Dashcam für das Auto
Noch vor einiger Zeit waren Dashcam-Aufnahmen verboten, da sie gegen das Datenschutzgesetz verstoßen. Seit Anfang dieses Jahres werden bei Unfällen solche Aufnahmen jedoch vor dem Verkehrsgericht anerkannt. Die Dashcam zeichnet den Unfall auf und zeigt nur die am Unfall beteiligten Personen. Möchten Sie auf der sicheren Seite sein, können Sie eine Dashcam in Ihr Auto installieren, um handfeste Beweismittel zu haben.
Was Sie über die Installation einer Dashcam wissen sollten
Neue Fahrzeuge sind bereits mit umfangreicher Technik ausgestattet, die vielfältige Daten aufzeichnet. Über ein Display oder ein Smartphone können Sie solche Daten auslesen. Voraussetzung dafür ist eine OBD-Schnittstelle. Auch ältere Autos können Sie mit der entsprechenden Technik aufrüsten und zu einem sogenannten Smartcar machen. Es kommt auf die Wahl der geeigneten Dashcam und das passende Zubehör an. Um eine Dashcam in einem älteren Fahrzeug nachzurüsten, brauchen Sie einen OBD-Dongle und die entsprechende Software. Haben Sie den Dongle auf die Schnittstelle gesetzt, können Sie mit dem Smartphone die Informationen anschauen.
Bevor Sie eine Dashcam kaufen, müssen Sie herausfinden, wo sich die OBD-Schnittstelle befindet. Sie ist oft versteckt, beispielsweise im Bereich des Sicherungskastens, im Handschuhfach oder unter den Aschenbechern. Sie sieht ähnlich wie ein Scartstecker von älteren Fernsehern aus. Häufig ist sie nur schlecht erreichbar. Sie sollten das beim Kauf des Dongles berücksichtigen.

Während der Fahrt zeichnet die Dashcam auf, was sich vor dem Auto ereignet. Die Aufnahmen erfolgen in einer Schleife. Nach einem festgelegten Zeitraum werden die Aufnahmen automatisch überschrieben. Diese Aufnahmen dienen nur bei eventuellen Unfällen als Beweismittel. Bei einem Rechtsstreit sind Dashcams vor allem dann nützlich, wenn es keine Zeugen gibt. Die Aufnahmen von Unfällen sind vor Gericht zugelassen.
Vielfältige verschiedene Dashcams
Kostengünstige OBD-Stecker werden bereits für ca. 20 Euro im Internet angeboten. Die Apps zum Auslesen der Daten erhalten Sie zumeist kostenlos. Wählen Sie hingegen eine Komplettlösung, müssen Sie mit 100 bis 200 Euro rechnen. Bei den teureren Lösungen sind Hard- und Software jedoch aufeinander abgestimmt. Für den Datentransfer ist eine zuverlässige Leistung garantiert. Verschiedene Apps können Sie zur Fehlersuche und zur Diagnose verwenden. Vor dem Kauf sollten Sie überlegen, worauf es Ihnen bei der Technik ankommt.
Typische Dashcam-Modelle arbeiten mit einer SD-Speicherkarte mit 32 GB oder mehr Speicherkapazität. Ist ein Beschleunigungssensor vorhanden, wird erkannt, wenn es zu einem Unfall kommt. Die Videoaufnahme des Unfalls kann dank eines Schreibschutzes nicht überschrieben werden. Die aufgenommenen Bilder können an jedem Computer angeschaut werden.
Die Dashcam muss korrekt eingebaut und justiert werden, damit die Aufnahmen verwendet werden können. Wünschen Sie sich mehr technische Ausstattung, sollten Sie auf Zusatzfunktionen der Dashcams achten. Verkehrszeichenerkennung, Spurhaltesysteme, Fahrassistenzsystem oder Abstandswarner gehören dazu. Die Informationen werden, ähnlich wie bei einem Head-Up-Display, von einem rückwärtigen Display angezeigt. Die Preisspanne reicht bei den Dashcam-Geräten von 50 Euro bis zu 300 Euro. Die fest installierbaren Geräte verfügen über ergänzende Funktionen, beispielsweise ein Navigationssystem.

Videos können Sie auch mit dem Smartphone aufnehmen, wenn Sie eine entsprechende Halterung benutzen. Kostenfrei erhalten Sie die dazugehörige App. Der Nachteil einer solchen Lösung besteht darin, dass vor jeder Fahrt das Smartphone neu ausgerichtet werden muss. Der Blickwinkel ist bei mobilen Geräten kleiner als bei den festverbauten Dashcams. Nutzen Sie ein Smartphone, müssen Sie die Temperaturempfindlichkeit des Akkus beachten. Im Sommer sollten Sie daran denken, dass der Akku bei großer Hitze explodieren kann.
Weitere Nachrüstoptionen und Ideen rund um das Thema finden Sie im Freebook „Smart Hacks für Ihr Auto“.
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