LET 2017: Mit der Inca Rail nach Machu Picchu und Meerschweinchen satt
Land Rover Experience Tour 2017 – Der erste Tag:
Nach insgesamt 16 Stunden Flug kamen die Teilnehmer des dritten Teils der Land Rover Experience Tour 2017 gestern müde und erschöpft am Flughafen in Cusco an. Der Weg in die 3.500 Meter hoch gelegene Stadt mit etwa 350.000 Einwohnern führte über Lima, denn Direktflüge zum beschaulichen Flughafen gibt es kaum. Die Landebahn hier ist zu kurz. Bei schlechtem Wetter, und das haben die Peruaner hier oben häufig, kann er gar nicht angeflogen werden.
Umso glücklicher bin ich endlich hier zu sein. Doch plötzlich spüre ich neben einem Kulturschock so etwas wie Kurzatmigkeit. Doch Dr. Friedrich Hammerschmidt, unser Tour Doc von der Medizinischen Hochschule Hannover, erklärt mir, dass das an der Höhe liege. Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Schlaflosigkeit, schnelle Ermüdung bei Belastung und verstärkter Harndrang seien die Folgen. Das Ganze lässt sich kurz und bündig unter dem medizinischen Fach-Begriff „Höhenkrankheit“ subsumieren. Doch jeder Mensch reagiert anders auf Höhe. Manche stärker, manche schwächer. Ich bin beruhigt, dass es mich nicht zu hart trifft, denn wir werden in der kommenden Woche in Höhen von 4.600 Metern vordringen. Die Höhenkrankheit kann übrigens schon ab 2.500 Metern zuschlagen.
Nachdem sich Teilnehmer, Offizielle und das Team vorgestellt hatten, folgt die Tanzeinlage eines Peruanischen Tanz-Paares. Nach dem Essen wartet direkt das Hotelbett, denn am nächsten Morgen um 4 Uhr 30 soll der Wecker klingeln.
Ein Lebenstraum soll sich dann erfüllen, denn ein Besuch des UNESCO Weltkulturerbes und eines der sieben Weltwunder in Machu Picchu steht auf dem Tour-Plan. Die 75 Kilometer dorthin werden aber noch nicht selbst gefahren, denn nach Machu Picchu führt keine Straße. Der Weg ist langwierig und beschwerlich.
30 Minuten Busfahrt zur Bahnstation. Von hier aus chauffiert uns die „Inca Rail“ nach Aguas Calientes, ein Dorf am Fuße des Berges von Machu Picchu. Auf der landschaftlich beeindruckenden Bahnfahrt werden wir fleißig durchgeschüttelt. Und trotz einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von nur 25 Stundenkilometern müssen wir immer wieder anhalten. Aber Sicherheit geht vor. Denn diese Strecke forderte durch Erdrutsche und Überschwemmungen in den letzten 10 Jahren schon mehrere Tote. Nach vierstündiger Bahnfahrt wartet ein Bus auf uns, der uns in weiteren 30 Minuten auf einer Serpentinenstrecke bergaufwärts in die gut erhaltene Ruinenstadt bringen wird. Sie ist DIE Sehenswürdigkeit Perus.
Der kleine Ort mitten im Nirgendwo platzt vor Menschen aus jeder Ecke der Erde aus allen Nähten. Trotzdem können wir hier Lamas, Chinchillas, Coliibris und sogar Bären beobachten. Und obwohl die im Jahr 1450 erbaute Inka Stadt, die damals 216 steinerne Bauten umfasste, enorm beeindruckend ist, wirkt sie gleichzeitig wie eine abstoßende Touristen Hölle. Doch hat man sich an die (täglich) rund 6.000 Mitinteressierten auf dem Berg erst mal gewöhnt, wird man schlichtweg von der 3.000 Stufen-Stadt in ihren Bann gezogen. 

Beim Abendessen in Cusco Downtown wartet das nächste Highlight auf uns, das für mich ein weiteres LIFEGOAL war. Meerschweinchen steht auf dem Speiseplan. DIE Delikatesse des Landes. Ob ich nach einem ereignisreichen Tag und Jetlag im Körper den Mut aufbringe, den Nager, dessen Verwandte in meiner Kindheit meine Haustiere waren, zu essen? Sie können es morgen hier lesen. Außerdem wird Montag endlich gefahren. Denn es steht ein Flug an die Küste mit ausgiebigen Fahrten über Dünen im Land Rover Discovery auf dem Plan.
Zum Land Rover Experience Tour – Blog
Jan Weizenecker
Absolvent der Volks- und Betriebswirtschaftslehre der Albert-Ludwigs Universität Freiburg. Mal in kleinerem, mal in weiterem Radius, aber immer mit der nötigen Portion Humor, berichte ich seit 2012 über die Neuerscheinungen der Automobilwelt.
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