„Freistrom für alle“ lautet das Motto bei Nissan, einer der wegweisenden Automarken in Sachen Elektromobilität: Der japanische Hersteller betreibt gemeinsam mit Partnern wie den eigenen Händlern, Energie-Unternehmen und Kommunen heute bundesweit bereits mehr als 60 Schnell-Ladestationen, an denen Autofahrer unabhängig von der Marke und kostenlos ihren Stromer aufladen können. Bis zum Jahresende wird die Zahl laut Nissans Deutschland-Chef Thomas Hausch auf 110 ansteigen und somit zu Deutschlands größtem kostenfreien Schnell-Ladenetz werden.

Passend dazu vermeldet Nissan auf der weltgrößten Messe für Elektro- und Hybrid-Mobilität, der eCarTec in München, dass im September 2016 die Zulassungszahlen von Elektroautos im Vergleich zum Vorjahresmonat um 76 Prozent nach oben geschnellt sind. „Die Elektromobilität in Deutschland kommt in Bewegung“, sagt Thomas Hausch dazu.

Die meisten der Schnell-Ladesäulen in Nissans kostenlosem Netz sind „Multicharger“, die unterschiedlichen Standards entsprechen und neben einem sogenannten „ChAdeMO-Anschluss“ auch „CCS-“ und „Typ2“-Stecker bereithalten. Somit können laut dem japanischen Hersteller nahezu alle Elektromobilisten – unabhängig von Marke und Modell – „barrierefrei“ laden. Thomas Hausch sieht jegliche Konkurrenz in diesem Umfeld nicht nur gelassen, sondern als willkommene Belebung der gesamten alternativen Mobilität: „Wir lassen uns in diesem Punkt auch gerne von jeder Kommune und jedem anderen Automobilhersteller oder Energieversorger überholen – schließlich profitieren wir alle von einem möglichst flächendeckenden, frei zugänglichen Netz.“

Als Geschäftsführer der Nissan Center Europe GmbH unterstrich Thomas Hausch auf dem Zukunftskongress der Münchner Fachmesse, dass eine gute Lade-Infrastruktur die Voraussetzung sei, damit die Elektromobilität in Deutschland richtig in Fahrt kommt. Wichtig sei dies vor allem aus folgendem Grund: In den kommenden Jahren würden sich laut Hausch die E-Fahrzeuge immer mehr zu Langstrecken-Fahrzeugen entwickeln. Deshalb werde es vor allem an Drehkreuzen der Mobilität wie an Autobahnen einen großen zusätzlichen Bedarf an Schnell-Ladung geben. Hausch: „Dafür müssen wir Geld ausgeben, aber ich habe keinen Zweifel, dass das lückenlos und mit genügend Kapazität geschehen wird.“

Die nötige Reichweite für Langstrecken sei kein Hirngespinst, so der Automobil-Manager. Die dritte Generation des Leaf komme inzwischen nach zunächst knapp 200 mittlerweile dank 30 kWh-Akkublock auf 250 Kilometer Reichweite. Man könne erwarten, dass sich diese Entwicklung in den nächsten Jahren fortsetze. Hausch verspricht: „Wir wollen weiterhin dem Anspruch gerecht werden, die größten Reichweiten in der Preisklasse anbieten zu können.“

Um die Akzeptanz der alternativen und emissionsfreien Antriebstechnik weiter zu steigern, baut Nissan sein Netz sukzessive aus. Bis zum Jahresende 2016 entstehen bis zu zehn weitere Schnell-Ladestationen bei Vertragspartnern der Marke oder in Zusammenarbeit mit Städten und Kommunen sowie lokalen Energieversorgern. Gemeinsam mit dem Autohaus Kirch in Monschau und den Stadtwerken Aachen wurde zum Beispiel gerade die erste Schnell-Ladestation in der Nordeifel in Betrieb genommen. Innerhalb von 20 Minuten lässt sich dort die Batterie vieler Elektroautos auf 80 Prozent aufladen – Tag und Nacht, rund um die Uhr.

Den Grundstein für seine Vorreiterrolle in Sachen E-Mobilität legte Nissan 2011 mit dem kompakten Stromer Leaf. Mit ihm brachten die Japaner damals das erste in Großserie gebaute Elektroauto auf den Markt. Mittlerweile hat sich der Leaf als lokal emissionsfreies Fahrzeug der sogenannten „Golf-Klasse“ zum meistverkauften Stromer der Welt entwickelt. Neben dieser kompakten Familien-Limousine steht mit dem e-NV200 ein vielseitiger Elektrotransporter als weiteres Elektromodell bei den Händlern. Eine Übersicht über die nächstgelegene, von Nissan unterstützte Ladesäule finden Interessierte Elektro-Mobilisten im Internet unter: hier  (mid)

Foto: Nissan