Der neue BMW X1 – Frontantrieb bringt Vorteile
Als der X1 vor 6 Jahren auf den Markt gekommen ist, war mir seine Höhe zu gering. Seine Erscheinung einfach zu schmächtig für einen SUV. Auf mich wirkte der X1 eher wie ein höher gelegter 1er im SUV-Look. Trotzdem ist der BMW X1 bei den Kunden angekommen. 730.000 X1 konnten an den Mann und auch an die Frau gebracht werden. Zeitweise war jeder zehnte produzierte BMW ein X1. Selbstredend hat er auch vom bis heute ungebrochenen SUV-Boom profitiert. Kombis sind zwar praktischer, aber eben nicht so hipp.
SUV ist hipp
Nun war es an der Zeit, den künftig im Werk Regensburg gefertigten X1 neu zu erfinden. Und weil inzwischen ja die Frontantriebsplattform des Active Tourer zur Verfügung steht, lag es nahe, deren Raumvorteile auch für den X1 zu nutzen. Denn grade in kompakten Fahrzeugen ist Raum eine entscheidende Größe. Apropos Größe. Auch meinem Empfinden sind die BMW-Entwickler gefolgt und haben ihn deutlich höher (plus 53 mm) und auch breiter werden lassen. Nur in der Länge hat er 15 mm abgeben müssen.
Die neuen Proportionen stehen dem X1 ausgesprochen gut. Erwachsener ist er geworden, bietet noch mehr Funktionalität und Alltagsnutzen, nicht zuletzt, weil er innen mehr Platz bietet. Vor der 2. Sitzreihe stehen nun 37 mm mehr Kniefreiheit zur Verfügung. Sogar bis zu 66 mm sind es mehr, wenn die bei gegen Aufpreis erhältlichen verschiebbaren Rückbank bestellt wird. Bis zu 1.550 Liter Gepäck können im Kofferraum verstaut werden. Gegenstände bis zu einer Länge von 2,50 lassen sich transportieren, wenn die Beifahrerlehne umgeklappt wird.
Nun auch mit einem 3-Zylinder-Motor
100 kW (136 PS) leistet der 3-Zylinder Turbo-Benziner im sdrive 18i. Er erreicht Tempo 100 in 9,7 Sekunden, erst bei 202 Stundenkilometern ist Schluss. Seinen Kraftstoffnormverbrauch gibt BMW mit 5,1 bis 5,3 Liter je 100 Kilometer an. Hierzulande dürfte der sdrive 18d mit dem reinen Vorderradantrieb wohl der für den X1 am stärksten nachgefragte Motor sein. Er leistet maximal 150 PS (110 kW) und soll nur 4,1 bis 4,3 Liter verbrauchen. Wenn der reale Verbrauch am Ende einen Liter höher liegt, ist das noch immer ein guter Wert für diesen X1, der bis zu 205 Stundenkilometer schnell werden kann. Beide Topmotorisierungen, Diesel wie auch Benziner, leisten im X1 xdrive (Allradantrieb) 25i und 25d je 231 PS (170 kW).
Selbstredend ist der Diesel hier verbrauchsgünstiger und legt schon vom Start weg mächtig viel Vortriebe (Bums) an den Tag. Obwohl der X1 nun auf der Vorderradantriebsstruktur aufbaut, fährt er sich nach wie vor so sportlich-dynamisch wie sein Vorgänger. Wie schon beim Active Tourer sehe ich keinen Grund, dem Hinterradantrieb nachzuweinen. Die moderne Fahrwerkselektronik macht möglich, dass er sich wie ein Hinterradantriebler fährt.
Der neue X1 gefällt mir deutlich besser, als sein Vorgänger. Er sieht nun aus, wie ein SUV aussehen sollte, und er bietet durch die Vorderrad-Architektur mehr Nutzraum. Ich würde ihn mit dem 150 PS Diesel sdrive mit 8-Gang-Automatik, XLine-Paket, Panoramadach, Navigationssystem, Driving-Assistent und Head-Up-Display bestellen. Dann müsste ich runde 43.000 Euro auf den Tisch des BMW-Händlers blättern. Und damit ist man längst nicht am Ende, denn auf 50.000 bis 55.000 Euro kann man leicht kommen. Wer mit der Basis-Ausstattung und dem Basis-Motor klar kommt, ist aktuell ab 32.900 Euro mit von der Partie. Aber kaum jemand wird sich damit begnügen. Zu reizvoll sind die Optionen.
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Den Durchschnitt wird es weniger stören, aber der harte Kern…naja bin gespannt, ob sich einige der „Kompakt-Flitzer“ Fans vom Bimmer abwenden, wenn die alle nur noch vorne kratzen 🙂
Ja, gibt ausreichend Kommentare, für die der Vorderradantrieb gar nicht geht. Aber die sollten alle das Teil mal fahren und dann neu bewerten. Da hätte ich, was den Fahrspaß angeht, deutlich mehr Probleme damit, wenn ich künftig auf die tollen 6-Zylinder Diesel verzichten müsste.
Wie ist die Basisausstattung beim BMW X1 (18d)150PS mit 32900€.