Renault Talisman – Glücksbringer für Renaults Mittelklasse
Talisman – dieser Name steht bekanntlich für einen Glücksbringer. Bringt der Name Renault auch Glück, um in diesem Segment Erfolge verzeichnen zu können? Oder ist der Talisman gar ein Glücksbringer für seine Besitzer? Ein klug gewählter Name jedenfalls. Der Autotester hat sich mit mit der großen Franzosenlimousine eine Tag lang beschäftigt.Selbstbewusstes Design
Selbstbewusst und unaufgeregt, so steht der Talisman vor mir. Selbstredend trägt auch er das neue Renault-Markengesicht. Große Renault-Raute und c-förmige Tagfahrleuchten, die unterhalb der Voll-LED Scheinwerfer auslaufen. Die Linienführung ist eine Mischung aus klassischer Limousine und Coupé. Trés chic! Das Heck des Talisman erscheint breit und maskulin. Die filigranen LED-Rückleuchten runden das elegante Design ab. Übrigens: Die Rückleuchten sind automatisch auch bei Tag eingeschaltet. Renault nennt das „Always-On“ und verspricht dadurch zusätzliche Sicherheit.







Aufgeräumter Innenraum:
Tür auf und hinein in die gute Stube. Der Innenraum wirkt klar und aufgeräumt. Bequeme, leder-bezogene Sitze lassen den Innenraum beinahe luxuriös wirken. Beheiz- und belüftbar und obendrein mit Massagefunktion auf. Ach die Franzosen wieder. Auch das Armaturenbrett wurde mit Leder aufgewertet. Abgerundet wird die hochwertige Optik mit Leisten aus hellem Holz. Wieder kann ich nur sagen: „Trés chic“! Erwähnt sei allerdings, dass mein Testwagen mich mit der Top-Ausstattung „Initial Paris“ verwöhnt hat.Die Platzverhältnisse im Innenraum des Talisman sind großzügig. Insbesondere die Passagiere im Fond können von einer beachtlichen Knie- und Kopffreiheit profitieren. Mit Ausnahme des des Skoda Suberb dürfte kaum ein Mitbewerber über ein derart üppiges Platzangebot verfügen.
Auch der Kofferraum mit seinen 608 Litern Fassungsvermögen ist für eine Limousine üppig ausgefallen. Wem dieser Gepäckraum nicht ausreichen sollte, der muss sich bis Mai 2016 gedulden, denn dann soll der Talisman als „Grandtour“ (Kombi) erscheinen.
Als Multimedia-Einheit bekommt der Talisman das „Renault R-Link 2“ mit auf die Straße, mit dem ich auf Anhieb gut zurecht komme. Der große 8,7 Zoll Touchscreen-Bildschirm bietet die Möglichkeit, mehrere Features gleichzeitig darzustellen. Sehr praktisch! Einzig die Stimme der Navigationssoftware, die etwas abgehackt spricht, trübt meinen Eindruck von der Navigationssoftware.
Ein nettes Gimmick ist das „Multi-Sense System“. Auf Knopfdruck ändern sich die Farben der Innenraumbeleuchtung, die Fahrwerkseinstellung, die Lenkung und das Ansprechverhalten des Motors.
Französische Paradedisziplin
Genug gespielt. Ab geht’s auf die Straße. Massage im Rücken und sänftenartiges Fahrverhalten machen den Landstraßen rund um den Nürburgring zu einem Stück Frankreich. Denn so stellt man sich eine französische Limousine vor. Für mich als jungen Fahrer ist das jedoch etwas zu viel des Guten. Selbst im Sport-Modus gibt mir das Fahrwerk im Talisman zu wenig Feedback von der Straße. Aber ich gehöre wohl kaum zur Zielgruppe. In meinem Testwagen ist der große Diesel mit 1,6 Litern Hubraum und Bi-Turbo-Aufladung verbaut. Das 160-PS-Aggregat treibt meinen Talisman behände vorwärts. Zwei Turbolader in Kombination lassen das „Turboloch“ vergessen.
Eine gleichmäßige, kraftvolle Beschleunigung ist das angenehme Ergebnis. Dabei arbeitet der Motor harmonisch mit der 6-Gang-Automatik im Einklang. Während meiner zweistündigen Testfahrt über Landstraßen und auch im Stadtverkehr stellte sich dabei ein Durchschnittsverbrauch von rund 7 Litern auf 100 Kilometer ein. Nützliche Features wie der Abstandstempomat oder der Spurhalteassistent (beides optional) erleichtern das Fahren insbesondere auf der Autobahn.
Fazit
Der Talisman ist eine französische Mittelklasse-Limousine im besten Sinn. Eine umfangreiche Serienausstattung (Massagesitze) rechtfertigt in meinen Augen den Einstiegspreis von mindestens 27.950 Euro. Das Design, das sich im positiven Sinne von den Mitbewerbern abhebt und könnte für viele Interessenten ein zusätzlicher Kaufanreiz sein.
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