Der Fiesta ST – 200 PS für den Kleinwagen-Klassiker
Auf ihn haben Fans sehnsüchtig gewartet. Nun gibt es den neuen Fiesta wieder als ST. Diese kleine pure Fahrmaschine stellt den Fahrspaß in den Fokus. Die dritte Generation des Ford Fiesta ST wird von einem 1,5 Liter großen und akustisch eindrucksvollen Drei-Zylinder-Turbomotor mit Benzin-Direkteinspritzung und intelligenter Zylinder-Steuerung angetrieben. 200 PS (147 kW) leistet diese Maschine im Fiesta ST. In nur 6,5 Sekunden sprintet der „ST“ aus dem Stand auf 100.

Der neue Fiesta ST wartet serienmäßig mit drei Fahrdynamik-Programmen auf, die der Fahrer per Tastendruck wählen kann: „Normal“, „Sport“ und „Rennstecke“. Entsprechend ändern sich jeweils die Abstimmung des Motors, der Lenkung und der elektronischen Stabilitätssysteme. Auch der Klang sowie die Lautstärke der serienmäßigen Doppelrohr-Auspuffanlage mit aktiver Klappensteuerung wird dem jeweiligen Fahrdynamik-Programm angepasst. Im Sport-Modus reagiert der Turbo-Benziner spürbar direkter auf Gaspedalbefehle, auch die Lenkung spricht unmittelbarer an. Die Auspuffanlage untermalt diese dynamische Abstimmung mit einem kernigen Sound. Im Modus „Rennstrecke“ werden alle dynamischen Fahrzeugsysteme auf möglichst schnelle Rundenzeiten ausgelegt. Die Traktionskontrolle ist abgeschaltet. Im oberen Drehzahlbereich klingt die Auspuffanlage besonders kehlig.
An der Verbundlenker-Hinterachse des neuen Fiesta ST kommt erstmals die von Ford entwickelte und patentierte Force Vectoring-Technologie zum Einsatz. Sie basiert auf kaltgeformten Fahrwerksfedern mit richtungsgebundener Wicklung, die mit variierenden Durchmessern sowie asymmetrisch ausgelegten Windungsabständen für jede Fahrzeugseite präzise angepasst werden. Dies bedeutet: In Kurven kann das Fahrwerk größere Querkräfte aufnehmen und sorgt somit für ein noch besseres Einlenkverhalten und für noch agilere Richtungswechsel mit präzisen Rückmeldungen – Eigenschaften, die sich überaus positiv auf die Fahrdynamik insgesamt auswirken, ohne dass dabei Nachteile beim Federungs- oder Abrollkomfort hingenommen werden müssten. Ebenfalls von Vorteil: die Gewichtsersparnis von zehn Kilogramm gegenüber konventionellen Achs-Anlenkungen. An den Vorderrädern setzt Ford auf Zweirohr-Dämpfer. Das Ergebnis: nochmals reduzierte Nick- und Rollbewegungen der Karosserie in Verbindung mit einem unverändert hohen Federungskomfort auch bei höheren Geschwindigkeiten..

Apropos Alltag: Auf meinen Testfahrten hat der ST runde 9,5 Liter genommen. Das ist in Relation zu dem, was wir dieser kompakten Fahrmaschine abverlangt haben, ein angemessener Wert. Wenn man seinen Gasfuß zügelt, sind um 2 Liter geringere Werte möglich. Bleibt nur die Frage, ob sich das mit dem zurückhaltenden Gasfuß machen lässt. Zu viel Spaß macht die Power-Kiste und zu geil klingt der durch eine Auspuffklappe und eine Soundverstärkung über Lautsprecher erzeugte Sound.
Technische Daten:
Ford Fiesta ST
Länge x Breite x Höhe (m): 4,07 x 1,74 x 1,47
Radstand (m): 2,49
Motor: R3-Benziner, 1497 ccm, Turbo, Direkteinspritzung
Leistung: 147 kW / 200 PS bei 6000 U/min
Max. Drehmoment: 290 Nm bei 1600–4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 232 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 6,5 Sek.
ECE-Durchschnittsverbrauch: 6,0 Liter
Effizienzklasse: D
CO2-Emissionen: 136 g/km (Euro 6d-Temp)
Leergewicht / Zuladung: 1262 kg / 372 kg
Kofferraumvolumen: 269–1093 Liter
Wendekreis: 11,7 m
Bereifung: 205/45 R17
Preis: 22.100 Euro
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