Jaguar Land Rover – aus Premium wird Luxus
Gewinn wichtiger als Umsatz
Auf dem Weg zu einer positiven Profitabilität möchte sich die zum indischen Mischkonzern Tata gehörende Jaguar-Land-Rover -Gruppe (JLR) neu erfinden. Deshalb startet auch die deutsche Gesellschaft eine sogenannten „Re-Image“ Strategie. Mit Ihr sollen die 4 Marken Range Rover, Discovery, Defender und Jaguar noch mehr modernen Luxus vermitteln. Kernpunkte sollen dabei ein unverwechselbares Design, die Elektrifizierung des Modellangebots, noch höherer Qualität, eine umfassende Digitalisierung und besondere Kundenerlebnisse sein.
Luxus statt Premium soll mehr Gewinn bei Jaguar Land Rover bringen
Noch im laufenden Jahr soll soll der erste voll-elektrische Range Rover bestellbar sein. Jaguar soll ab 2025 zu einer voll-elektrischen Luxusmarke werden. Dabei wird nach Aussage von Deutschland Geschäftsführer Jan-Kas van der Stelt das erste neue Range Rover Modell ein vier-türiger GT sein. Es soll nach ersten Verlautbarungen des Geschäftsführers eine Reichweite von bis zu 700 Kilometern mitbringen und 800-Volt-Ladetechnologie nutzen können, die für besonders kurze Ladezeiten sorgen kann. Die Leistung des GTs soll höher sein, als der bisher leistungsstärkste Range Rover, verrät van der Stelt im Pressegespräch weiter. Bis im Jahr 2030 soll jede Modellreihe mindestens eine rein elektrisch angetriebene Variante erhalten.
Jaguar wird zur reinen E-Marke
Schon seit 3 Jahren sei der Konzern auf dem Weg, seine Positionierung von Premium zu Luxus zu verändern. Dabei wurden und werden in 5 Jahren insgesamt 18 Milliarden Euro investiert. Unter anderem entsteht in England eine eigene Batterie-Fertigung. Im Luxus-Segment lässt sich selbstredend mehr Geld verdienen – falls die Kunden diesen Weg mitgehen. Darauf deuten steigende Umsatz- und Absatzzahlen schon heute hin. So stieg der globale Umsatz im letzten Fiskaljahr um 31,9 Prozent. In Deutschland legte der JLR Umsatz um 10,6 Prozent zu. Käufer eines Rang Rover müssen derzeit etwa 12 Monate auf ihr neues Auto warten. 385.000 Einheiten habe JLR im vergangenen Fiskaljahr abgesetzt, in Deutschland etwa 17.000. Absatzstärkstes Modell sei hierzulande der Defender mit 4.500 verkauften Stück.
Defender verkaufsstärkstes Modell
Um das Kundenerlebnis zu verbessern möchte die Marke auf exklusive Events an attraktiven Orten – wie etwa auf Sylt – setzen. Zudem soll das Konzept der Verkaufsstandorte „House of Brands“ weiter gestärkt werden, damit auch hier die Idee des modernen Luxus erkennbar wird. Ein wichtiger Meilenstein sei hier auch die Vereinfachung der Optionen-Politik, die in der Vergangenheit die Kunden nicht selten überforderte und die Produktion teuer machte.
Gesellschaftliche Verantwortung
Auf dem Weg zur Dekarbonisierung möchte JRL bis 2030 seine Treibhausgasemissionen um 46 Prozent reduzieren, bis 2039 soll JLR CO2-neutral produzieren.
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