Ford Mustang Mach-E: Erste Fahrt mit dem Elektro-Crossover durch Hamburg

Nachdem wir vor rund einem Jahr den Mach-E statisch vorgestellt haben, folgt nun eine erste Fahrt im voll-elektrisch angetriebenen Mustang.  Der 4,71 Meter lange, 1,88 Meter breite und 1,60 Meter hohe Ford Crossover soll an den legendären Sportwagen, der 1964 auf den Markt kam, erinnern und sein Mythos in die Zukunft führen.

Ford Mustang Mach-E: Erste Fahrt mit dem Elektro-Crossover durch Hamburg

Unsere Mitfahrt in einem Vor-Serien-Modell durch die Straßen Hamburgs zeigte deutlich, wie gut dieser in Mexico vom Band laufende Ford in die Zeit passt. Schon in wenigen Monaten sollen die ersten Stücke ausgeliefert werden. Allein in Europa liegen, so die Ford Verantwortlichen, aktuell 8.000 Reservierungen vor, ohne dass ein Kunde den Wagens bisher fahren konnte. Eine sogenannte „First Edition“ ist bereits vergriffen.   
Der Mach-E kommt mit zwei verschieden starken Antriebseinheiten, die beide mit Heck- oder mit Allradantrieb gewählt werden können. Seine Preise beginnen bei 46.900 Euro. Aktuell können Förderbeträge von 9.000 Euro beantragt werden, so dass eine Basis-Preis von real 37.900 Euro resultiert. 

Ford Mustang Mach-E: Erste Fahrt mit dem Elektro-Crossover durch Hamburg


Die Standard-Batterie besitzt 288 Lithium-Ionen-Zellen und hat ein Speicherkapazität von 75 Kilowattstunden (kWh), was eine WLTP-Reichweite von bis zu 450 Kilometern ergibt. Gegen Mehrpreis gibt es die Extended Range-Batterie mit 99 kWh und 376 Zellen ermöglicht eine nochmals größere Reichweite: Das heckangetriebene Modell kann mit voller Batterie gemäß WLTP bis zu 600 Kilometern zurücklegen, bevor es wieder aufgeladen werden muss. Mit Allradantrieb ergeben sich 420 bzw. 540 Kilometer Reichweite nach WLTP. Die Verbrauchswerte liegen zwischen 16,5 und 18,1 kWh je 100 Kilometer.

Strom für rund 120 Kilometer in nur 10 Minuten laden

Inklusive Allrad-Antrieb (Dual-Elektromotor) und der größeren Batterie stellt der Mustang Mach-E 248 kW (337 PS) und ein maximales Drehmoment von 581 Newtonmetern (Nm) zur Verfügung. In der Basis mit Heckantrieb stellt der Mach-E 190 kW bzw. 258 PS bereit.

Ab Mitte 2021 hat Ford eine Performance-Variante in Form des Mustang Mach-E GT angekündigt. Sie kombiniert 342 kW (465 PS) Leistung mit zirka 830 Newtonmetern Drehmoment. In nur 3,7 Sekunden soll der GT aus dem Stand auf Tempo 100 beschleunigen. Damit liegt er im Bereich von Supersportwagen.
Die Akkus sitzen im Mustang Mach-E jeweils platzsparend zwischen den Achsen im Fahrzeugboden. Hierdurch senken sie den Schwerpunkt des Ford Mustang Mach-E und wirken sich positiv auf die Fahrdynamik des Elektroautos aus, das haben unsere Mitfahrten in Hamburg deutlich gezeigt. Ein wasser- und stoßfester Batteriekasten schützt sie vor Feuchtigkeit und Beschädigungen von außen. Zugleich sorgt ein aktives Flüssigkeits-Kühl-und -Heizsystem für einen ausgeglichen Wärmehaushalt selbst bei extremer Witterung wie zum Beispiel Minustemperaturen von bis zu 40 Grad Celsius unter null. 

Vier von fünf Besitzer von Elektrofahrzeugen laden ihr Auto daheim auf. Ihnen bietet Ford mit der Ford Connected Wallbox künftig eine besonders praktische Lösung an, mit der sich der Ladevorgang gegenüber einer konventionellen 230-Volt-Haushalts-Steckdose auf nur noch 20 Prozent der Zeit reduziert. Für den Ford Mustang Mach-E mit der Extended Range-Batterie und Heckantrieb zum Beispiel fließt innerhalb einer Stunde genügend elektrische Energie für weitere 62 Kilometer. Ein entsprechendes Ladekabel gehört zur Serienausstattung des Fahrzeugs. Der Mach-E kann zudem an Lade-Stationen bis zu einer Ladeleistung von 150 kW geladen werden. Mit ihnen ist es möglich, Strom für eine Reichweite von etwa 120 Kilometren in nur etwa 10 Minuten zu „tanken“. 

Ford Mustang Mach-E: Erste Fahrt mit dem Elektro-Crossover durch Hamburg

Ford bietet den neuen Mustang Mach-E mit drei Fahrprogrammen an. Mit der Änderung des Fahrmodus können Elemente wie die Ambiente Beleuchtung, die Einstellungen des Infotainment-Systems sowie das Antriebsgeräusch (authentisch komponierte Sound-Effekte) beeinflusst werden.

Reichweite kaum noch ein Thema

Neu im Segment und zum ersten Mal bei einem Ford-Fahrzeug sind die digitale 10,2-Zoll-Instrumententafel (26 cm Bildschirmdiagonale) und der 15,5 Zoll-Touchscreen (39 cm Bildschirmdiagonale), der sich wie ein Smartphone über Wisch- und Streichbewegungen leicht bedienen lässt und komplizierte Menü-Führungen erübrigt
Im neuen Ford Mustang Mach-E feiert mit SYNC 4 die nächste, vierte Generation des Kommunikations- und Entertainmentsystems Ford SYNC ihr Debüt. Sie weist eine doppelt so hohe Rechnergeschwindigkeit auf wie das aktuelle SYNC 3-System – entsprechend schneller gelingt der Zugriff auf Navigations-, Musik- und Konnektivitätsfunktionen. Ihre Benutzeroberfläche ist lernfähig und kann sich daher schnell auf die speziellen Vorlieben des Fahrers einstellen. Updates können per sicherer Datenübertragung drahtlos aufgespielt werden – auf diese Weise wird das Ford SYNC 4-System mit der Zeit immer besser. AndroidAuto und AppleCarplay können mit einer kabellosen Verbindung zum Smartphone verwendet werden.

Ford Mustang Mach-E: Erste Fahrt mit dem Elektro-Crossover durch Hamburg


Unter der vorderen Haube steht ein 100-Liter-Front-Kofferraum zur Verfügung, in den problemlos auch ein Trolley passt. Da er, wie die MegaBox im neuen Ford Puma, ein Wasser-Abflussventil besitzt, lässt er sich leicht reinigen. Im klassischen Kofferraum stehen weitere 402 Liter an Stauvolumen bereit. Werden die Rücksitze nach vorn geklappt, verbessert sich das Laderaumvolumen sogar auf bis zu 1.420 Liter.


Die hochklappbare Mittelarmlehne scheint zwischen den Vordersitzen zu schweben. Das auf Wunsch lieferbare Panoramadach hält dank einer speziellen Beschichtung des Glases hält es Infrarot- und Ultraviolettstrahlung fern. Dies sorgt im Sommer für einen kühleren und im kalten Winter für ein wärmeren Fahrgastraum. 

Ford Mustang Mach-E: Erste Fahrt mit dem Elektro-Crossover durch Hamburg

Neu und besonders praktisch ist auch die „Smartphone als Schlüssel“-Technologie, die Ford an Bord des Mustang Mach-E erstmals in sein Modellangebot einführt. Das Auto hat keine konventionellen Türgriffe. Erkennt das Fahrzeug via Bluetooth, dass sich das entsprechend legitimierte Mobilgerät des Fahrers nähert, entriegelt es die Türen. Selbst zum Starten des Fahrzeugs ist es nicht nötig, das Smartphone oder einen Schlüssel in die Hand zu nehmen. Ist die Batterie des elektronischen Geräts einmal leer, lässt sich der Ford Mustang Mach-E per Geheimzahl über ein Tastenfeld auf Höhe der B-Säule öffnen. Und mit einem separaten PIN-Code, der auf dem zentralen Touchscreen eingegeben wird, ist der Wagen auch fahrbereit.
Fern von zuhause weist das vernetzte Navigationssystem des Ford Mustang Mach-E auf aktuelle Lademöglichkeiten entlang des Reisewegs hin und nimmt dadurch der Sorge vor einer leeren Batterie den Wind aus den Segeln. Das FordPass Connect-Onboard-Modem und die FordPass App gewähren in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen NewMotion den Zugang zum FordPass Charging-Lade-Netzwerk. Mit derzeit über 125.000 öffentlichen Ladepunkten in 21 europäischen Ländern zählt es zu den größten und am schnellsten wachsenden seiner Art. Besonders praktisch dabei: Die „Tank“-Abrechnung erfolgt benutzerfreundlich über ein einziges Kundenkonto.

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Darüber hinaus stehen auch die 400 Schnell-Ladestationen (HPC) mit ihren fast 2.400 Ladepunkten zur Verfügung, die das Ionity-Konsortium , zu dem auch Ford gehört, bis Ende 2020 entlang europäischer Fernverkehrsstraßen errichtet. Der Ford Mustang Mach-E kann – wie bereits geschrieben – an Ionity- und weiteren HPC-Ladepunkten eine Ladeleistung von bis zu 150 kW nutzen und damit die Ladezeiten deutlich senken. Für den Fahrer eines heckgetriebenen Ford Mustang Mach-E mit Extended Range-Batterie bedeutet dies: Er kann innerhalb von zehn Minuten genügend Energie für bis zu 120 weiteren Kilometern tanken. Dem Modell mit Standard-Batterie (75 kWh) genügen weniger als 40 Minuten, um den Stromvorrat von zehn auf 80 Prozent aufzustocken.

Ford Mustang Mach-E: Erste Fahrt mit dem Elektro-Crossover durch Hamburg

Im meist dichten Stadtverkehr von Hamburg und als Mitfahrer konnte ich die Fahrleistungen des Mustang-Mach-E nur begrenzt beurteilen. Daher freue ich mich auf die ersten Testfahrten, die im Januar/ Februar stattfinden sollen. Ich bin gespannt. Bis dahin könnt Ihr in unserem Video die wesentlichen Infos zum Auto, die ich von Matthias Tonn, Chef-Entwickler in Europa für den Mach-E in einem Interview erfragt habe, bekommen. Schaut rein


Wettbewerber:

Jaguar I-Pace, Audi E-tron und Porsche Taycan

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Technische Daten:

(2021) Ford Mustang Mach-E

Reichweite: bis zu 600 Kilometer (WLTP)

0-100 km/h: 5 Sekunden

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Antrieb: Heck- oder Allradantrieb

Heckantrieb

Batterie: Standard Range

Leistung: 190 kW (258 PS)

Batteriekapazität: 75 kWh

Stromverbrauch: 16,5 kWh/100km

Drehmoment: 415 Nm

Reichweite 450 km

Batterie: Extended Range

Leistung 210 kW (285 PS)

Batteriekapazität: 99 kWh

Stromverbrauch: 16,5 kWh/100km

Drehmoment: 415 Nm Reichweite 600 km

Allradantrieb

Batterie: Standard Range

Leistung: 190 kW (258 PS)

Batteriekapazität: 75 kWh

Stromverbrauch: 17,9 kWh/100km

Drehmoment: 551 Nm

Reichweite 420 km

Batterie: Extended Range

Leistung 248 kW (337 PS)

Batteriekapazität: 99 kWh

Stromverbrauch: 18,1 kWh/100km

Drehmoment: 581 Nm

Reichweite 540 km

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Länge 4,71 m

Breite 1,88 m

Höhe 1,60 m

Markteinführung: Ende 2020

Preis: ab 46.900 Euro