Die Messestars aus Detroit
In Detroit gehen die Uhren ein bisschen nach. Hier stehen nicht wie auf der CES in Las Vegas die zunehmende Vernetzung, das autonome Fahren oder die Elektromobilität im Fokus. Auf der North American International Auto Show (NAIAS) (8. bis 22. Januar) stehen schwerpunktmäßig dicke SUV, fette Achtzylinder und Pick-ups im XXL-Format aus US-Produktion im Rampenlicht. Was haben die deutschen Autobauer diesem eher konventionellen Mobilitätsangebot in der legendären Cobo-Hall entgegenzusetzen? Hier die Highlight der Messe.
Audi wagt einen seriennahen Blick in die Zukunft. Ein Oberklasse-Crossover aus SUV und Coupé namens Q8 Concept signalisiert die Vergrößerung der Q-Familie und zielt in die gleiche Richtung wie die von BMW und Mercedes bereits bekannte und erfolgreiche Kombination aus elegantem Styling und großem Platzangebot. Der dreidimensional ausgeformte Singleframe-Grill des Q8 ist noch größer als bei den übrigen Audi-Modellen. Als leicht nostalgische Referenz an den Ur-Quattro sind die C-Säulen sehr flach und sehr breit gehalten, die Radhäuser weit ausgestellt.
Auch die Stern-Marke will im frostigen Michigan brillieren und fährt die elegante Coupé-Version der E-Klasse vor. Sie bietet alle technischen Highlights von Limousine und T-Modell plus ein weiter verfeinertes und noch schickeres Innenraum-Konzept. Deutlich gewachsen ist das Platzangebot im Fond, das neue Coupé gibt den reisetauglichen Gran Turismo mit Premium-Ausstattung und -Preisen. Zum Marktstart im Frühjahr werden ein Diesel und drei Benziner angeboten, die zwischen 135 kW/184 PS und 245 kW/333 PS leisten. Mehr Motorisierungen werden folgen. Brandneu auf dem Mercedes-Stand ist auch das Sondermodell des S-Klasse Coupés namens „Night Edition“ mit einer ganzen Reihe besonders feiner Ausstattungsdetails.
Porsche ist 2017 nicht in Detroit vertreten, die Schwaben fühlen sich auf den Messen in Los Angeles im Herbst und in New York im Frühjahr besser aufgehoben. Ford will in der Cobo-Hall den facegelifteten Mustang vom Halfter lassen. Chevrolet kontert vor der Umstellung auf ein Mittelmotor-Konzept mit der letzten Evolutionsstufe der heckgetriebenen Corvette als 700 PS starke ZR1-Variante. Kia ist mit einem besonders sportlichen GT-Modell mit vier Türen namens „Stinger“ vertreten, der etwa gegen Audi A5 oder 4er BMW antreten soll.
Für die USA wichtig ist auch die Premiere des neuen Toyota Camry, der seit Jahren die dortigen Limousinen-Verkaufscharts dominiert. Honda stellt die Neuauflage des großen Odyssey ins Rampenlicht. Bei Infiniti wird unter dem Namen „QX50 Concept“ eine seriennahe Studie des künftigen QX50 zu sehen sein, in der ein Turbobenziner mit variabler Kompression und ein Rundum-Paket fürs autonome Fahren installiert sein dürfte. Und noch eine Premiere aus Detroit: Lexus entblättert den Nachfolger seines Flaggschiffs LS. Der Tisch für Autofans ist also reichlich gedeckt. mid
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