BMW X2 – Ungewöhnliches Lifestyle – Design aus Bayern
Mit dem X2 hat der Münchner Autobauer BMW ein kompaktes Lifestyle SUV auf Basis des X1 im Programm. Wir haben den trendigen Bajuwaren über 14 Tage hinweg einem Praxistest unterzogen.
Weil längst auch Lieschen Müller ihre Kinderlein Jaden-Gil und Amy-Aria mit einem SUV vor den Kindergarten auflesen möchte, gibt es ein stetig wachsende Zahl von Autos im Segment der City-SUVs. Die coupéhafte Form des X2 soll sportlich geprägte, Menschen ansprechen. Mit seinen 4.36 Metern Außenlänge fällt der X2 zwar etwas kürzer aus als der X1, doch sein Radstand bleibt unverändert. Und wie es sich für einen Sportler gehört, muss er niedriger aufbauen (1.52 Meter) damit er sich sportlicher an den Asphalt schmiegen kann. Der X2 gefällt uns von der Seite betrachtet am besten.

Der Innenraum des X2 unterscheidet sich kaum von dem des X1. Hochwertige Materialien vereinen sich hier mit bayrischer Verarbeitungskunst. Die Instrumententafel zieren serienmäßig Kontrast- und Ziernähte. Im Vergleich mit Audi erscheint die Innenraumgestaltung des Bayrischen Lifestylers jedoch eher konservativ. Die Fächer in der Mittelkonsole wirken verspielt und sind schlecht einsehbar. Das Fach zum kabellosen Laden der Smartphones ist unpraktisch, weil man den Arm hoch anheben muss, um den Deckel des Dachs öffnen zu können.
Auf der Rückbank verzeichnen wir die gleiche (geringe) Beinfreiheit wie im X1. Die Kopffreiheit leidet indes etwas an der schnittigeren Karosserie. Auch das Gepäckabteil fällt dadurch etwas kleiner aus, als im X1. Es
kann 470 bis 1.355 Liter Transport gut wegpacken. Ein 8,8 Zoll großes Infotainment-System thront auf der Mittelkonsole und wird über einen bewährten Dreh-Drück-Steller bedient. Kaum eine Bedien-Alternative lenkt
weniger vom Fahren ab, dieses „iDrive“ genannte System. Wer liebt mit den Fingern auf das Display drückt … bitteschön. Über Touchen oder Swippen lässt sich so die Landkartendarstellung verkleinern oder vergrößern. Alternativ gibt es die Sprachsteuerung, die im X2 richtig gut funktioniert. Leider konnte ich das nicht testen, weil BMW keinPasswort für die Internet Nutzung in die Testwagen gibt.
Der im Testwagen verbaute 20d mit Allradantrieb (xDrive) ist ab 43.800 Euro zu haben, die Optionenliste ist aber verlockend und so kommen gut und gerne noch mal 10.000 Euro dazu. 190 PS Leistung und 400 Newtonmeter maximales Drehmoment gibt es dafür. Er beschleunigt aus dem Stand in 7,7 Sekunden auf Tempo 100. Bei 221 Stundenkilometern erreicht er seine Höchstgeschwindigkeit. Er wird zwar mit einem kombinierten Normverbrauch von 4,9 Litern angegeben, während unserer Testfahrten haben wir auf dem Bordcomputer jedoch noch immer erträgliche 6,7 Liter notiert. Die Fahrdynamik des X2 fällt so aus, wie man sie von einem BMW erwartet.


Mit dem X2 zielt BMW auf den Zeitgeist. Immer kleiner und individualisierbar werden SUVs derzeit, weil die Kunden genau danach suchen. Junge Paare oder „Bestager“ mit ausgeflogenen Kindern nimmt BMW
mit dem X2 ins Visier. Sein eigenständiges Design polarisiert, gefällt also nicht jedem.
Wesentlich Technische Daten
BMW X2 xDrive 20d
Motor: Reihenvierzylinder-Diesel mit Turbolader und
Common-Rail-Direkteinspritzung
Hubraum: 1.995 ccm
Leistung: 140 kW / 190 PS bei 4.000 U/min
Max. Drehmoment: 400 Nm bei 1.750-2.500 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 221 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 7,7 Sek
Antriebsart: Allradantrieb
Getriebe-Typ: 8-Gang-Automatik
Verbrauch, kombiniert (nach WLTP ermittelt, aber auf NEFZ herunter
gerechnet: 4,9 Liter je 100 km
Testverbrauch: 6,7 Liter je 100 km
CO2-Emissionen: 121 g/km (Euro 6)
Länge x Breite x Höhe (m): 4,36 x 1,82 x 1,53
Radstand (m): 2,67
Kofferraumvolumen: 470 – 1.355 Liter
Tankvolumen: 51 Liter
Wendekreis: 11,3 m
Leergewicht / Zuladung: min. 1.600 kg / max. 590 kg
Anhängelast (gebremst): 2.000 kg
Basispreis xDrive 20d: 43.800 Euro
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