Hyundai lässt einen Ioniq autonom fahren
Hyundai hat in den USA im Rahmen der Los Angeles Auto Show (–27.11.2016) einen autonom fahrenden Hyundai Ioniq vorgestellt. Die Sensorik des Konzeptfahrzeugs ermöglicht autonomes Fahren auch im innerstädtischen Verkehr. Die Technik soll Grundlage einer neuen Plattform für kostengünstige Sicherheitssysteme sein.
Kernstück des Ioniq Autonomous Concept ist ein Laser-LIDAR-System, das unauffällig in der Frontschürze untergebracht ist und den Bereich vor dem Fahrzeug in einem Winkel von 130 Grad überwacht. Die drei Einheiten sind in der Lage, die genaue Position von Personen oder Objekten in der Umgebung des Fahrzeugs zu ermitteln. Zum Sensoriksystem gehören außerdem ein Fernbereichs- und Mittelbereichsradar, die vor allem den Bereich weit vor dem Fahrzeug abdecken, Seiten-LIDAR-Sensoren für die Überwachung der Umgebung neben dem Ioniq und ein Radarsystem am Heck.
Darüber hinaus kommen drei Stereokameras zum Einsatz, die Verkehrszeichen, Fahrbahnmarkierungen und die Signalisation durch Ampeln auswerten sowie Fußgänger in unmittelbarer Nähe erkennen. Ein GPS ermittelt die exakte Position des Autos. Diese wird mit hochauflösendem Kartenmaterial von „Hyundai MnSoft“ abgeglichen, das genaue Daten über Fahrbahnbreite, Gefälle oder Steigungen, Kurvenradien und andere für die Fahrt wichtige Angaben liefert.
Hyundai entwickelt außerdem ein eigenes Betriebssystem mit dem Ziel, den notwendigen Rechneraufwand für die Verarbeitung der Sensordaten und die Steuerung des Fahrzeugs so klein wie möglich zu halten. Darauf aufbauend will Hyundai eine Plattform für autonom fahrende Fahrzeuge einführen, die diese Technologie zu erschwinglichen Kosten für alle zukünftigen Modelle der Marke zur Verfügung stellt. 
Aktuell testet Hyundai autonom fahrende Automobile am Forschungs- und Entwicklungszentrum in Namyang in Südkorea. Das Unternehmen hat seit Anfang des Jahres die Erlaubnis, diese Fahrzeuge auch auf öffentlichen Straßen in städtischer Umgebung zu bewegen. (ampnet)
Fotos: Hyundai
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