Porsche Carrera Cup: Der Kommissar geht um
Als Tatort-Kommissar „Thorsten Lannert“ ist Schauspieler Richy Müller seit vielen Jahren einem Millionen-Publikum bekannt. Und mit dem Ermittler immer hübsch im Bild ist ein kaffeebrauner Porsche 911 Targa Baujahr 1975. Mit diesem Dienstwagen geht „Thorsten Lannert“ dann auf rasante Verbrecherjagd. Sein Revier ist die Schwaben-Metropole Stuttgart, dort sorgt er stets mit Charme und Geschick für Recht und Ordnung.
Auch privat schlägt Richy Müllers Herz für Porsche. Aktuell fährt er einen weißen Carrera 911 GTS der Generation 991 mit einem ergonomischen Schalensitz. „Innen ist alles sehr sportlich gehalten, wie in einem Rennauto“, sagt der TV-Star. Kein Wunder, denn Richy Müller hat Benzin im Blut. „Ich wäre lieber Rennfahrer geworden. Ich kann definitiv sagen, dass ich mich im Motorsport familiärer bewege als in der Filmgesellschaft“, sagt der „Kommissar“.
Doch wie sieht es aus, wenn Richy Müller am Steuer sitzt? Was für ein Typ Autofahrer ist er? „Ich würde sagen, ich bin ein zügiger Fahrer“, sagt der Schauspieler. Er halte aber stets alle Verkehrsregeln ein, das sei ihm sehr wichtig. Ganz klar, ein Kommissar fährt schließlich mit gutem Beispiel voran. „Ich bin definitiv kein Raser. Wenn ich schnell fahren darf, fahre ich auch schnell, aber natürlich alles im vorgegebenen Rahmen.“

Der Tatort-Kommissar war ganz in seinem Element und drehte kräftig am Rad. Am Ende kam ein achtbarer achter Platz heraus, da durfte sich der Schauspieler wie ein Sieger fühlen unter all den vielen Profis. Richy Müller fiel ein Stein vom Herzen. Was die wenigsten wussten: Der Fernseh-Profi war wirklich nervös vor dem Rennen. „Abends liegt man im Bett und geht die Strecke immer wieder durch. Wenn ich auf der Rennstrecke bin, will ich das Beste geben.“ Doch warum dieser Ehrgeiz? Müllers plausible Antwort: „Ich befinde mich beim Porsche Carrera Cup Deutschland unter Profis und habe an mich den Anspruch, hier mithalten zu können.“
Richy Müller blickt bereits auf eine fast 30-jährige Rennerfahrung zurück. Begonnen hat alles mit Motorradrennen 1989. „Das habe ich aufgrund der großen Verletzungsgefahr aber nach zwei Jahren aufgegeben“, berichtet er. Seine Renn-Premiere auf vier Rädern gab er 1997 im Porsche Supercup im Rahmen der Formel 1. Das war zugleich sein erster Kontakt mit Porsche Motorsport.
An der Rennstrecke will Richy Müller nicht der Star aus dem Fernsehen sein, also auch keine Extrawurst bekommen. Das Geheimnis sei es, den Ingenieuren sehr genau zuzuhören und sich auch etwas sagen zu lassen, betont der Tatort-Star: „Wenn du das nicht kannst, bist du fehl am Platz. Er selber habe gemerkt, dass er mit dieser Einstellung richtig gefahren ist. In den vergangenen Jahren sei er stetig schneller geworden. Und der Schauspieler hat noch einiges vor, nicht nur vor der Kamera. „Mein Traum wäre es, mal eine komplette Saison im Porsche Carrera Cup Deutschland mitzufahren“, sagt Richy Müller. Doch noch fehlt ihm die Zeit dafür, da ihn sein Beruf zu sehr beansprucht. Aber wer weiß: Vielleicht heißt es für ihn ja bald wieder „Tatort Nürburgring“. mid
Fotos: Porsche
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