aktuell, ob bis zum Markstart ein doppelter Ladeboden angeboten werden kann, der dann bei umgeklappten Rücksitzen zu einer tendenziell ebenen Ladefläche führen würde.
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