Kia Sportage – Viel Auto für’s Geld
Einen wirklichen Grund, ein SUV oder Geländewagen zu fahren, gibt es für die Wenigsten. Deutsche Straßen sind schließlich mit die besten in Europa. Gelegenheiten, mal im Gelände zu fahren, sind eher selten. Aber darum geht es ja nicht. Wir lieben, was hipp ist. Und SUVs sind hipp. Mit der Wahl unseres Autos drücken wir Lebenseinstellung aus. Und mit dem Sportage trifft Kia genau diesen Nerv. Nun schon in der vierten Generation. Seit 1993 gibt es den Sportage inzwischen.
Den Lifestyle-SUV gibt es in verschiedenen Modell-Linien. Die Wahl für den Testwagen fällt auf den Sportage in der „GT Line“ – die sportlichste Variante. Der Lifestyle-SUV ist seit beim letzten Facelift um vier Zentimeter auf 4,48 Meter gewachsen und innen entsprechend geräumiger geworden. Als auffälligste Veränderung zeigt der Sportage die aktuelle Kia Tigernase. Die schnittigen Scheinwerfer wurden etwas höher platziert. Sie setzen sich nun stärker vom tiefer gelegten Kühlergrill ab. Maskuliner als beim Vorgänger erscheint sein Heck mit den optisch verbundenen Rückleuchten. Der Kia Sportage wirkt nun noch ästhetischer und sportlicher.
Auf Anhieb fühlt man sich wohl im koreanischen Crossover. Ob es an den bequemen Sitzen, dem hellen Panarama-Glasdach liegt, dem angenehm griffigen Multifunktions-Lenkrad aus Leder oder am aufgeräumten, klar gegliederten Cockpit? Es ist wohl die Kombination aus allem. Die Sitze bieten nicht nur einen obligatorischen „Popowärmer“ – auch die Lehnen gibt es nun beheizt und sogar belüftet. Vorne und hinten ist jeweils ein USB-Anschluss vorhanden. Für fortschrittliche Handybesitzer steht auch eine induktive Lademöglichkeit (Paket 5) bereit. Neu ist der Notbrems-Assistent, der auch für Fußgänger stoppt. Für zusätzliche Sicherheit sorgen ein Toter-Winkel- und ein Spurhalte-Assistent. Auch ein „Parkroboter ist Teil von Ausstattungspaket 5, mit ihm fährt der Sportage parallel- und auch quer zur Straße selbstständig in die Parklücke und auch wieder heraus. Übrigens: Auch sein Gepäckraumvolumen ist gewachsen. Inklusive dem Ablagefach unter dem Ladeboden stehen 503 bis 1.492 Liter bereit.

Das Navigationssystem des Sportage zeigte während unserer Testfahrt Schwächen. Die akustische Ansage führte auf unserer Testfahrten immer wieder auf Abwege.


Der Kia Sportage bietet viel Auto und Technik für sein Geld. Die Autos der koreanischen Marke haben sich im vergangenen Jahrzehnt enorm entwickelt und können heute im Wettbewerb gut mithalten. Auch wenn man mit ihm nicht ins Gelände fahren möchte, sind sein kraftvoller Motor, sein Raumangebot, die höhere Sitzposition, der technische Schnick-Schnack auf dem Stand der Zeit und sein bestechender Anblick wohl genug Anreiz, diesen Lifestyle SUV ins Auge zu fassen.
Technische Daten:
Kia Sportage 2.0 CRDi 4WD GT Line
Motor/Getriebe: Otto, 4-Zylinder-R,
Hubraum: 1995 cm³
Leistung: 136 kW / 185 PS bei 4000 U/min
Getriebe: 6-Gang-Schaltgetriebe,
Drehmoment: 400 Nm ab 1.750 min-1
Schadstoffklasse: Euro 6
Wendekreis: 10,6 m
L/B/H: 4.480/1.855/1.635 mm
Radstand: 2.670 mm
Spurweite (v/h): 1.609/1.620 mm
Kofferraumvolumen (VDA): 503-1.492 L
Tankinhalt: 62 L
Leergewicht: 1.508-1658 kg
Zul. Gesamtgewicht: 2.120 kg
Zuladung: 612-636 kg
Anhängelast (ungebremst): 750 kg
Anhängelast (gebremst): 1.900 kg
0-100 km/h: 9,5 s
Höchstgeschwindigkeit: 201 km/h
Verbrauch gesamt: 6,3 L/100 km
CO2: 177 g/km
Preis: 41.210 Euro
Fotos: Tim Litterst
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