Der japanische Mitsubishi Konzern baute sein erstes Auto bereits 1917. Die eigenständige Automarke „Mitsubishi Motors“ wurde jedoch erst 1970 gegründet. Mittlerweile gehört Mitsubishi-Motors der „Renault-Nissan-Mitsubishi-Alliance“ an. Durch den Zusammenschluss der drei Marken erhoffen sich die Verantwortlichen neue Synergien in Themen wie dem autonomes Fahren oder alternative Antriebe.In der Geschichte von Mitsubishi-Motors spielten SUV-Modelle von Anfang an eine große Rolle. Bereits 1936 entwarf Mitsubishi einen der ersten Vorreiter heutiger SUVs. Damals war das jedoch lediglich eine Limousine, die ein etwas höher gelegtes Fahrwerk besaß. Auch dieses Konzept hat bekanntlich heute Konjunktur. Das erste SUV, wie wir es heute kennen, brachte Mitsubishi im Jahr 1982 in Form des „Pajero“ auf den Markt. Dieser wird bis heute gebaut. Wenn auch nicht überall unter diesem Namen, denn er hat auf Spanisch eine wenig verkaufsfördernde Bedeutung. Mittlerweile sind 77 Prozent der verkauften Mitsubishi-Modelle sogenannte SUVs. Aber warum nun ein SUV-Coupé? Bisher beurteilten die Käufer von Mitsubishi die Marke in erster Linie als zuverlässig und ehrlich, jedoch kaum als stylisch. Bereits 2015 wurde deshalb ein neuer Designer (aus dem Hause Nissan) eingestellt, um frischen Wind in das Design der Fahrzeuge zu bringen.Klare Vorgabe an das Designer-Team war dabei ein frisches Design, das in die Zeit passt, aber nicht aneckt. Ein SUV-Coupé ist in den Augen des Verfassers die schnittige Mischung aus Geländewagen, Limousine und Coupé. Beispielhaft können hier BMW X4, Mercedes GLC Coupé oder der Honda HR-V genannt werden.

Bekannter Name und Designelemente

Der Name Eclipse stammt von einem Coupé aus dem Hause Mitsubishi, das zwischen 1990 und 2012 gebaut wurde und bis heute noch im Straßenbild zu sehen ist.
Der Eclipse Cross ist im Vergleich zu seinem flachen Bruder deutlich höher. Er basiert auf dem Mitsubishi Outlander. Mit einer Länge von 4,41 Meter ist er jedoch deutlich kleiner als das klassische SUV. Damit platziert er sich in der Mitsubishi Modellpalette zwischen dem ASX und dem Outlander. Die Front des Eclipse Cross mit den schmal gezeichneten Scheinwerfern und den markentypisch mittig platzierten drei Rauten ist sofort als Mitsubishi zu erkennen. Die schmal gezeichneten Rückleuchten mit dem Knick erinnern an den Volvo XC40, die zweigeteilte Heckscheibe an den Toyota Prius. Die Heckscheibe des Eclipse Cross wird durch die dritte Bremsleuchte getrennt.

Solider und flexibler Innenraum

Der Innenraum des Eclipse Cross ist solide verarbeitet. Die Materialien im Blickfeld erscheinen ordentlich. Das Lenkrad des Eclipse Cross liegt gut in der Hand. Die Platzverhältnisse sind sowohl im vorderen Teil des Autos, als auch im hinteren Teil ausreichend dimensioniert. Vier Erwachsene finden hier eine angenehme Unterkunft. Mit der um bis zu 20 cm verschiebbaren Rücksitzbank kann schnell und einfach mehr Platz für Mitfahrer auf der Rückbank oder für Gepäck im Kofferraum geschaffen werden. Die Rücksitzlehne lässt sich dabei je nach Bedarf in der Neigung verstellen und asymmetrisch umklappen. Das Fassungsvolumen des Gepäckabteils beträgt bei nach vorne geschobener Rücksitzbank 485 Liter. Legt man die Rücksitzbank um, bietet der Eclipse Cross bis zu 1.159 Liter Gepäckraumvolumen. Als Infotainment-System steht den Passagieren ein mittig auf dem Armaturenbrett platzierter Touchscreen-Bildschirm zur Verfügung. Serienmäßig kommt der Eclipse Cross ohne fest-eingebautes Navigationssystem daher. Mitsubishi bietet jedoch serienmäßig die Möglichkeit, die Navigation am Handy beispielsweise über Google Maps zu starten um anschließend das Handy mit dem Auto zu verbinden. Die Anzeige des Handys wird dann über Android Auto oder über Apple Carplay direkt auf den Infotainment-Bildschirm übertragen. In der Praxis funktioniert das gut, aber wie bei manch anderem System jedoch ist der Fahrer auf den Mobilfunk-Empfang des verbundenen Smartphones angewiesen. Gegen Mehrpreis kann das Infotainment-System auch mit einem integrierten Festplattennavigationssystem bestellt werden. An Bord ist auch ein Touchpad auf der Mittelkonsole, über welches das Infotainment-System gesteuert werden kann – ohne unschöne Schmierfinger-Abdrücke auf dem Touch-Bildschirm. Zudem gibt es für den Mitsubishi Eclipse Cross optionale Zusatzfunktionen wie zum Beispiel einen Abstandstempomaten, ein ausklappbares Head-UP-Display, Sitzheizung Vorne und Hinten, Lenkradheizung und ein Glas-Panoramadach.

Angenehmes Dahingleiten

Der Mitsubishi Eclipse Cross kommt im Januar 2018 mit einem 1,5 Liter Turbo-Benzinmotor und Allradgetriebe auf den Markt. Sein Vierzylinder-Triebwerk leistet 163 PS du stellt 250 Newtonmeter Drehmoment bereit. Der Sprint aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer gelingt in 9,8 Sekunden. Bei Bedarf erreicht der Eclipse Cross knappe 200 Stundenkilometer als Top-Speed. Das SUV-Coupé kommt immer mit einem Stufenlosen CVT-Automatikgetriebe daher. Das Fahrgefühl des CVT-Getriebes ist um Längen besser, als frühere CVT-Getriebe, kann aber seine technologische Herkunft und die damit verbundenen Charakteristika nicht komplett ablegen. Mitsubishi hat dem Getriebe jedoch eine intelligente Elektronik verpasst, die unmotiviertes Hochdrehen eindämmen soll.  Programmierte Fahrstufen simulieren die gewohnten Gangunterteilungen. Zwischen acht simulierten Gängen kann per Wippe hoch- und runtergeschaltet werden. Dabei liebt dieses Getriebe die ruhige Gangart. Bei sportlicher Fahrwiese erreicht es indes nicht die Qualität einer modernen Wandler-Automatik oder eines Doppelkupplungsgetriebes. Im Laufe des kommenden Jahres 2018 soll dem bislang einzigen Motor ein 2,2 Liter Diesel folgen. Der wird dann mit einem neuen Wandler-Automatikgetriebe verfügbar sein. Auch eine elektrifizierte Variante des Eclipse Cross soll folgen, einen Zeitpunkt für dessen Markteinführung verrieten die Mitsubishi-Verantwortlichen jedoch noch nicht.

Fazit

Der Mitsubishi Eclipse Cross bietet die typischen SUV-Vorteile wie eine hohe Sitzposition, gute Übersicht und Variabilität. Potenzielle Käufer finden bei diesem Japan-SUV-Coupé ein freches und insbesondere am Heck auffälligen Design zu einem vergleichsweise günstigen Preis-Leistungsverhältnis. Optional erhältliche Assistenzsysteme und Sicherheitsfeatures machen den Eclipse Cross zu einem modernen und sicheren Begleiter im Alltag. Das SUV-Coupé startet im Januar zu einem Preis von 21.990 Euro. Wählt man alle erhältlichen Extras aus der Aufpreisliste, dann steigt der Preis des Eclipse Cross auf ca. 35.000 Euro.

Technische Daten

Mitsubishi Eclipse Cross 1,5 T-MIVEC ClearTec 4WD

Länge x Breite x Höhe (m): 4,41 x 1,81 x 1,69
Radstand (m): 2,67
Motor: 1,5-Liter-Turbo-Benziner
Leistung: 120 kW / 163 PS bei 5500 U/min
Max. Drehmoment: 250 Nm bei 1800 – 4500 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 9,8 Sek.
ECE-Durchschnittsverbrauch: 7,0 Liter
CO2-Emissionen: 159 g/km
Effizienzklasse: D
Leergewicht / Zuladung: min. 1500 kg / max. 595 kg
Bodenfreiheit: 183 mm
Kofferraumvolumen: 395 – 1159 Liter
Anhängelast gebremst/ungebremst: 1600 kg / 750 kg
Preis: 32.690 Euro