Erwarten seine Fans nicht eher ein Proll-Auto? – Ein Interview mit Schauspieler Jürgen Vogel
Kriminelle, Dealer, Gangster, Schieber, Delinquenten, Malocher, Prolls, Mörder und Autoschieber. Das sind die Rollen, die Schauspieler Jürgen Vogel auf den Leib geschrieben scheinen. All diese Klischees hat Jaguar über Bord geworfen und den gebürtigen Hamburger zum Markenbotschafter gemacht. Seit 13 Jahren wirbt der 47-jährige Schauspieler für den englischen Autobauer. Was der drahtige Darsteller so ganz privat für ein Auto fährt, hat Der-Autotester.de am Rande des Oldtimer Grand Prix am Nürburgring gefragt:
Der-Autotester.de: Herr Vogel, Sie spielen ja meist nur Bösewicht-Rollen. Wie kommt nun ausgerechnet Jaguar dazu, Sie als Markenbotschafter auszuwählen?
Vogel: Das ist eine gute Frage. Ich glaube, als ich mit Jaguar angefangen habe zusammenzuarbeiten, war das alles noch ein bißchen anders. Das Image vom Jaguar-Fahrer war so älterer Herr mit Hut. Und die
Der-Autotester.de: Erwarten Ihre Fans nicht eher ein Proll-Auto bei Ihnen?
Vogel: Das Schöne daran ist doch nicht, was die Leute erwarten, sondern die Brüche. Das was sie nicht erwarten. Es ist immer spannend im Leben eine Mischung oder eher eine Unterschiedlichkeit zu haben. Das Klischee gibt es ja eh nicht. Das ist alles Quatsch. Die denken, der spielt immer nur den Bösen, dann ist der auch ein ganz Böser oder umgekehrt. Und die Leute, die dich im Film zum Lachen bringen, sind privat ganz oft Arschlöcher. Das Leben ist ganz anders als man denkt. Weißt du, die Leute, die den Bösen spielen, müssen es privat nicht auch noch tun oder sein. Was die Leute denken, ist mir echt wurscht. Ich muss das machen, was ich toll finde.
Der-Autotester.de: Lassen Sie mich raten, für welchen Jaguar Sie sich entschieden haben. Den F-Type?
Vogel: (lacht) Ja. Ist so. Davor bin ich einen XKR gefahren. Ist auch ein ganz tolles Auto.
Cornelia Weizenecker
Ich bin die Frau bei Der-Autotester.de. Autos sehe ich nicht durch die rosarote Brille. Von heißen Kisten bleibe ich (meist) unbeeindruckt. „Hauptsache es fährt“, lasse ich aber auch nicht durchgehen. Ganz im Gegenteil. Ein Auto muss für mich vor allem alltagstauglich, umweltschonend und bezahlbar sein. Nur bei Cabrios und Oldtimern kann ich schwach werden. Elektroautos bringen mich zum Strahlen.
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