BMW 730d xDrive – Luxuriöses Dickschiff mit niedrigem Verbrauch
Er ist schon ein dickes Schiff, wenn er so vor einem steht. Und edel sieht er aus. Politiker und Wirtschaftsbosse könnten da aussteigen. Klassische Limousine. Schwarz mit hellen Sitzen. Was sage ich – Sitze? Das sind Sessel. Mit Massagefunktionen. Nicht mit einer Massagefunktion.
Aus mehreren massierenden Programmen können Fahrer und Beifahrer wählen. Wenn sie die Stelle finden, an der die Funktionen ausgewählt werden können. Und das ist nicht so ganz einfach. Intuitiv geht jedenfalls anders. Und das gilt aus meiner Sicht nicht allein für diese Einstellung. Da muss schon ein technik-affiner Zeitgenosse unterwegs sein, der Lust und Laune hat, sich mit dieser von begeisterten Ingenieuren entwickelten Bedienlogik auseinanderzusetzen. Mich jedenfalls hat überfordert, was da alles wie eingestellt werden kann oder muss. Nach 14 Tagen hatte ich mich zwar an das Wesentliche gewöhnt, aber vertraut bin ich mit dem Bediensystem nicht wirklich geworden. Mag sein, dass das anders gewesen wäre, wenn mir ein geduldiger und kundiger Verkäufer bei der Fahrzeugübergabe alles erklärt hätte. Ich meine, für eine Zielgruppe, die zumindest die Mitte 50 überschritten hat, sollte das einfacher funktionieren. Mag sein, dass sich junge Chinesen hier leichter tun.




Fazit: Ich hätte ihn gern behalten!
Technische Daten: BMW 730d xDrive
Länge: 5,10 oder 5,24 Meter, Breite: 1,90 Meter (inkl. Außenspiegel 2,17 Meter),
Höhe: 1,48 Meter,
Radstand: 3,07 Meter
Kofferraumvolumen: 515 Liter
Motor: Reihen-6-Zylinder
Hubraum: 2.993 ccm
Drehmoment: 620 Nm
Beschleunigung von 0 auf 100: 5,8 Sekunden
Vmax: 250 km/h
Tankinhalt: 78 Liter
Verbrauch, kombiniert, Norm: 4,8 je 100 km
Testverbrauch: 5,7 Liter je 100 km
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Was ist nur los? Keine Lust mehr?
Die „Review-Videos“ sind ja schon furchtbar, aber die Text-Berichte fand ich bisher meist lesenswert.
Aber irgendwie scheint die Lu(f/s)t raus zu sein.
Auch dieser Bericht liest sich grausig.
Kernaussage: Auto ist gut, weil man das für den Preis erwartet.
Das will ich nicht lesen, denn das kann ich mir auch so denken.
In einem Review möchte ich lesen, wie Fakten mit Gefühltem und Gedachtem in Symbiose gebracht werden.
Wie sieht das Auto aus, wie fühlt es sich an, was passiert, wenn man aufs Gas tritt, wie klingt der Motor, wie ist das Beschleunigungsvermögen in welchen Situationen, wie fühlt sich das Fahrwerk an, besonders im Vergleich zu möglichen Konkurrenten oder zum Vorgänger,…? Und…und…und?
14 Tage Testzeit…14 TAGE!
Und DAS ist das Ergebnis? Kann nicht der Ernst sein!
LG
Marc
Zunächst besten Dank für die Kritik und die bisherige Treue als Leser.
Ganz bewusst habe ich in diesem Fall eine andere Form des Fahrberichts gewählt. Ein Stück weit habe ich das sogar im Bericht selbst versucht zu erklären. Mit Unlust hat das also nicht im Geringsten zu tun. Eher mit der Lust an der Sache, sie nicht eintönig werden zu lassen. Denn tatsächlich sehe ich es so, dass der angesprochene klassische Vergleich zwischen den bekannten Wettbewerbern hier nicht so spannend ist. Ich sehe in den Grundeigenschaften dieser Luxus-Limousinen keine wesentlichen Unterschiede. Wie gesagt, dass diese teueren Autos perfekt fahren, das Fahrwerk einstellbar ist und die Motoren die Kiste dynamisch vorwärts bewegen, das ist in diesem Segment doch selbstverständlich. Ich wollte daher ganz bewusst auf andere Merkmale abheben, die den 7er eben ganz spezifisch ausmachen. Nach wie vor finde ich das gelungen. Aber falls ähnliche Kommentare kommen sollten, bin ich natürlich zu überzeugen, wieder den gewohnten Stil aufzunehmen, den ich für Fahrzeuge unterer Klassen sowieso nicht aufgeben wollte.
Einverstanden?
Ach ja: Wir schreiben ja auch für Zeitungen, die Auflagen bis zu 600.000 erreichen. So dass sich die 14 Tage Testzeit durchaus auszahlen. Videos werden wir künftig noch stärker einsetzen.
Danke für die Antwort.
Also die Tests früher haben mir tatsächlich stilistisch und strukturell besser gefallen.
Tatsächlich finde ich es nicht sinnvoll in verschiedenen Klassen verschiedene Stile zu verwenden.
Allerdings muss meine Meinung ja nicht allgemeingültig sein und ist es nicht verkehrt Neues zu probieren.
Mir persönlich hat der Test so nicht gefallen. Egal ob Golf oder 7er…mich interessieren Details und nach meinem Empfinden gehört Feinsinn dazu Eigenarten und Unterschiede (egal in welcher Klasse) zu erfassen und zu transportieren. Ich möchte eben so einen Bericht lesen und das Gefühl haben etwas zu erfahren, was nur die persönliche Probefahrt toppen kann. Das ist hier nicht gelungen.
Und wenn ich „Auto-Reviews“ sehe, die mit Mühe und Not die 2 Minuten knacken, bekomme ich graue Haare. Aber wie gesagt, das alles ist meine ganz persönliche Meinung.
Das wird einen Grund haben, dass Sie und Ihr Team gefragte Autoren sind und habe davor meinen Respekt.
Sie allgemeingültig zu denunzieren steht mir absolut nicht zu und will ich nicht bezwecken.
LG
Marc Schild