Durchsuchungen überschatten Jahrespressekonferenz von Audi
Audi hat 2016 einen Gewinn von 4,8 Milliarden Euro nach 5,1 Milliarden Euro im Vorjahr erzielt. Davon stellte das Unternehmen 1,8 Milliarden Euro für die Abwicklung der Dieselaffäre und möglicherweise mangelhafter Airbags des Zulieferers Takata zurück. Dies gab das Unternehmen heute auf seiner Jahrespressekonferenz in Ingolstadt bekannt, die von morgendlichen Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft am Stammsitz und in Neckarsulm überschattet wurde. Es besteht der Verdacht, dass Audi stärker in die Abgasmanipulation des Volkswagen-Konzerns verstrickt ist als bislang vermutet. Ein Unternehmenssprecher sagte, man werde in vollem Umfang mit den Behörden kooperieren.
Audi hat – inklusive seiner Marken Lamborghini und Ducati – im vergangenen Jahr rund 59,3 Milliarden Euro umgesetzt und damit 900 Millionen Euro (+1,5 Prozent) mehr als 2015. Der Absatz des Vorjahres wurde um fast 64 500 Fahrzeuge übertroffen. Das bedeutet ein Wachstum von 3,6 Prozent und mit 1 867 738 ausgelieferten Autos der Kernmarke ein neuer Rekordwert. „2016 war ein sehr herausforderndes Jahr für unser Unternehmen“, sagte Vorstandsvorsitzender Rupert Stadler. „Doch wir haben es mit einem robusten Ergebnis aus unserem Kerngeschäft abgeschlossen und wichtige Weichen für die Zukunft gestellt.“
So will Audi bis 2020 drei rein batterieelektrische Modelle auf den Markt bringen und danach weitere Baureihen elektrifizieren. Auch bei der Technologie für selbstfahrende Autos erhöhen die Ingolstädter als Führungsteam im Volkswagen-Konzern das Tempo. Eine neu gegründete Tochtergesellschaft, die Autonomous Intelligent Driving GmbH in München, arbeitet an einem System für fahrerloses Fahren im urbanen Raum. Die Technik soll in den Modellen verschiedener Konzernmarken einsetzbar sein. Gleichzeitig entwickelt Audi aktuelle assistierte und pilotierte Systeme weiter, etwa für die Autobahn oder Landstraße. Im neuen Audi A8 werden Kunden erstmals eine Level-3-automatisierte Fahrfunktion in Stausituationen bis 60 km/h einsetzen können.
Auch in diesem Jahr beteiligt Audi die Belegschaft am Unternehmenserfolg. In Abstimmung mit dem Gesamtbetriebsrat erhalten die Tarifmitarbeiter an den Standorten Ingolstadt und Neckarsulm eine Summe von durchschnittlich 3510 Euro (2015: 5420 Euro). In den Tochtergesellschaften gibt es ebenfalls entsprechende Regelungen zu Erfolgsbeteiligungen. ampnet
Ähnliche Beiträge
11. Juli 2020
Der Renault Zoe ist der Deutschen liebster Stromer
In den vergangenen Wochen hat die Nachfrage nach Elektroautos stark zugenommen. Verkaufstärkstes Modell auf dem…
6. August 2020
Der Kia Stonic kann künftig mehr
Kia hat den Stonic für das Modelljahr 2021 umfassend überarbeitet. Ab Ende des dritten Quartals gibt es zusätzliche…
20. Oktober 2020
Porsche Panamera bekommt 700 PS
Porsche schließt das Modellangebot beim Panamera unter anderem mit dem 700 PS (514 kW) starken Topmodell Turbo S…
15. Dezember 2016
Sechs Thesen zur Zukunft des Carsharings
Rund acht Jahre nach dem ersten Versuch in Ulm sind die mittlerweile rund 14 000 Autos des Carsharing-Pioniers Car2go…
26. Mai 2018
Germany’s next Topmodel Siegerin Toni bekommt einen ADAM
Im Finale von „Germany’s next Topmodel“ setzte sich die 18-jährige Toni bei der großen Live-Show im Düsseldorfer ISS…







