Doch ein VW: Knaus baut den Crafter aus
Knaus gibt Gas. In diesem Jahr stehen vor allem die Kastenwagen und die preisgünstigen Einsteigermobile im Fokus. Und der Campingbus auf VW Crafter Basis geht im Herbst jetzt doch in Serie.
Das Geschäftsjahr geht für die Jandelsbrunner Traditionsmarke Knaus samt den Tochterunternehmen Tabbert und Weinsberg mit einem sehr guten Ergebnis zu Ende. Sowohl in Deutschland als auch in Europa sei man Marktführer bei den Reisemobilen, heißt es. Und weil man weiter wachsen will und die eben in Betrieb genommene neue Fertigungsstätte in Ungarn schnell auslasten will, setzt Knaus auf die Klassen, die Wachstum versprechen und die dank günstiger Preise Volumen garantieren.

Überraschungen gibt es in der volumenstarken Kastenwagen-Klasse. Nicht nur, dass Knaus versucht den sperrigen und nach Spediteur oder Handwerker klingenden Namen abzulösen. Auch der ursprünglich als Showcar gezeigte VW Crafter Ausbau soll als Knaus Boxdrive ab Herbst auf die Straßen rollen. „Die Resonanz auf der CMT war so umwerfend, dass wir gar nicht anders können, als mit dem Boxdrive in Serie zu gehen“, so Wolfgang Speck, Geschäftsführer bei Knaus-Tabbert.
Als Gründe sieht er die große VW-Fangemeinde, der ein klassischer T6 zu klein geworden ist und die nicht auf eine Toilette und eine Dusche an Bord verzichten wollen. Vor allem das von VW angebotene Doppelkupplungsgetriebe, das weitaus harmonischer schaltet als das automatisierte Schaltgetriebe des Fiat Ducato, sei für viele ein Kaufgrund. Selbst die zu erwartenden hohen Preise würden nicht abschrecken. 75.000 Euro muss der Kunde für einen halbwegs ordentlich ausgestatteten Boxdrive einplanen. Darüber hinaus gibt es Variantenvielfalt mit Front-, Heck- oder Allradantrieb, gute Konnektivität und ein umfangreiches Angebot an Assistenz-Systemen.
Günstiger geht die Boxstar Platinum Edition ins Rennen. Die kostet auf einem Fiat Ducato 45.390 Euro und ist komplett ausgestattet. Als Motorisierung dient der 96 kW/130 PS starke 2,3-Liter-Diesel, Markise und Fahrradträger gibt es in günstigen Paketen als Option. Caravaning Utility Vehicle, CUV, so will Knaus künftig alle ausgebauten Kastenwagen bezeichnen. Dies soll der beliebtesten Klasse unter den Reisemobilen endlich den Hauch von Spedition und Handwerk nehmen.
Neue Frontpartien bei Tabbert sowie die Sonderserie Vivaldi Finest Edition mit 6.000 Euro Preisvorteil meldet die Caravan-Premium-Marke als Neuheiten, der Rossini bekommt ein neues Innendekor. Weinsberg wertet die Campingbusse, Pardon – CUV – mit LED-Leuchten, vergrößertem Wassertank (110 Liter) und edleren Polsterstoffen auf.
Knaus gewährt künftig 10 Jahre Dichtigkeitsgarantie für alle Fahrzeuge ab Modelljahr 2018 und plant ein Auslieferungszentrum in Jandelsbrunn, das Werksabholungen (890 Euro für Reisemobile, 790 Euro für Wohnwagen) möglich macht. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr 20.600 Reisemobile und Wohnwagen gebaut und seinen Umsatz auf 549 Millionen Euro gesteigert. Was einer Verdoppelung innerhalb von fünf Jahren entspricht. mid
Fotos: Knaus und Der-Autotester.de
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