Sein Debut feierte der elegante Zweitürer 1966 auf dem Internationalen Automobilsalon in Genf. Der Fünfsitzer mit Heckmotor und Heckantrieb ging im Oktober desselben Jahres in Serie und stellte seinerzeit den Höhepunkt der Ein-Liter-Klasse dar. Der MBX basierte auf dem Großserien-Viertürer Škoda 1000 MB, der sich mit der damals selbsttragenden Karosserie und dem hinter der angetriebenen Hinterachse eingebauten Motor rühmen konnte. Für den Bau des Škoda 1000 MB baute Škoda Anfang der 1960er-Jahre in Mladá Boleslav ein komplett neues Werk in unmittelbarer Nachbarschaft zu den bestehenden Fabrikgebäuden.ŠKODA 1000 MBXDie Geschichte des Zweitürers MBX reicht bis ins Jahr 1960 zurück, als die zwei Prototypen namens Škoda 990 Tudor gebaut wurden. Die spezielle Karosserie mit deutlich negativer Neigung der hinteren Säulen, die in die panoramatische Heckscheibe übergingen, und mit zwei Türen mit rahmenlosen Scheiben sind im Werk Kvasiny entstanden. Die Karosserie behielt die großzügige Geräumigkeit des Basis-Stufenhecks, als Bonus bot sie eine bessere Seitenaussicht. Nicht nur Fahrer und Beifahrer konnten die Fensterscheiben in den Türen herunterkurbeln, sondern auch die Insassen auf der Rückbank hatten die Möglichkeit kleine Fenster zu öffnen. Darüber hinaus verbesserten die ausklappbaren Türen in Dreiecksform die Innenraumbelüftung. Er entzückte die Besucher mit seinen originellen Formen. Mit den umfangreich verglasten Flächen hinterließ der Zweitürer den Eindruck, als würde er keine Mittelsäulen haben. In der Tat endeten die
Mittelsäulen in der Mitte der Karosserie unter der Fensterlinie und deren schmaler oberer Teil wurde zusammen mit der hinteren Seitenscheibe heruntergekurbelt. In diesem Moment konnten die Insassen einen exzellenten Ausblick und den außergewöhnlich luftigen und geräumigen Innenraum genießen.
ŠKODA 1000 MBX Der Škoda 1000 MBX wurde von einem Otto-Vierzylinder mit einem Hubraum von 988 cm3 und einer Leistung von 38 kW (52 PS) bei 5000/min angetrieben. Das Automobil mit dem Leergewicht von 815 kg und einer Nutzlast von 375 kg erreichte die Höchstgeschwindigkeit von 127 km/h. Der Kraftstoffverbrauch betrug 7,8-8,0 Liter Benzin auf 100 km. Standardmäßig war der Wagen mit zwei Jikov-Vergasern bestückt, nur in einigen Dutzend Einheiten war ein Motor mit nur einem Vergaser eingebaut worden. Die zeitintensive Montage des Škoda 1000 MBX mit einem hohen Anteil an Handarbeit lief im Oktober 1966 im eigenständigen Betriebsabschnitt des Werkes Mladá Boleslav an, um die Hauptproduktionslinie nicht zu verlangsamen. Die letzten zwölf MBX Modelle der insgesamt 1403 Exemplare der Ein-Liter-Ausführung sind Anfang des Jahres 1968 vom Band gerollt.
Bereits im November 1967 wurde das Angebot der Marke um die dynamischere Ausführung 1100 MBX De Luxe erweitert. Die Leistung des Motors mit einem Hubraum von 1107 cm3 blieb unverändert, der Vorteil bestand im besseren Durchzugsvermögen – 81,4 N.m gegenüber den ursprünglichen 75,5 N.m. Weitere Optimierungen waren beispielsweise die leistungsstärkere Ölpumpe und die wirksamere Kühlung. Die stärkere Version wurde bis 1969 insgesamt 1114 Mal gebaut, insgesamt sind also 2517 MBX-Zweitürer entstanden. Heute zählt das Modell zu geschätzten Oldtimern. An die Erfolge der zweitürigen Version MBX knüpfte das legendäre Coupé Škoda 110 R (1970-1980), gefolgt von den Modellen Škoda Garde und Rapid.