Erstes Date: Opel Combo Life
Mit dem Familien-(T)Raumschiff auf Reise
Opels Hochdachkombi Combo Life will nicht zuletzt mit einer (optionalen) dritten Sitzreihe überzeugen. Die technische Plattform „EMP2“ teilt sich der Combo aus Kostengründen mit seinen engen Verwandten Citroen Berlingo und Peugeot Partner. Die Nutzung dieser Plattform drängte sich auf, gehört Opel doch seit August 2017 zum französischen PSA Konzern. Dabei ist der praktische Combo längst kein Newcomer mehr. Denn das Raumwunder fährt inzwischen seit fünf Generationen zu den Opel-Kunden. Für alle Interessierten: Der Verkaufsstart ist schon für diesen Sommer geplant. Die ersten Combos werden dann im Herbst 2018 mit dem Namenszusatz „Life“ bei den Händlern anrollen.
Seine Karriere begann schon im Jahr 1986 – damals als „Combo A“. Ab 2001 hieß er „Combo D“. Dabei waren die ersten vier Generationen deutlich näher am Transporter orientiert, als die nun startende. Nun, nach 36 Jahren, will Opel den Combo Life mit französischer Unterstützung deutlich näher an PKW-Standards heranführen. Und wer soll den neuen Combo Life fahren? Für die Opel-Verantwortlichen ist das klar wie Kloßbrühe. Der Combo soll „der beste Freund im Leben der Familien“ werden. Auch die Nomenklatur macht es deutlich.
Während das Seitenprofil des Combos Life stark an den Citroen Berlingo erinnert, zeigt seine Front das aktuell für Opel typische Gesicht mit einem Trapez-Grill inklusive Chromspangen, die das Marken-Emblem halten. Der Combo wird in zwei Radständen angeboten, die beide mit einer dritter Sitzreihe ausgestattet werden können. Der Kurze kommt mit einem Radstand von 2.79 Metern. Der Längere bekommt großzügige 2.98 Meter mit auf die Straße. Seine Außenlänge misst dann entweder 4.40 Meter oder 4.74 Meter. Höhe und Breite bleiben unabhängig vom Radstand bei 1.85 Meter (b) und 1.80 Meter (h).
Auch der Innenraum erinnert stark an das Citroen Pendant. Jedoch mit etwas klassischerer Prägung um den typischen Opel Elementen – Instrumente, Armaturenbrett und Multifunktions-Lenkrad. Fürs bequeme Einsteigen sorgen links und rechts zwei serienmäßige, familienfreundliche Schiebetüren. Genauso wichtig ist für Familien der Stauraum in jeglicher Form. Im Combo wartet ein XXL-Ablage-Fach in der Mittelkonsole auf bis zu 1.5 Liter große Flaschen. Ein doppeltes Handschuhfach, das Überkopf-Staufach, sowie ein Fach über der Heckablage dienen als Platz für alles was mit muss. In Summe sind 27 Fächer oder Flächen fürs Hab- und Gut vorhanden. Kann man mehr wollen? Mit bis zu 4 Isofix-Halterungen für die kleinsten Familienmitglieder werden selbst der evolutiv ambitioniertesten Soccer-Mum keine Grenzen gesetzt. Selbstredend soll die Familie sicher unterwegs sein, so sind Verkehrsschild-Erkennung, Müdigkeitsassistent, Spurhalteassistent und Notbremsfunktion serienmäßig an Board des Familienschiffs.


Entscheidender als die Antriebe dürfte für die Kunden die Flexibilität beim Laden. Der Combo mit langem Radstand misst eine maximale Ladelänge von 3.05 Metern. 2.13 Meter bei aufgestelltem Vordersitz. In der Breite stehen innen1.24 Meter zur Verfügung. Für die Experten unter den Lesern: In den Combo passt eine Euro-Palette. In Zahlen ausgedrückt: Bis zu 597 Liter Kofferraum-Volumen bei aufgestellter Rückbank im Kurzen. 850 Liter (bis zu maximal 2.693 Liter) beim langem Radstand. Dabei wird der Combo – wie bereits erwähnt – in beiden Radständen optional als 7-Sitzer erhältlich sein. Das hintere Gestühl soll sich ohne Werkzeug ein und wieder ausbauen lassen. Das Gewicht der Sitzbank beträgt nur 14 Kilo. Insgesamt werden sich zudem bis zu 800 Kilogramm zuladen lassen.
Fazit:
Der Combo Life ist ein Freund der Familie. Effiziente Motoren, ein solide verarbeiter Innenraum mit moderner Technik und guter Konnektivität sollen die Entschieder in den Familien überzeugen. Auch wenn die Konkurrenz um Mercedes Citan, Renault Kangoo, VW Caddy Life oder Fiat Doblò wirklich groß ist. Leider verrät uns Opel noch nichts Genaues zum Preis. Die Einstiegsvariante (PKW) soll bei etwas über 20.000 Euro liegen. Eine später folgende Lieferwagen-Version wird deutlich günstiger erwartet.
Jan Weizenecker
Absolvent der Volks- und Betriebswirtschaftslehre der Albert-Ludwigs Universität Freiburg. Mal in kleinerem, mal in weiterem Radius, aber immer mit der nötigen Portion Humor, berichte ich seit 2012 über die Neuerscheinungen der Automobilwelt.
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