Auto-Trends: Diesel-Nachfrage sinkt deutlich
Das liebe Geld, die Umwelt und die Sicherheit – alles Themen, die den Autofahrern auf den Nägeln brennen. Im aktuellen Trend-Tacho von KÜS und kfz-betrieb werden sie im Rahmen einer Umfrage untersucht. Besonders spannend ist dabei das Verhältnis der Deutschen zum Diesel und zum Elektroauto.
Thema Selbstzünder: Der Diesel-Skandal und die aktuellen Diskussionen über Fahrverbote auch für nur wenige Jahre alte Autos haben den Run auf die Leichtöl-Verbrenner drastisch gebremst. Die Nachfrage nach Dieselfahrzeugen ist im Vergleich zum Vorjahr von 23 auf nur 14 Prozent gesunken. Benziner sind bei geplanten Fahrzeugkäufen mit 55 Prozent die populärste Antriebsart. 11 Prozent der Befragten werden sich für einen Hybridantrieb entscheiden. Elektro-Fahrzeuge erreichen zwar nur bescheidene drei Prozent, sind aber deutlich im Aufwind. Auf Fahrzeuge mit Gasantrieb entfallen ebenfalls 3 Prozent, die restlichen Befragten sind unentschlossen.
Das steigende Interesse an batterieelektrisch angetriebenen Fahrzeugen zeigt auch die Tatsache, dass zwar 85 Prozent der Befragten noch keine praktischen Erfahrungen mit Elektroautos gemacht haben, sich aber trotzdem 46 Prozent grundsätzlich vorstellen können, eines zu kaufen. Als Anreize zur Anschaffung eines E-Autos werden kostenfreie Stromkontingente, zusätzliche Händlerrabatte und eine Befreiung von der Kfz-Steuer genannt.
Autofahrer, die sich neu orientieren wollen, würden 2017 für ein Neufahrzeug in Schnitt 31.856 Euro ausgeben, 2.132 Euro mehr als 2016. Für einen Gebrauchten werden mit 15.198 Euro im Schnitt 858 Euro weniger kalkuliert als vergangenes Jahr. Und wann soll das neue Auto her? 40 Prozent der befragten Autofahrer wollen innerhalb der nächsten zwölf Monate zuschlagen, 40 Prozent kaufen einen Neuwagen und 38 Prozent einen Gebrauchten. Am stärksten gefragt ist die Kompaktklasse. „Aber auch Mittelklasse, Kleinwagen und SUV sind Optionen für die Kauf-Interessenten“, heißt es im Trend-Tacho. Die Marken-Hitparade: BMW führt mit 32 Prozent vor Audi mit 30 Prozent. VW lag 2015 mit 36 Prozent noch ganz vorne, rutschte 2016 auf 33 Prozent ab und liegt jetzt mit nur noch 28 Prozent an dritter Stelle.
Auch bei der Einschätzung der besonders umweltfreundlichen Hersteller musste VW Federn lassen: Die Marke rutschte vom ersten Platz 2014 (26 Prozent) mit nur noch elf Prozent der Nennungen ins Mittelfeld ab. Ganz vorne liegen Toyota (20 Prozent), BMW (19 Prozent) und Tesla (15 Prozent). mid
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