Nissan und Honda erwägen eine Fusion
Der Wettbewerb auf dem Elektrofahrzeug-Markt wird zusehends härter. Nicht zuletzt deshalb erwägen Nissan und Honda die Kräfte zu bündeln. Die beiden japanischen Autobauer sind schon seit Mitte des Jahres in Gesprächen über eine mögliche Fusion. Es könnte auch sein, dass Mitsubishi Teil des Zusammenschlusses wird.
Formell seien die Fusionsgespräche von den Vorständen von Nissan und Honda genehmigt worden. Ein Zusammenschluss würde den drittgrößten Autobauer der Welt (nach Toyota und VW) schaffen. Es wäre zudem weltweit der größte Deal in der Branche seit der Fusion zwischen Fiat Chrysler und PSA vor 3 Jahren (heute Stellantis). Beide Autobauer befinden sich bereits in einer strategischen Partnerschaft. Teil des Deals könnte auch noch Mitsubishi werden, denn Nissan ist der Hauptaktionär von Mitsubishi.
Die Sache scheint indes schon weit fortgeschritten. Die geplante neue Holding soll im August 2026 an der Börse in Tokio starten. „Honda und Nissan haben begonnen, eine geschäftliche Integration in Betracht zu ziehen, und werden die Schaffung erheblicher Synergien zwischen den beiden Unternehmen in einer Vielzahl von Bereichen prüfen“, sagte Honda-Chef Makoto Uchida.
Honda und Nissan erwarten zusammen Umsätze in Höhe von 191 Milliarden Dollar sowie einen operativen Gewinn von 19,2 Milliarden Dollar. Durch den Zusammenschluss werden gewaltige Synergieeffekte erwartet.
Die Motivation für Nissan dürfte besonders hoch sein, denn das Unternehmen ist hoch verschuldet. Honda ist Japans zweitgrößter Automobilkonzern (nach Toyota) und wird aktuell mit einem Börsenwert von Höhe von über 40 Milliarden Dollar bewertet. Nissan ist die Nummer Drei in Japan, und wird an der Börse mit rund zehn Milliarden Dollar bewertet. Der französische Renault Konzern ist Großaktionär von Nissan. Die Franzosen sind angeblich offen für Fusionsgespräche. Der ebenfalls japanische Konzern Mazda erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024 runde 30 Milliarden Euro Umsatz, ist aber nicht an den Fusionsgesprächen beteiligt.
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