VW Arteon – Der neue Held des Volkswagen Konzerns?
VW und Luxus. Das ist eine Sache für sich. Wo die Wolfsburger in der Mittelklasse dominieren, musste man bisweilen die Oberklasse Fleischtöpfe der Konkurrenz überlassen. Mit dem Arteon präsentiert der Volkswagen Konzern nun sein neues Flaggschiff das Mercedes, Audi, BMW und Co einheizen soll. Der Arteon will bewusst nicht Nachfolger des 4-türigen Coupés CC sein, das in letzter Generation nicht mehr den Beinamen Passat trug. 
Der Arteon basiert, wie auch der Passat, auf dem Modularen Querbaukasten des VW- Konzerns(MQB). Mit einer Länge von 4.86 Meter, einer Breite von 1.87 Meter und einer Höhe von 1.43 Meter steht der Arteon sportlich-breit auf seinen runden 20 Zoll Säulen. Sein Radstand misst mit 2.84 Meter fünf Zentimeter mehr als der des Passats. An das Gesicht des neuen Volks-Stars werden wir uns gewöhnen müssen, denn es soll so ähnlich auch den neuen Touareg zieren.
Der bis in die Lichter gezogene breite Kühlergrill gefällt nicht jedem auf Anhieb, sorgt aber für optische Breite und chromige Eleganz. Apropos Eleganz. Das neue Modell wird es künftig neben der gewohnt sportlichen R-Line (mit großen Lufteinlässen) künftig auch in der dezenteren Variante „Elegance“ geben. Klingt nach Mercedes – aber sei’s drum. Für welche Linie man sich auch immer entscheiden mag, das wunderschön gezeichnete Heck und die langgezogene, flache Coupelinie gefallen uns ausgesprochen gut. Trotzdem fehlt dem VW im Vergleich zu anderen Oberklasse-Limousinen vielleicht etwas der Aha-Effekt.
Ein großes Plus des Arteon ist seine weit aufschwingende Kofferraumtür. Sie öffnet ihre riesige Pforte zur Klassen besten 563 bis 1.557 Liter-Gepäck-Großraum-Halle. Das Raum Konzept mit der oben am Dach angeschlagenen weit aufschwingenden Kofferraumklappe kommt uns aus dem Skoda Superb bekannt vor. Bleibt abzuwarten, ob diese Praktikabilität auch von den weniger nutzen-orientierten Kunden der Premium-Klasse goutiert wird.
Zahl und Qualität der Assistenzsysteme im Arteon erscheint beeindruckend. Vieles davon wurde zwar bereits 2017 mit dem Golf Update eingeführt. Was deren imposante Funktionen jedoch keineswegs abwerten soll. Die Automatische Distanzregelung (ACC) und die Geschwindigkeitserkennung arbeiten Hand in Hand und lassen auf Wunsch den Arteon intelligent teilautonom fahren. Weiteres Highlight: Das Kurvenlicht erkennt durch die Verwendung der Geo-Daten aus der Navi-Software, wann beispielsweise eine Kurve ansteht – diese wird dann frühzeitig ausleuchtet. Hier muss sich der Arteon vor gewiss nicht vor der Premium-Konkurrenz verstecken.
Trotzdem möchte der Arteon den S-Klassen dieser Erde wohl nicht zu nahe rücken. Seine Positionierung im Markt geht mit einer sportlichen Abstimmung einher. Vielleicht auch, um der Komfort-Konkurrenz aus dem Wege zu gehen, denn das Projekt-Phaeton hat sich bekanntlich leider nicht bezahlt gemacht.
Fazit:Technische Daten
Volkswagen Arteon TSI 4Motion
Länge x Breite x Höhe (m): 4,86 x 1,87 (mit Spiegeln 2,13) x 1,45
Radstand (m): 2,84
Motor: 4-Zyl.-Turbobenziner, 1984 ccm
Leistung: 206 kW / 280 PS von 5100–6500 U/min
Max. Drehmoment: 350 Nm von 1700–5600 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 5,6 Sek
ECE-Durchschnittsverbrauch: 7,3 Liter/100 km
CO2-Emissionen: 164 g/km
Effizienzklasse: C
Leergewicht / Zuladung: min. 1716kg / max. 599 kg
Gepäckraumvolumen: 563Liter
Max. Anhängelast: 2200 kg
Reifen: 245/40 R 19
Wendekreis: 11,9 m
Basispreis: 49.900 Euro
Jan Weizenecker
Absolvent der Volks- und Betriebswirtschaftslehre der Albert-Ludwigs Universität Freiburg. Mal in kleinerem, mal in weiterem Radius, aber immer mit der nötigen Portion Humor, berichte ich seit 2012 über die Neuerscheinungen der Automobilwelt.
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