LA 2017: Volkswagen elektrifiziert die USA mit neuem Pioniergeist
Weite Steppen, staubige Wüsten und bedrohliche Berge: Durch diese Szenerien rollten die Planwagen europäischer Siedler in der Mitte des 19. Jahrhunderts auf der rund 3500 Kilometer messenden Route des Oregon Trail. Über die Rocky Mountains zogen sie gen Westen, um in der Neuen Welt ein fortschrittlicheres Leben zu führen. Mit ähnlichem Pioniergeist ist Volkswagen Gast der Los Angeles Autoshow 2017 an der Pazifikküste. Auch die Wolfsburger treibt der Wille an, eine neue Welt zu erforschen und für sich zu erobern: Bis 2025 will Volkswagen den amerikanischen Massenmarkt für Elektroautos anführen.

In Anlehnung an diese Meilensteine stellt Volkswagen auf der Los Angeles Auto Show in Kalifornien drei vollelektrische Pionier-Modelle auf dem Weg zur Transformation der Marke vor: Den I.D. in Golfgröße, den I.D. Crozz auf Basis des Kompakt-SUV T-Roc und den I.D. Buzz, eine Hommage an den kultigen Bulli. Während die ersten beiden Elektro-Autos aus der I.D.-Familie bereits ab 2020 auf den US-Markt rollen, soll der elektrisierte „Planwagen“ I.D. Buzz zwei Jahre später die Pionierfamilie bereichern. Auf der Basis des modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) ermöglichen die drei Autos wie schon ihre legendären Vorgänger erschwingliche Mobilität für breite Bevölkerungsschichten – echte Volkswagen eben.

Auch die Verkaufszahlen belegen das Comeback: Zwischen Januar und August 2017 verkaufte Volkswagen mit 220 300 Autos insgesamt 6,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im September wuchsen die verkauften Einheiten gegenüber dem Vorjahresmonat sogar um 33,2 Prozent auf 32 112 – im Oktober um 11,9 Prozent auf 27 732 Einheiten. Die Grundlage für diese Comeback-Story bilden Volkswagen-Werke wie das in Chattanooga, im Bundesstaat Tennessee. Nach der Investition von rund einer Milliarde US-Dollar startete dort 2011 die Produktion. Der Standort gilt seitdem als einer der modernsten und saubersten weltweit. Auch die Anzahl der Mitarbeiter spricht für sich: „In den USA beschäftigen wir mehr als 7000 Angestellte direkt“, sagt Hinrich Woebcken, CEO von Volkswagen Nordamerika. „Zusammen mit den über 1000 Händlern und den unzähligen Zulieferern beschäftigen wir in den USA indirekt rund 120 000 Menschen“, ergänzt Woebcken.


Mit der Kombination aus der zukünftigen I.D.-Familie und der fortschreitenden Entwicklung weiterer Mobilitätslösungen schafft Volkswagen die Grundlagen, erneut emissionsfreie Pionierwagen für die breite Bevölkerung über die Straßen der Vereinigten Staaten rollen zu lassen – inklusive großer Reichweite und deutlich erschwinglicher als bei selbsternannten kalifornischen Elektro-Pionieren. ampnet
Fotos: Volkswagen
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