Retro Tourer: Nasenbär-Bulli made in UK
Alkoven-Modelle sind bei Reisemobilisten inzwischen etwas aus der Mode gekommen. Da passt der Name Retro Tourer für einen neuen „Nasenbär“ ganz gut – erst recht, wenn die Schlafstelle sich über das Fahrerhaus eines VW-Busses erstreckt.
Retro Tourer ist ein englisches Familienunternehmen, geführt von Buzz Burrell und seiner Frau Marion. Ansässig ist die Firma in Braunton, North Devon. Die Idee hinter dem Unternehmen war und ist es, eine Alternative zu den „Mainstream“-Reisemobilen anzubieten. Die Fahrzeuge werden alle von Hand gefertigt, mit einem Alu-Aufbau im Retro-Style, der nicht von ungefähr an das Design der legendären Caravans von Airstream erinnert. „Wir haben vier Kinder und suchten deshalb nach einem Reisemobil mit mehr Platz und Komfort als ein Campingbus bieten würde. Aber wir fanden kein Fahrzeug mit einem Grundriss, der uns zugesagt hätte. Also haben wir uns dazu entschlossen, so ein Fahrzeug selbst zu entwerfen und zu bauen“, berichten die beiden Briten.
Da sie selbst schon einige VW T5 besaßen und von der Zuverlässigkeit und dem Komfort des Volkswagen überzeugt sind, entschieden sich die Burrells für den Transporter aus Hannover als Basisfahrzeug. Die Preise starten bei 27.500 britischen Pfund (ca. 30.600 Euro) für den Wohnaufbau plus den Kosten für das Chassis eines T5. Das kann der Kunde entweder selbst anliefern oder es wird von Retro Tourer beschafft. Die Alu-Wohnkabine lässt sich gegen Aufpreis nach Kundenwunsch lackieren. Wem Alu nicht zusagt, bekommt für einen Preisaufschlag auch eine GfK-Kabine.
Alle Retro Tourer verfügen über einen Kühlschrank, Gaskocher und Spüle, Heizung und Warmwasser-Boiler sowie ein Sanitärabteil mit Dusche und WC. Der Grundriss wird nach Absprache individuell gestaltet. Bis zu sechs Sitz- und Schlafplätze lassen sich realisieren. Optional können auch weitere Extras wie Kaffeemaschine, Mikrowelle oder Surfbretthalter mit bestellt werden.
Besonderes Augenmerk richtet Retro Tourer auf die Außenoptik. Die wird mit Alu-Felgen und einer geänderten Frontstoßstange „gepimpt“, zudem wird das Fahrzeug mit geänderten Federn vorne um 40 mm tiefer gelegt. Für den kommerziellen Einsatz gibt es den Retro Tourer auch „nackt“, also ohne Innenausbau, etwa für den Einsatz als Verkaufs- oder Catering-Fahrzeug.
Neben den Alkovenmodellen bietet Retro Tourer übrigens auch Alu-Caravans mit ein, zwei oder mehr Schlafplätzen an. Los geht es bei 10.000 Pfund (ca. 11.300 Euro). Mit rund drei Monaten Lieferfrist müssen die Kunden bei Bestellung eines Reisemobils oder Wohnwagens allerdings rechnen. ampnet
Fotos: Retro Tourer
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