Suzuki Baleno – Kleinwagen mit großem Raumangebot und umfangreicher Ausstattung
Sein Heck ist mir beim ersten Aufeinandertreffen auf Anhieb positiv aufgefallen. Eine Designlinie, die mir bei Suzuki bisher nicht untergekommen ist und mir spontan gefällt. Klar gezeichnet, ohne Schnörkel mit hochwertig anmutender Chromspange unter der Heckscheibe. Von vorn erkennt man den Baleno auf Anhieb als Suzuki. Er möchte ein betont vernünftiger, kompakter Kleinwagen (3,99 Meter Außenlänge) sein, der seinen Nutzern das Leben leichter macht. Ein guter Ansatz, denn gerade in dieser Klasse zählen sachliche Werte und ein günstiges Preis-/Leistungsverhältnis. Da muss kein Luxus und auch nicht die beste Materialoberfläche verbaut sein, dafür alles, was das mobile Leben leichter macht. Und hier kann der Baleno tatsächlich punkten. Während der 14 Tage währenden Testphase haben wir den kleinen Japaner schätzen gelernt. Unser Testwagen ist mit dem 111 PS (82 kW) leistenden 3-Zylinder Motor ausgestattet, der seine Leistung turbo-gestützt aus lediglich einem Liter Hubraum zieht. Mit diesem Benziner kann man flott (11,4 Sekunden von 0 auf 100) und trotzdem verbrauchsgünstig unterwegs sein. Im Mix hat er auf unseren Testfahrten knappe 6 Liter je 100 Kilometer konsumiert, ein Wert, mit dem man wirklich zufrieden sein kann. 4,4 Liter gibt Suzuki als Verbrauch im kombinierten Testzyklus an.
Die wahre Größe dieses Kleinen liegt in seinem Raumangebot. Das macht sich in erster Linie in der zweiten Sitzreihe bemerkbar, wo der Fußraum vor den Passagieren dem einer Klasse darüber entspricht. Für Familien ein mit entscheidender Faktor. Gleiches gilt für den Gepäckraum, der 355 bis 1.085 Liter (umgeklappte Lehne) für alles was mit muss zur Verfügung stellt. Auch auf den vorderen Plätzen fühlt man sich wohl, auch wenn die Plastiklandschaft nicht wirklich Lounge-Atmosphäre entstehen lässt. Wie gesagt, der Nutzwert steht im Focus – und der wird auch durch eine umfangreiche Ausstattung definiert.
Den 1-Liter-Benziner gibt es aktuell ausschließlich in der „Comfort“-Variante, die allerlei Nützliches an Bord bringt, aber auch ihren Preis hat. 17.990 Euro stehen für den Baleno mit seinem 5-Gang-Schaltgetriebe in der Liste. Das ist ein stolzer Preis, der aber durch die verbauten Features relativiert wird. Mich hat der gut funktionierende adaptive Tempomat begeistert, der beim Auffahren auf den Vorausfahrenden selbsttätig abbremst und danach wieder wie von Geisterhand beschleunigt. Die Verfügbarkeit eines solchen Systems ist in dieser Klasse noch längst nicht die Regel. Was noch drin ist? Eine Rückfahrkamera, ein intuitiv einstellbares Kommunikationssystem das Smartphones in das System des Autos integrieren kann. Schlüsselloses Starten. Daneben ein farbiges LCD-Multifunktionsdisplay und auch 16 Zoll-Alus – um nur einige Merkmale zu nennen. Für 1.500 Euro Aufpreis bietet Suzuki ein Automatikgetriebe an.
Fazit:
Uns hat der optisch gefällige 5-Türer mit seinem guten Raumangebot (5 Sitzplätze) und seiner reichhaltigen Ausstattung (Comfort) begeistert. Er lässt sich leicht und locker bewegen und an der Tanke schont er den Geldbeutel. Wer mit weniger Ausstattung und etwas weniger Leistung (90 PS) klar kommt, für den gibt es den Baleno (Basic) ab 13.790 Euro. Suzuki gibt 3 Jahre Garantie. Wem das nicht ausreicht, der kann bei Suzuki gegen einen Aufpreis eine 2 Jahre währende Anschlussgarantie erwerben.
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