Der neue Skoda Superb – Der Kannibale?
Die 4. Generation des Skoda Superb feiert am 13. Juni ihr Händlerdebut in Deutschland. Das neue Flaggschiff der tschechischen VW-Tochter Skoda möchte mit attraktivem Design, neuer Technik und neuen Motoren überzeugen. Durch den erweiterten Radstand ergibt sich mehr Platz im Fond, so dass sich der Superb selbst für den Chinesischen Markt oder einen deutschen Chauffeur-Service eignet. Inwiefern man damit allerdings den Passat der Konzerntochter VW kannibalisiert, bleibt abzuwarten.






Neue Assistenzsysteme
Auch bei den Assistenzsystemen hat sich einiges getan. Zwar gibt es kein Head-Up Display, Dafür bietet der Superb ein maskiertes Fernlicht. Damit kann man dauerhaft mit Fernlicht fahren, ohne andere zu blenden. Erstmals an Board ist optional auch ein Toter-Winkel-Assistent. Zu dem auch der Ausparkassistent gehört. Ganz neu ist die adaptive Fahrwerksregelung. Mit ihr ist der Superb auf Knopfdruck normal, sportlich oder komfortabel gefedert. Der Stau-Assistent hilft einem auch in den bösesten Stau-Momenten relaxed zu bleiben.
Mit Schirm Scharm, aber ohne Melone
Ein Regenschirm wartet in Fahrer-, wie Beifahrertür. Und um dem Markenmotto treu zu bleiben ist der Tscheche mit weiteren raffinierten Details bespickt: Eine 230-Volt-Steckdose mit USB-Anschluss, Cargo-Elementen, die durch Klettbänder am Boden des Kofferraums befestigt werden, um kleine Gepäckstücke variabel im Kofferraum zu fixieren. Interessant ist auch ein 5-Punkt Wasserflaschenhalter, dessen Bauform einhändiges Öffnen der Flasche ermöglich. Ich ziehe meinen Hut: Chapeau, für einen solch praktische Helfer.
Mit einem Preis ab 24.590 Euro (als 1,4 TSI mit 125 PS) ist die 4. Generation des Skoda Flaggschiffs zwar 300 Euro teurer, als sein Vorgänger, preislich aber immer noch ein echter Hit. Das lässt Skodas Markenspruch „simply clever“ in neuem Licht erscheinen. So kann es passieren dass sich der VW-Konzern mit dem Superb ein Schnippchen schlägt. Der ein oder andere Kunde mehr könnte künftig auf den Gedanken kommen, anstatt dem teureren Passat einfach den Superb zu bestellen, und damit der an Branding erkrankten Welt zu zeigen, schaut mal her, ich bin simply cleverer als ihr.
Jan Weizenecker
Absolvent der Volks- und Betriebswirtschaftslehre der Albert-Ludwigs Universität Freiburg. Mal in kleinerem, mal in weiterem Radius, aber immer mit der nötigen Portion Humor, berichte ich seit 2012 über die Neuerscheinungen der Automobilwelt.
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