Subaru Outback (2022): Geländetauglicher Familienkombi – Nutzwert steht im Vordergrund

In seiner 6. Generation nutzt Subaru nun eine Toyota Plattform, um die Kosten zu reduzieren. Ansonsten bleibt der Subaru Outback was er seit seiner Einführung als Legacy Outback im Jahr 1995 schon immer war. Eine optische Mischung aus SUV und Kombi, gern auch Crossover genannt wird. Mit seinem permanenten Allradantrieb und der vergleichsweise hohen Bodenfreiheit, bringt er seine Nutzer auch durchs unwegsame, leichte Gelände. Dafür schätzen ihn Landwirte, Jäger und Förster. Der Outback ist aber auch ein Auto für Individualisten, die sich vom Mainstream absetzen wollen. Für Familien ist der Outback interessant durch sein großes Platzangebot und den hohen Nutzwert. Deshalb haben wir diesen Subaru mit dem 2,5 Liter Boxer in der umfangreichsten Platinum-Ausstattung über 14 Tage hinweg im Alltag unter die Lupe genommen.

Subaru Outback

Subaru Outback (2022): Geländetauglicher Familienkombi

Toyota Plattform bringt Kostenvorteile

Optisch reißt mich der Subaru nicht vom Tisch. Schönes Design stand hier wohl nicht im Lastenheft der Entwickler. Dieses Design zeigt mir „ich bin kraftvoll und geländegängig“, was durch die breiteren Kotflügel und die 18-Zoll-Räder unterstrichen wird. Mit seiner Außenlänge von 4,80 Meter, seiner Breite von 1,88 Meter und seiner Höhe von 1,68 Meter ist er ein stattliche Erscheinung, die jede Menge Raum bietet. Das gilt für die Passagiere genauso wie für das Gepäck, für das 561 bis 1.822 Liter zur Verfügung stehen. Ein richtig guter Wert. Die Rücksitzlehnen können per Fernentriegelung vom Heck aus bequem in die Waagerechte gebracht werden. Die Heckklappe öffnet und schließt übrigens auf Knopfdruck.

Innenraum mit wertigem Kunststoff

Im Vergleich zu früheren Subaru-Modellen sieht der Innenraum des Outback deutlich moderner aus. Wer kein Problem mit tierischem Leder hat, der wird sich über die guten Ledersitze (Serie) freuen. Über das 11,6-Zoll Hochkant Touch-Display in Tablet-Art werden die meisten Funktionen gesteuert. Daher gibt es nur noch wenige Knöpfe und Schalter. An die Bedienung hat man sich nach kurzer Zeit gewöhnt. Das passt. Die verwendeten Materialien machen einen ordentlichen Eindruck. Auch im Innenraum war anscheinend kein Designer am Werk. Hier herrscht ein wilder Mix aus Materialien und Oberflächen, mal glänzt es, mal ist es matt. Aber es funktioniert, und das ist ja die Hauptsache. In der Platinum-Ausstattung ist nahezu alles inbegriffen, was mit heute in einem modernen Auto an Komfort- und Sicherheitsausstattung haben kann. In unserem Video findet Ihr die komplette Liste dazu.

Nicht für sportlich ambitionierte Fahrer

Subaru Outback (2022): Geländetauglicher Familienkombi
Subaru Outback (2022): Geländetauglicher Familienkombi

Der 169 PS leistende 2,5-Liter-Boxer-Motor verleiht dem rund 1,8 Tonnen schweren Outback einen tieferen Schwerpunkt. Das gleicht seine Bauhöhe etwas aus. Die Abstimmung des Fahrwerks passt zum Antrieb. Alles mehr auf Komfort denn auf Sportlichkeit hin ausgelegt. Das stufenlose CVT-Getriebe jagt die Drehzahlen und damit die Geräuschkulisse insbesondere beim Kick-down mächtig in die Höhe. Wenn man es dagegen gemütlich angehen lässt, bleibt der Geräuschpegel niedrig. Dabei ist der Vortrieb trotz einem Drehmoment von bis zu 252 Newtonmetern dann eben auch gemütlich. Wer selbst Einfluss nehmen möchte, der kann das manuell machen, dazu stehen 8-Stufen bereit. In 10,2 Sekunden erreicht man aus dem Stand Tempo 100. Vmax ist bei 193 Stundenkilometern erreicht. Beim Verbrauch kommt leider wenig Vergnügen auf. Las WLTP-Norm-Verbrauch gibt Subaru 8,5 Liter an. Über den Testzeitraum sind wir auf knappe 9 Liter gekommen. Wer nur selten langen Strecken fährt, kommt damit wohl klar. Vielfahrer dürfte dieser Verbrauch eher abschrecken. Einen Diesel oder eine andere Motorisierung bietet Subaru aktuell für den Outback nicht mehr an.

Subaru Outback (2022): Geländetauglicher Familienkombi

Das leichte Gelände ist sein Terrain

Die Lenkung könnte etwas mehr Direktheit vertragen, aber auch das passt zum auf Komfort hin getrimmten Gesamtbild. Der Subaru Outback eignet sich bestens, um schwere Lasten von bis zu 2,2 Tonnen zu ziehen. Mit seinem Wendekreis von 12,20 Meter ist der Outback eher fürs Land, als für die City prädestiniert. Fürs Gelände steht dem Outback-Fahrer das System „X-Mode“ (3 Fahr-Modi: Schnee, Matsch, Schlamm) zur Verfügung, das durch gezielte Eingriffe in die Motor-, Getriebe-, Allrad und Bremselektronik das Handling des Outback insbesondere auf schwierigem Untergrund optimiert. Die Bodenfreiheit von 213 mm kann selbst mit manchem SUV mithalten.

Abstandsregelautomat im Preis beinhaltet

Zwei in der Frontscheibe eingebaute Kameras erzeugen ein stereoskopisches Bild der Umgebung das für verschiedene sicherheits- und komfortrelevante Funktionen verwendet wird. Damit hat das System ähnliche Fähigkeiten wie das menschliche Auge, um andere Verkehrsteilnehmer und Objekte zu erkennen und deren Größe und Entfernung einzuschätzen. Dieses „EyeSight“ genannte System umfasst einen Notbremsassistenten mit Kollisionswarner, einen Anfahr-Kollisionswarner, eine adaptive Abstands- und Geschwindigkeitsregelung, einen (abschaltbaren) Spurthalteassistenten und einen Spurleitassistent sowie einen Stop & Go Anfahr-Assistent. Auf unseren Testfahrten funktionierten die Assistenten zuverlässig.

Subaru Outback (2022): Geländetauglicher Familienkombi

Viel Auto fürs Geld

Den Subaru Outback gibt es ab ca. 40.000 Euro. In der hier beschriebenen, fetten Platinum-Ausstattung kostet er 45.000 Euro. Ein Preis-/Leistungsvergleich mit ähnlichen Modellen anderer Anbietern kann hier Spaß machen. Wir sehen hier beispielsweise den Skoda Octavia Scout, den es mit einem 110 kW Diesel-Motor und DSG-Getriebe zwar ab 41.000 Euro gibt, der jedoch bei Weitem nicht eine solch umfangreicher Ausstattung mitbringt. Die muss man dort zukaufen. Was zudem für den Subaru spricht ist seine 5 Jahre währende Garantie (bis 160.000 km), die bare Geld wert sein kann. Skoda bietet hier nur 2 Jahre im Serienumfang. In den folgenden 3 Jahren kann aber einiges an Technik ausfallen. Dann freut sich der Geldbeutel über eine lange Garantie. Beim Wiederverkauf vor Ablauf der Garantie dürften die 5 Jahre zudem für Preis-Stabilität sorgen. Denn der neue Käufer braucht sich bis zum Ablauf der Garantie nicht um technische Mängel sorgen.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Technische Daten:

Subaru Outback 2,5i Platinum

Länge x Breite x Höhe (m): 4,87 x 1,86 x 1,68
Radstand (m): 2,75
Antrieb: V8-Benziner, 2498 ccm,
Allradantrieb, stufenloses Automatikgetriebe
Gesamtleistung/Leistung: 124 kW / 169 PS bei 5000 U/min
Max. Drehmoment: 252 Nm bei 3800 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 193 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 10,2 Sek.
WLTP-Durchschnittsverbrauch: 8,6 Liter
Testverbrauch: 8,4 Liter
Effizienzklasse: E
CO2-Emissionen: 193 g/km (WLTP)
Leergewicht (EU)/ Zuladung: min. 1759 kg / max. 441 kg
Kofferraumvolumen: 561 – 1822 Liter
Max. Anhängelast: 2000 kg
Basispreis: 45.990 Euro
Testwagenpreis: 46.580 Euro

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden