Ford elektrisiert den F 150
Der Alptraum für umweltbewegte Zeitgenossen – nicht nur in den USA – hat einen Namen. F 150. Der Pick-up von Ford vereint unter seiner gut fünf Meter langen Blechhaut so gut wie alle Umweltsünden. Allein die Verbrauchswerte nach dem Motto: „Darf’s ein bisschen mehr sein?“ stempeln den Kleinlaster zu einem nicht unbedingt nachhaltigen Fahrzeug, was die Amerikaner allerdings nicht weiter stört, denn der F 150 führt traditionell die US-amerikanischen Zulassungsstatistiken an. Doch Ford, unter den amerikanischen Herstellern der grünen Sache ganz besonders verpflichtet, lenkt den Bestseller jetzt in eine umweltverträgliche Zukunft und entwickelt eine Hybrid-Version des Pick-up-Trucks. Daneben spekulieren Branchendienste in den USA inzwischen sogar über eine Diesel-Version – eine Variante, die von Ford-Verantwortlichen bisher mit Abscheu und Verachtung in die Schmuddelecke geschoben wurde.

Der Hybrid-Truck gehört zu dem 4,5 Milliarden Dollar schweren Investitionsprogramm, mit dem Ford die Entwicklung von Elektromobilen vorantreiben und außerdem ins Carsharing-Business als Konkurrent von Dienstleistern wie Uber einsteigen will. Daneben plant der Konzern noch weitere Mobilitätsangebote in den USA, Afrika und Asien, um neue Kundenkreise überzeugen zu können.

Neben den Hybrid-Varianten könnte demnächst auch ein Dieselantrieb unter der F-150-Haube nageln. Der US-Branchendienst „Autoblog“ spekuliert über einen entsprechenden Motor, nachdem Erlkönigjäger auf der Pirsch nach Prototypen verräterisches Nageln unter der Haube eines getarnten Pick-ups vernommen haben. Als Motor könnte, so „Autoblog“, der 3,0-Liter-V6 von Land Rover infrage kommen, um damit auf die besseren Umweltwerte des Dodge Ram 1500 Ecodiesel zu reagieren, der sich in der Halbtonner-Klasse an die -Verbrauchsspitze genagelt hat. Daran konnten auch die Aerodynamik-Feinarbeiten und die Aluminium-Karosserie sowie der verbrauchsoptimierte 2,7-Liter Ecoboost-Turbo-V6 beim F 150 nichts ändern.
Aktuell ist Ford der einzige US-Hersteller, der bei seinen Pick-ups auf Diesel-Power verzichtet, die sich trotz des Skandals um Volkswagen bei der Kundschaft einiger Beliebtheit erfreuen.
Fotos Ford
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