Hyundai Tucson: Familien-SUV für Großstadt-Cowboys
Hyundai bringt die 3. Generation des Tucson auf den Markt. Kern-Attribute sind sein neuer Motor, ein neues Getriebe und Platz en masse. Für viele wird die Namensgebung etwas verwirrend sein, hieß doch 2010 die letzte Generation des Tucson noch ix35. Jetzt besinnt man bei den Südkoreanern wieder auf die nominellen Wurzeln und gibt dem 1,6 Tonnen wiegenden neuen Modell wieder den Namen der ersten Generation.

Die Front mit dem gewaltigen Chrom-Kühlergrill schindet zudem Eindruck. Genauso, wie die mächtigen 19 Zoll großen Räder. Die Linienführung des Blechkleides ist harmonisch gezeichnet und schmeichelt dem europäischen Auge ähnlich wie… naja, Sie wissen schon.
Der Innenraum des Tucson wirkt hochwertig und lässt funktional wenige Wünsche offen. Kein Kritikpunkt? Ein kleiner. Die Vielzahl an Schaltern erfordert eine gewisse Eingewöhnung. Wirklich überzeugend ist das Platzangebot auf den Rückbänken. Großgewachsene müssen sich hier selbst vor langen Fahrten nicht fürchten. Die Ladekapazität des 5-Sitzers liegt je nach Stellung der Rückbank zwischen 513 und 1.503 Litern. Keine Sorge, das ist wirklich genug Platz für sehr viel Gepäck. Wahlweise würde vielleicht auch die ganze Kardashian Familie Platz finden. Zumindest gestapelt. Aber das sollte man nicht tun. Ob man in einem PKW im Alltag wirklich Kleintransporter-ähnliche Platzverhältnisse braucht, steht indes auf einem anderen Blatt.

Fazit:
Vermutlich wird leider kaum einer den Tucson durchs Gelände quälen oder Kühe mit ihm treiben. Auf der Straße überzeugt der Koreaner durch sein ausgewogenes Fahrverhalten und das beinahe unerschöpfliche Platzangebot. Wer sich für den Tucson entscheidet, der darf aus 11 Farben und 4 Ausstattungslinien wählen. Der Einstiegspreis des kompakten SUVs liegt bei 22.400 Euro. Die Benziner-Top-Version kostet hingegen 36.400 Euro. Sie hat dann allerdings elektrische Heckklappe, Sitzheizung vorne und hinten genauso serienmäßig an Board, wie die automatische Ein- und Ausparkfunktion.
Jan Weizenecker
Absolvent der Volks- und Betriebswirtschaftslehre der Albert-Ludwigs Universität Freiburg. Mal in kleinerem, mal in weiterem Radius, aber immer mit der nötigen Portion Humor, berichte ich seit 2012 über die Neuerscheinungen der Automobilwelt.
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