Der Höhenflug des Motorradmarkts ist nach den Corona-bedingten schwachen Zahlen im März und April ungebremst. Wie der Industrieverband Motorrad (IVM) meldet, sind im vergangenen Monat 29.997 motorisierte Zwei- und Dreiräder über 50 Kubikzentimeter Hubraum neu zugelassen worden. Das sind über 10.500 Stück bzw. 55 Prozent mehr als im Juli 2019. Für den bisherigen Jahresverlauf gibt es mit 140.840 Krafträdern und -rollern ein Wachstum von 13,2 Prozent.

Bei den Motorrädern gab es im Juli 17.339 Neuzulassungen und ein Plus gegenüber dem Vorjahresmonat von 41,3 Prozent. Die Kraftroller legten mit 2492 Einheiten (plus 8,7 Prozent) am geringsten zu und bleiben noch knapp 600 Zulassungen (-5,0 %) unter den ersten sieben Monaten des vergangenen Jahres. Die Nachfrage nach Leichtkrafträdern verdoppelte sich gegenüber Juli 2019 auf 5294 Fahrzeuge (+107,5 %) und liegt im bisherigen Jahresverlauf um über die Hälfte höher als im Vorjahr. Auch der Boom bei den Leichtkraftrollern hielt im Juli an: 4852 Stück (+118%) sind ebenfalls mehr als doppelt so viele wie vor einem Jahr und bedeuten seit Januar ein Plus von 78,5 Prozent. In den beiden 125er-Klassen spielt die Führerscheinnovelle offenbar eine große Rolle, die Autofahrern den Umstieg aufs Zweirad erleichtert. ampnet

Foto: Marcus Jahn