Beetle Dune – der Offroad-Käfer im Retro-Style
Erinnerungen werden wach. Was war doch der gute alte Käfer für ein treues, verschwiegenes Gefährt. Für zahlreiche Mid-Ager der erste fahrbare Untersatz auf vier Rädern überhaupt. Geschichten um romantische Erlebnisse und Abenteuer abseits der Straßen hat Danielle Heuser wohl schon etliche gehört. Die sympathische Frau von der Volkswagen Produktkommunikation, ist überzeugt, dass solch ganz persönliche Geschichten Kaufgründe für den neuen Beetle Dune sein werden. Kein anderes Auto spiegle das Lebensgefühl der 70iger wieder.
Während weltweit lediglich ein Drittel Cabrios verkauft werden, ist es auch dem deutschen Markt umgekehrt. Die Deutschen lieben das Cabrio-Feeling, aber auch die etwas andere, ganz spezielle Anmutung des Wagens. Was Volkswagen inspiriert hat, nun einen crossen Krabbel-Käfer – jedoch ohne Allradantrieb – als Sondermodell aufzulegen? Unter uns: Schlaglöcher in Waldwegen hielt der Beetle-Vorgänger schon in den Achtzigern ohne Probleme stand.

Ganz in der Gegenwart bleiben dagegen die fünf Euro-6-Motoren, mit denen man den Beetle Dune bereits bestellen kann. Im August werden die ersten dann zu den Händlern rollen. Drei Benziner und zwei Common-Rail-Diesel stehen zur Wahl. Entscheiden müssen sich geneigte Käufer auch für eine der sieben Farben. Die auffälligste unter ihnen ist wohl „Sandstorm Yellow Metallic“. Sticht krass ins Auge. Passt aber bestens zu unseren Retro-Sentimentalitäten. Solche Farben waren damals extrem beliebt.
Die Autotesterin entscheidet sich trotzdem für einen unschuldig Weißen. Das Coupé in „Pure White“ wurde mit dem 2-Liter-Benziner und seinen kraftvollen 220 PS versehen. Komfortabel lässt er sich mit automatischen 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe in Fahrt bringen. Wer will bei diesen wunderbaren Getrieben heute noch selbst schalten. Soweit geht die Sentimentalität nun doch wieder nicht.

Open-Air-Feeling kostet 4.000 Euro mehr
Für Fahrten nah an der Natur empfiehlt sich das Cabrio. Sein Dach öffnet sich ganz einfach per Knopfdruck in etwa 20 Sekunden. Allerdings nur im Stehen. Trotzdem ein entscheidender Fortschritt gegenüber der Prozedur von damals. Wählt man für das schicke Cabrio die auffällige Außenfarbe „Sandstorm-Gelb“, die eigens für den Dune kreiert wurde, dann ist er ein echter Hingucker. So wird der Beetle zum Star auf dem roten Teppich – will sagen – schwarzen Asphalt.


Dieses Retro-Vergnügen mit moderner Technik hat natürlich seinen Preis. Ab 23.625 Euro kann der Beetle Dune längst vergessene Erinnerungen an frühe Autofahrertage wecken. Die Cabrio-Varianten kosten rund 4.000 Euro Aufpreis. Für den 220 PS starken Oben-ohne-Dune mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe werden mindestens 35.375 Euro fällig. Doch für echte Käfer-Fans wird der Preis kein Hinderungsgrund sein. Wie heißt es so schön, man lebt nur einmal. Vielleicht kommt mit dem Beetle Dune ja sogar ein Stück Jugend zurück. Zu Risiken und Nebenwirkungen …
Wesentliche Technische Daten
Volkswagen Beetle Dune 2.0 TSI
Länge x Breite x Höhe (m): 4,29 x 2,02 x 1,50
Motor: Reihen-4-Zylinder Turbo-Benziner
Hubraum: 1984 ccm
Leistung: 162 kW / 220 PS bei 4500–6200 U/min
Max. Drehmoment: 350 Nm bei 1500–4400 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 228 km/h (Cabrio 226 km/h)
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 6,9 Sek.
ECE-Durchschnittsverbrauch: 6,6 (Schaltgetriebe); 6,8 Liter (DSG)
Effizienzklasse: D
CO2-Emissionen: 153 g/km – 157 g/km
Leergewicht / Zuladung: min. 1.464 kg / max. 376 kg (Coupé); min. 1489 kg / max. 281 kg (Cabrio)
Kofferraumvolumen: 252 – 1.046 Liter
Basispreis: 29.800 Euro (Coupé); 35.900 Euro (Cabrio)
Cornelia Weizenecker
Ich bin die Frau bei Der-Autotester.de. Autos sehe ich nicht durch die rosarote Brille. Von heißen Kisten bleibe ich (meist) unbeeindruckt. „Hauptsache es fährt“, lasse ich aber auch nicht durchgehen. Ganz im Gegenteil. Ein Auto muss für mich vor allem alltagstauglich, umweltschonend und bezahlbar sein. Nur bei Cabrios und Oldtimern kann ich schwach werden. Elektroautos bringen mich zum Strahlen.
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„Sein Dach öffnet sich ganz einfach per Knopfdruck in etwa 20 Sekunden. Allerdings nur im Stehen…“ Das nenne ich mal extrem schlecht recherchiert. Es lässt mich daran zweifeln, ob die „Testerin“ ausser einer Sitzprobe überhaupt Berührungspunkte mit dem Wagen hatte!?