Gebrauchtwagenhandel: Restwerte gehen zurück und Standtage steigen
Der Gebrauchtwagenmarkt im deutschen Kfz-Handel geht mit leichten Verschlechterungen in den Winter: Die Restwerte gehen zurück, die Standtage steigen. Nach Angaben der Marktbeobachter von Schwacke sinkt der Indikator auf einen Durchschnittswert von 56,2 Prozent des ehemaligen Listenneupreises für dreijährige Gebrauchte, Oberklasse-Modelle sinken sogar erstmals seit zwei Jahren wieder unter die 50-Prozent-Marke. Einzig bei den großen Vans und den Luxus-SUV sind steigende Restwerte zu beobachten.
Der vergleichsweise starke Anstieg bei den Großraumlimousinen bringt dieses Fahrzeugsegment auch im Langfristvergleich der Restwertentwicklung an die Tabellenspitze. In den vergangenen zwei Jahren entwickelte sich dieses Segment deutlich stärker als der Durchschnitt, von 55,9 auf 61,1 Prozent – eine Steigerung um 9,3 Prozent.
Allerdings spielt hier auch eine Erneuerung der Modelle eine gewichtige Rolle: Da es sich bei den Großraumlimousinen um eine ohnehin nicht besonders umfangreiche Modellpalette handelt, wirkt sich eine Erneuerung umso stärker aus. Mit deutlichem Abstand folgen Sportwagen (+6,8 Prozent) und große SUV (+6,0 %) auf den Rängen zwei und drei. Insgesamt konnten lediglich vier Segmente mindestens so stark wie der Marktdurchschnitt wachsen. Verloren haben dagegen die Kleinstwagen, kleine SUV und die obere Mittelklasse.
Die Tage werden kürzer, die Standzeiten länger: Zum Jahresende steigen die Wartezeiten für Gebrauchtwagenhändler wieder leicht, nachdem im Vormonat noch Verbesserungen zu verzeichnen waren. So liegen die Standtage für den Gesamtmarkt betrachtet aktuell bei 103 Tagen, ein Tag mehr als im Vormonat und drei mehr als im vergangenen Jahr. Dabei sind nicht alle Segmente unter den Verlierern. Große Vans verbessern sich um einen Tag, bei den Sportwagen beschleunigt sich die Verkaufsdauer sogar um zwei Tage.

Fotos: Schwacke
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