Politik will abgelenkte Lkw-Fahrer stoppen
Auffahrunfälle von Lastkraftwagen auf stehende Fahrzeuge sind ein Horror-Szenario auf jeder Autobahn. Menschen in den betroffenen Autos haben in den meisten Fällen kaum eine Überlebenschance, wenn ihr Fahrzeug mit voller Wucht von einem tonnenschweren Brummi gerammt wird. Und es sind ganz banale Dinge, die einen solchen Unfall verursachen können. Häufig ist der Lkw-Fahrer einfach nur abgelenkt, weil er mit dem Handy telefoniert, mit dem Laptop arbeitet oder schlicht während der Fahrt ganz dreist Zeitung liest.
Diesem lebensgefährlichen Treiben will die Politik jetzt einen Riegel vorschieben. So setzt sich der Bundesrat für eine Modernisierung und Erweiterung der zahlreichen Regelungen zu Notbrems-Assistenten und Abstandswarnern ein. Dazu ist jetzt eine Entschließung gefasst worden. Darüber hinaus spricht sich die Länderkammer dafür aus, „fahrfremde und deutlich ablenkende Tätigkeiten“ wie beispielsweise Zeitunglesen als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld zu ahnden. Wie das allerdings mit einer dauerhaften Überwachung in der Praxis funktionieren soll, bleibt ein Rätsel.
Die Länder betonen zudem, dass der Grund für die Unfälle weniger die Technik selbst sei. Stattdessen müssten die rechtlichen Vorgaben angepasst werden, um die Technik optimal einzusetzen. Die Bundesregierung solle deshalb die EU-Kommission zur Anpassung der entsprechenden europäischen Verordnungen an die aktuellen technischen Möglichkeiten auffordern. Dabei müsse es vor allem darum gehen, die gesetzlichen Mindestanforderungen an Notbrems-Assistenzsysteme für Kollisionen mit stehenden Vorausfahrzeugen zu erhöhen.
Das Notbremssystem sollte permanent verfügbar und ein Abschalten des Systems nicht möglich sein, heißt es. Für verbesserungsfähig hält der Bundesrat auch die Identifikation kollisionsrelevanter Fahrzeuge, wozu auch kleinere Fahrzeuge inklusive Motorräder gehören müssten. Außerdem sei eine – zeitlich vorgelagerte – Abstandswarnung erforderlich, damit der Fahrzeugführer eine drohende Auffahrkollision selbst verhindern kann. mid
Ähnliche Beiträge
8. November 2016
Mehr Ausstattung für den Mazda MX-5
Mazda wertet den MX-5 auf. In der zweithöchsten Ausstattungslinie Exclusive-Line wird ein optionales Technik-Paket zum…
21. Juli 2020
Urlaub 2020: 82 Prozent setzen aufs Auto
In Zeiten der Coronavirus-Pandemie wollen die Deutschen vor allem mit dem Auto verreisen. Konkret sind es 82 Prozent,…
18. Juni 2019
Totwinkelwarner für den Hyundai Santa Fe
Nach der Branchenpremiere im Brennstoffzellenfahrzeug Nexo stattet Hyundai nun auch den Santa Fe mit einem Monitor für…
25. Oktober 2012
Skoda Rapid – Preiswerter Geselle mit gutem Charakter
Mit dem Rapid möchte Skoda die scheinbare Lücke zwischen Fabia und Octavia füllen. Scheinbar, weil der Rapid nahezu…
19. September 2017
Tanken in den Stadtstaaten am günstigsten
Autofahrer in den drei Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen tanken deutschlandweit derzeit am günstigsten. Nach…







