Bollinger B2: Elektro Pick-up soll 2020 in Serie gehen
Seit ewigen Zeiten sind in den Top-Ten der US-amerikanischen Automobil-Zulassungen etliche Pick-ups vertreten, ganz vorne mit dabei ist immer die F-Serie von Ford. Im vergangenen Jahr wurden 896.764 Exemplare verkauft. Chevrolet brachte es mit dem Silverado auf gut 586. 000 verkaufte Einheiten, und der Dodge Ram fand knapp über 500.000 Kunden. Alle verfügen über hubraumstarke und verhältnismäßig durstige Benziner. Jetzt will die US-amerikanische Firma Bollinger Motors mit einem elektrisch angetriebenen Pick-up den Markt aufmischen.
Von seiner Optik her erinnert er an den Defender von Land Rover, den es ja auch als Pritschenwagen in verschiedenen Versionen gab. Bollingers B2 ist fast noch kantiger gezeichnet als der kultige Brite, was die Produktion vereinfacht. So kann die Karosserie kostengünstig fast auf einer Abkantbank vorgenommen werden.



Da unter der „Motorhaube“ kein klassischer Verbrenner sitzt, hat Bollinger dort einen zusätzlichen Kofferraum untergebracht.
Die technischen Daten der E-Motoren – je einer pro Achse – dürften auch leistungsverwöhnte Amerikaner zufrieden stellen. Bollinger gibt für den Allradler einen Wert von 527 PS (388 kW) an, das maximale Drehmoment soll bei 697 Newtonmetern liegen. Damit sprintet der B2 nach Werksangaben in 6,5 Sekunden von null 0 auf 96,6 km/h (60 mph). Für den Einsatz in den USA ist die Höchstgeschwindigkeit ein eher theoretischer Wert: Sie liegt bei 161 km/h.
Die Batterie mit 120 Kilowattstunden ist im Wagenboden untergebracht. Sie soll ausreichend Energie für eine Fahrstrecke von über 300 Kilometern zur Verfügung stellen. Rund zehn Stunden dürfte es dauern, bis der Bollinger an Wechselstrom wieder komplett aufgeladen ist – per Schnell-Ladung soll das in 75 Minuten erledigt sein.
Gebaut werden sollen der B1 und der B2 bei Optimal Inc., einem Unternehmen aus Plymouth (Michigan).

Bollinger will seine E-Mobile auch exportieren, etwa nach Australien, Kanada, Neuseeland und in die EU. Bleibt abzuwarten, ob das mit der minimalistischen Sicherheitsausstattung der Fahrzeuge klappen wird. Sicherheitsgurte müssen ausreichen, den Einbau von Airbags haben die Amerikaner – zumindest bisher – für ihre Stromer nicht geplant. ampnet
Fotos: Bollinger Motors
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